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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.11.1900
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1900-11-12
- Erscheinungsdatum
- 12.11.1900
- Sprache
- Deutsch
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-R 263, 12. November I960. Nichtamtlicher Teil. 8823 Julius Rüzsavölgyi starb 186t. Anfang der sechziger Jahre trat Grinzweils Schwager, Johann Nepomuk Dunkl (geboren 1832), der Vater des gegenwärtigen Chefs Norbert Dunkl in die Firma ein. Eine um diese Zeit in Wien gegründete Filiale wurde 1866 wieder ausgegeben. Eine Reihe kleinerer Musikalienhandlungen wurde mit der Firma verschmolzen. 1889 trat Grinzweil vom Geschäft zurück, 1890 starb er. Sein Haupterbe war sein Neffe Norbert Dunkl. Dieser ist 1862 in Wien geboren und kehrte 1866 mit seinen Elter» nach Budapest zurück. Kaufmännisch und militärisch gebildet, übernahm er nach längerem Aufenthalt im Auslande Ende der achtziger Jahre die Leitung der Firma, deren Ansehen er weiter förderte. Eine führende Rolle nahm er bei verschiedenen Sängcrfestcn rc. ein. Sein Verdienst war u. a. die Einführung der populären Konzerte seit 1896. 1898 errichtete er ein Zweig geschäft in Leipzig. Der Verlag umfaßt z Z. 3000 Werke, darunter 2000 der ungarischen Litteratur angehörigc und eine seit 1894 erscheinende ungarische Zeitschrift. — Aus der Statistik des Adreßbuchs sei folgendes hervorgehoben. Im ganzen werden 1923 Firmen in 582 Orten aufgeführt (1406 mit, 517 ohne Kommissionär in Wien, Budapest, Prag), 1696 Firmen betreiben Buchhandel (1406 Sortiments- s90 mehr als 1899s, 355 Antiquar-, 290 reinen Berlagshandel, 729 Kunst- und Landkartenhandel (54 Verlag), 755 Musikalienhandel (44 Verlag), 678 Schreibmaterialienhandel. Es bestehen ferner 319 Leihbiblio theken, 51 Musikalien-Leihanstalten, 6 Annoncenbureaux, 204 Kolportagehandlungen und 41 Eisenbahnbuchhandlungen. — Von verwandten Geschäftszweigen seien nur erwähnt: 1638 Buch druckereien, 484 lithographische Anstalten, 50 Schriftgießereien, 54 xqlographische, 46 chemigraphische Anstalten, 26 Kupferdruckcr, 17 Kupferstecher und Radierer, 110 Papierfabrik-Niederlagen, 69 Be zugsquellen für Buch- und Steindrucker und 36 Lehrmittelhand- lungen. 866 Handlungen verkehren über Leipzig, 790 sind in Wien (durch 60 Kommissionäre), 241 in Budapest (durch 16 Kommissio näre) und 222 in Prag (durch 15 Kommissionäre) vertreten. 75 österreichische, 143 ausländische Firmen lassen ihren Verlag in Leipzig ausliefern. 162 ausländische Firmen überhaupt haben Kommissionäre in Wien. Die Zahl der Handlungen in den Kronländern beträgt: I. Böhmen an 132 Orten 367 (Prag 92) Bukowina an 12 Orten 24 (Czernowitz 7) Dalmatien an 4 Orten 13 (Zara 7) Galizien an 44 Orten 126 (Lemberg 30) Kärnten an 8 Orten 12 (Klagenfurt 5) Krain an 4 Orten 10 (Laibach 6) Küstenland an 6 Orten 31 (Triest 19) Mähren an 39 Orten 103 (Brünn 17) Oesterreich u. d. Enns an 35 Orten 404 (Wien 367) Oesterreich o. d. Enns an 14 Orten 37 (Linz 16) Salzburg an 4 Orten 15 (Salzburg Stadt 1l) Schlesien an 11 Orten 33 (Troppau 9) Steiermark an 21 Orten 64 (Graz 32) Tirol an 19 Orten 57 (Innsbruck 14). II. Ungarn an 203 Orten 577 (Budapest 142) Kroatien an 21 Orten 38 (Agram 7). III. Bosnien an 5 Orten 12 (Sarajewo 7). Ausführliche Angaben, bezw. Verzeichnisse der Vereine, Kom missionäre, eine österreichische Buchhändler-Geographie rc. fehlen auch diesmal nicht. Den Schluß bildet wieder ein nach (15) Sprachen und nach (307) Orten geordnetes Zeitungs-Adreßbuch. Von 2194 Zeitungen erscheinen 1312 in deutscher, 358 in czechischer, 212 in ungarischer, 104 in polnischer, 67 in kroatischer und 141 in anderen Sprachen. Von den Städten behaupten den ersten Rang Wien mit 787, Prag mit 192 und Budapest mit 123 Zeitungen. Kleine Mitteilungen. Zur Besteuerung der Warenhäuser. — Der Vorstand der Schutzgemeinschaft für Handel und Gewerbe zu Leipzig hat infolge eines Ersuchens der Leipziger Gcwerbekammcr ein Gutachten über die Besteuerung der Warenhäuser, Großbazare, Konsumvereine rc. ausgearbeitet, das im wesentlichen folgende Normen aufstellt: An Stelle der Gewinnbesteuerung, die ihrem Wesen nach nur selten den beabsichtigten Zweck erreicht, ist eine Umsatzsteuer cinzuführen, und zwar so, daß die Be steuerung bei einem Umsätze von 200000 ^ mit 1 Pro zent anfängt und sich mit jeden weiteren 100000 um '/,<> Prozent erhöht. Diese Umsatzsteuer darf jedoch nicht etwa von den in den einzelnen Geschäften geführten Warengattungen, sondern muß einzig und allein von dem großkapitalistischen Betriebe des Geschäftes abhängig gemacht werden. Demnach ist auch auf die Besteuerung der Filialgeschäste und der an einem Orte bestehenden Detailgeschäste solcher Personen, die außerhalb wohnen, zuzu- Slkbeuundscchzigsler Jahrgang. kommen, und zwar durch eine zweiprozentige Umsatzsteuer. — Dieses Gutachten fand die Zustimmung der Schutzgemeinschaft. Die Studierenden der Rechte in Deutschland, Oester reich und der Schweiz. — Dem Studium der Rechte lagen, wie der Allgemeinen Ztg. geschrieben wird, im Sommersemester 1900 an 20 reichsdeutschen Universitäten 10232 von 33 680 Studierenden, das sind 30,38 Prozent der Gesamtheit, ob, und zwar in Berlin 1498, Bonn 614, Breslau 482, Erlangen 253, Freiburg 625, Gießen 240, Göttingen 431, Greifswald 198, Halle 415, Heidel berg 561, Jena 2li>, Kiel 256, Königsberg 282, Leipzig 1011, Marburg 371, München 1579, Rostock 95, Straßburg 341, Tübingen 548, Würzburg 213. Die absolut größte Zahl Rechtsstudierender kann demnach München aufweisen; hieran schließen sich Berlin, Leipzig, Freiburg, Bonn, Heidelberg, Tübingen, Breslau, Göttingen, Halle, Marburg, Straßburg, Königsberg, Kiel, Erlangen, Gießen, Jena, Würzburg, Greifswald, Rostock. Bei den meisten (12) Universitäten schwankt die Zahl der Studieren den der Rechte zwischen einem Viertel und einem Drittel der Gesamtfrcquenz, bei vier übersteigt sie das Drittel der Gesamt- frequcnz. Noch viel bedeutender ist der Prozentsatz der Rechts studierenden auf den vier österreichischen Universitäten, Czernowitz (293:365), Graz (832:1366), Prag (546:946) und Wien (2685:4669), an denen insgesamt 4356 von 7346 Studierenden, also 59,30 Prozent der Gesamtheit dem Studium der Rechte obliegen. Ein ganz entgegengesetztes Bild zeigen die Schweizer Universitäten, an denen 740 von 3992 Studierenden, d. h. 18.78 Prozent der Gesamtheit, das Rcchtsstudium treiben. Und zwar weisen die einzelnen Universitäten folgendes Verhältnis auf: Basel (49:484), Bern (188:962), Freiburg (66:319), Genf (148:809), Lausanne (164:569), Neuchätel (24:118) und Zürich (101: 731). Zum Verlagsrecht. — Das heutige Börsenblatt (Nr. 263) enthält als Beilage das Stenogramm der am 26. September 1900 gepflogenen Verhandlungen des Außerorde ntlichen Ausschusses des Vörscnvercins für Urheber- und Verlagsrecht über den Entwurf eines Gesetzes über das Verlagsrecht. Universitäts- und Landesbibliothek in Straß- burg i/E. '— Der Reichsanzeiger giebt die durch Seine Majestät den Kaiser erfolgte Ernennung des Herrn Professors l>r. Julius Euting zum kaiserlichen Direktor der Universitäts- und Landes bibliothek in Straßburg i/E. bekannt. Ausstellungspreis. —Die Verlagsbuchhandlung D. B. Wie mann in Barmen erhielt auf der allgemeinen Ausstellung für Kochkunst, Nahrungs- und Genußmittel in Straßburg i/E. für aus gestellte Bücher ein Diplom zur silbernen Medaille. (Sprechsaal.) Zum Warenhaus-Buchhandel. Berlin, den 9. November 1900. Wir stellten fest, daß von der Firma Hugo Schildberger in Berlin, Flcnsburgerstraßc, Stadtbahnbogen 412, bezogene Werke im Warenhause Hermann Tietz zum Verkauf gelangten. Auf unser Einschreiten hat die Firma Hugo Schildbcrger eine Buße von 300 ^ gezahlt, den vom Börsenvereine vorgcschriebenen Verpflichtungsschein, auf Grund dessen sie sich zu einer Buße für jede weitere Zuwiderhandlung gegen die Satzungen des Börsen vereins verpflichtet, vollzogen und außerdem einen Sicherheits wechsel über 500 bei der Geschäftsstelle des Börsenvereins hinterlegt. Der Vorstand der Vereinigung der Berliner Mitglieder des Börsenvereins. Karl Siegismund, G. Krehenberg, N. L. Prager, G. Küstenmacher. Blindanfnahmen in Antiquarkatalogen. (Vergl. Börsenblatt Nr. 234.) II. Den Herren, die mit mir wegen meiner unter obiger Uebcr- schrift in Nr. 234 des Börsenblattes veröffentlichten Notiz in Ver bindung traten, zeige ich ergebenst an, daß, wie mir Herr vr. Erman, der Direktor der Berliner Universitäts-Bibliothek, mitteilt, that- sächlich eine von diesem stammende Aufforderung an Antiquare, Aufnahmen nicht vorhandener antiquarischer Werke in Katalogen zu unterlassen, im -Centralblatt für Bibliothekswesen» Jahrgang 1898, Seite 86, abgedruckt ist. Berlin I4W. 5. W Junk. 1t77
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