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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.05.1896
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1896-05-22
- Erscheinungsdatum
- 22.05.1896
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- Deutsch
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117, 22 Mai 1896. Nichtamtlicher Teil. 3071 Nichtamtlicher Teil. Verein der deutschen Musikalienhändler in Leipzig. Hauptversammlung am Dienstag, den 5. Mai 1896, nachmittags 3 Uhr im Deutschen Buchhändlerhause zu Leipzig. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des Ver eins der deutschen Musikalienhändler wurde vom Vorsteher Herrn vr. Oskar von Hase mit Begrüßung der auswärtigen und einheimischen Mitglieder eröffnet. An Stelle des durch Krankheit verhinderten Vereins-Anwaltes Herrn Justizrat Dr. jur. H. Melly führte Herr Justizrat Or. jur. Röntsch das Protokoll. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete der Geschäftsbericht des Vorstehers, von dem jedoch der das Ur heberrecht betreffende Teil wegen der notwendigen breiteren Behandlung erst am Schluffe der Tagesordnung seine Stelle fand. An Mitgliedern sind dem Verein im laufenden Vereinsjahre beigetreten 12 ordentliche und 2 außerordent liche Mitglieder, sowie der sächsisch-thüringische Kreisverein. Ausgeschieden sind 6 ordentliche Mitglieder: Edmund Stall durch Tod, 5 andere wegen Geschäftsaufgabe. Der Mit gliederbestand stellt sich somit für die Ostermesse 1896 auf 148 ordentliche Mitglieder, 35 außerordentliche und 12 kor porativ beigetretene Vereine: in Summa 195 Mitglieder gegen 186 im Vorjahre. Die Einzeichnungen in das Vereinsarchiv umfassen 2286 Werke gegen 1870 im vorher gegangenen Jahre. Von den zwanglosen Mitteilungen des Vereins sind 4 Nummern, von Nr. 31 bis 34, erschienen. Eine derselben enthält die Produktions-Statistik des deutschen Musikalienhandels für das Jahr 1894, von Friedrich Hof meister für den Verein der deutschen Musikalienhändler zu sammengestellt. Die Gesamtproduktion betrug 10 814 Werke, von denen 6397 auf Instrumentalmusik, 3986 auf Gesang musik, 431 auf musikalische Schriften u. s. w. sich bezogen. Ferner haben die Mitteilungen über die im vorigen Jahre beschlossene Ausgabe des Musikkatalogs, der die gesammelten Verlagskataloge des deutschen Musikalienhandels, zusammen gestellt vom Verein der deutschen Musikalienhändler, umfaßt, berichtet. Dieser Katalog ist in sechs Bänden zum Netto- Barpreise von 20.— für die Mitglieder des Vereins ausgegeben worden. Weiter war in den Mitteilungen zwecks Durchführung des früher vereinbarten Staffeltarifs für Opern material das Verzeichnis der Theater des deutschen Bühnen vereins nach Klassen und Stimmen abgedruckt worden. Es ist zu berichten, daß der Staffeltarif mehr und mehr zu einer allerseits willkommen geheißenen Grundlage für den Verkehr der deutschen Musikalienverleger und der Bühnen geworden ist. Die Mitteilungen veröffentlichten ferner Jahresberichte über den Musikalienhandel, erstattet für die Handelskammer zu Leipzig und die Handels- und Gewerbekammer in Nieder österreich. Weiter berichtet der Vorsteher über die Sortimenter- lrste des Vereins der deutschen Musikalienhändler, die sich als willkommene Grundlage für die Ordnung im Kreditwesen der Vereinsmitglieder bewährt hat. Am Schluffe wurde über den Briefwechsel des Vereins kurz Mitteilung erstattet. Zu Punkt 2 der Tagesordnung nahm Herr Richard Linnemann das Wort und berichtete über die Rechnungs ablage des Jahres 1895/96. Die Einnahmen betrugen 1769.05, die Ausgaben 1241.58. Durch die Mehr einnahmen von 527.47 und den Bestand vom Vorjahre mit ^ 574.19 wurde ein Bestand von 1101.66 erreicht, von dem 1000.— zum Zeitwerte von ^ 1035.30 ange legt wurden, sodaß ein Barbestand von ^ 66.36 verblieb. Daneben beträgt der Bestand an Wertpapieren 3100.— Nennwert. Der Herr Berichterstatter regt beim Hervorheben der einzelnen Posten an, daß die Sortimenterlisten, von denen 55 Exemplare verkauft worden sind, künftig in vermehrtem Umfange als Versendungslisten benutzt werden möchten, und giebt anheim, bei einem nötig werdenden Supplementbande für den Musikkatalog des deutschen Musikalienhandels den Preis so zu setzen, daß zwar kein Schaden, aber doch kein besonderer Vorteil aus dieser Unternehmung für den Verein erwachse. Die Rechnung mit Büchern und Belegen, die von den Herren vr. Max Abraham und Richard Linnemann ge prüft worden sind, wird zur Einsichtnahme auf dem Tische ausgelegt. Die Versammlung beschließt einstimmig die Ent lastung des Vorstandes. Von einer Besprechung der Ordnung des Restbuch handels wird abgesehen, da an der Kantateversammlung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler die Angelegen heit für den Buchhandel um ein Jahr vertagt worden ist. lieber die Einführung der Rabattbestimmungen für den Musikalienhandel in den Kreisen des deutschen Buchhan dels giebt ein in der Versammlung vorgetragenes Schreiben des Börsenvereins Kunde, das in den »Mitteilungen« abge druckt werden soll. (Siehe Anlage ^.) Nach demselben ist die Durchführung der Rabattbestimmungen über den Verkauf von Musikalien in erfreulicher Weise im Vorschreiten begriffen. Der völligen Durchführung würde man noch näher gerückt sein, wenn nicht eine Anzahl von Kreis- und Ortsvereinen des deutschen Buchhandels, da bei ihnen Rabattbestimmungen einen integrierenden Bestandteil ihrer Satzungen ausmachen, eine derartige Satzungsänderung bis dahin hätten verschieben wollen, daß zugleich die Bestimmungen über die geplante Ordnung des Restbuchhandels darin Aufnahme finden. Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler hat im ver gangenen Jahre zum erstenmale auf Grund der Bestimmungen des Musikalienhändlervereins wegen Verfehlungen gegen die Rabattbestimmungen Maßregeln ergriffen, die bei einem Bör- senvereinsmitgliede zum Ausschluß geführt haben würden. »Die Rabattbestimmungen des Vereins der österreich ungarischen Buchhändler in Wien dem Publikum gegenüber beim Verkauf von Musikalien« haben sich den entsprechenden Bestimmungen des Vereins der deutschen Musikalienhändler eng angeschlossen, so daß auch in dieser Beziehung ein erfreu liches Zusammengehen zu begrüßen ist. Der Antrag des Ausschusses auf Interpretation der Schlußbestimmungen unter Punkt 3 der Rabattbestimmuugen des Vereins der deutschen Musikalienhändler gelangte zu ein gehender Besprechung, an der sich namentlich die Herren Her mann Lau aus Danzig, Adolf Robitschek aus Wien, sowie die Herren Richard Linnemann, Martin Sander, Fritz Schuberth, Wilhelm Dietrich, beteiligten; er geht darauf aus, zu regeln, was man unter größeren Partieen eines Werkes, bei denen Ausnahmefälle gestattet sind, versteht, damit für die Beurteilung seitens der Verleger und Händler, sowie für den geschästsführenden Ausschuß .eine Norm ge boten werde. Der in Rede stehende Absatz der Rabattbestim mungen lautet: »Diese angeführten Rabattsätze sollen die äußerste Grenze bezeichnen, bis zu welcher gegangen werden darf, jedoch ist es Verlegern und Sortimentern in Ausnahme fällen gestattet, größere Partieen eines Werkes an Behörden, Institute, Gesellschaften und dergleichen zu besonders er mäßigten Preisen zu liefern.« Die Versammlung beschloß hieraus gemäß dem Anträge des Ausschusses die folgende Interpretation: »Bei ausnahmsweisen Lieferungen ist als größere Partie anzusehen die gleichzeitige Lieferung 1. für Chor- 419-
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