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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.05.1886
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1886-05-28
- Erscheinungsdatum
- 28.05.1886
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
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ist, was vor mehr als vierzig Jahren unter allgemeinen: Beifall abgeschafft worden ist. Wer so lange zurückdenken kann, wird sich erinnern, daß die Abschaffung der früheren Freigabe in Bezug auf die Einrichtung der Inserate als eine Erlösung von einem schweren Druck empfunden wurde. Ich bin fest überzeugt, es wird, wenn die Meinung durchgeht, daß man die Einrichtung erst einige Zeit soll bestehen lassen, bevor man ein Urteil darüber fällt, die Stimmung für Rückkehr zu der früheren Einrichtung eine so allgemeine werden, wie die, welche in den vierziger Jahren sich zeigte, daß man die Erlösung wieder eben so stark empfindet. Ich kann bestätigen, daß Erscheinungen, wie sie damals zur Abschaffung der früheren Einrichtung drängten, bis jetzt sich noch nicht in erheblichem Maße gezeigt haben; wir haben eine Breitmachuug der Inserate mit riesigen Buchstaben rc. bis jetzt noch nicht zu verzeichnen. Immerhin wird die Einrichtung von sehr vielen Kollegen als die Übersicht erschwerend empfunden. Es bedarf das keines näheren Beweises. Im Börsenblatt haben wir allerdings Ansichten gehört, daß die Über sichtlichkeit gewonnen hätte. Da steht aber Ansicht gegen Ansicht, und es wird Sache der Erfahrung sein, diejenigen Herren, die bis jetzt die Übersichtlichkeit als gefördert betrachten, zu der Ansicht gelangen zu sehen, daß die Übersichtlichkeit keineswegs ge wonnen hat. Ich mache auf einen Umstand aufmerksam, daß vielfach die Inserate über künftig erscheinende Bücher in die Offerten mit hinüberspielen und vieles andere. Ich enthalte mich, einen Antrag zu stellen, weil ich die Überzeugung habe, daß diejenigen, welche die Appellation angefangen haben, einen solchen Antrag stellen sollen. Aber ich kann nicht umhin, im Namen der vielen, welche diese Einrichtung als etwas Ungünstiges und Unzweckmäßiges betrachten, hier das Wort zu nehmen und mein Bedauern über die Einrichtung auszusprechen. (Einzelne Bravos.) Herr Hermann Haessel-Leipzig: Ich bin erfreut über das, was Herr Ackermann ausgesprochen hat, und will bestätigen, daß er mit dieser Ansicht nicht allein steht. Vor 40 Jahren war die Weisheit bei uns dahin gediehen, daß wir diese Einrichtung des Börsenblattes, daß jeder frei und groß drucken .konnte, wie er wollte, abschafften. Ich halte diese Einrichtung für keine vorteilhafte. Vorsitzender: Meine Herren! Ich glaube, die Debatte über diesen Punkt ist verfrüht. Der Vorstand steht auf dem Standpunkt, daß, wenn die Prophezeiung des Herrn Ackermann eintritt, respektive wenn die Majorität im Laufe der Zeit gegen diese Einrichtung sich ausspricht, wir sie wieder fallen lassen werden. Wir haben ganz loyal erklärt: wir wollen abwartcn, wie die neue Einrichtung sich bewährt. Erweist sie Pch als schlecht, so werden wir die ersten sein, die Schritte zu deren Zurück ziehung thun. (Lebhafte Zustimmung.) Wünscht noch jemand das Wort zum Geschäftsbericht zu nehmen? — Es scheint nicht der Fall zu sein. Wir gehen zu Punkt II der Tagesordnung über, zum Bericht des Rechnungsausschusses über die Rechnung l 885/86. Ich erteile dem Vorsitzenden des Rechnungsausschusses, Herrn Hoefer, das Wort. Herr Hermann Hoefer-Berlin, Vorsitzender des Rechnungsausschusses: Meine Herren! Der Bericht des Rechnungs ausschusses ist in diesem Jahre durch ein Versehen der Druckerei leider um einige Tage später als es möglich und meine Absicht war, im Börsenblatt zum Abdruck gekommen. Ich hoffe aber, daß er Ihnen noch rechtzeitig zugegangen ist, um den Inhalt genügend prüfen zu können. Sie werden mit dem Rechnungsausschnß der Ansicht sein, daß wir den Abschluß des Rechnungsjahres 1885/86 wieder alF einen in hohem Grade befriedigenden zu bezeichnen haben. Besondre Mitteilungen habe ich an den Kassenbericht nicht zu knüpfen, ich kann mich daher auf einige Bemerkungen und Vergleiche bei den einzelnen Positionen beschränken. Das Beitrags- und Aufnahmegebühren-Konto hat auch im vorigen Jahre seine steigende Tendenz gewahrt. Wenn der Überschuß gegen das Vorjahr auch nur 96 betragen hat, so ist es immerhin eine Steigerung, über welche wir uns freuen müssen, da sie eine Zunahme unserer Mitgliederzahl bedeutet. Eine viel größere Steigerung hat das Börsenblatt-Konto und zwar mit 5034 ^ gegen das Vorjahr anfzuweiseu. Wie der Bericht Ihnen bereits gesagt hat, ist diese Steigerung hauptsächlich durch die Freigebung des Druckes der Inserate erzielt worden. Ich werde mir erlauben, nachher noch auf einige Punkte beim Börsenblatt zurückzukommen. Abzüglich der kleinen Ausgaben ist bei diesen beiden Konten — dem Beitrags- und Aufnahmegebühren-Konto und dem Börsenblatt-Konto — der Voranschlag bedeutend überschritten worden und zwar beim ersteren um 1016, beim Börsenblatt um 10 513 Wir haben aus Vorsicht natürlich geringere Summen im Voranschlag annehmen müssen und können nur zufrieden sein, wenn er in dieser Weise überschritten wird. Die nächsten Konten, Publikationen-Konto, Geschichte des Buchhandels-Konto und Gewinn- und Verlustkonto, kann ich zusammenfassen, da sie verschiedene Verlagsarlikel des Börsenvereins enthalten. Ich muß daran die Bemerkung knüpfen, daß der Rechnungsausschuß in seiner Sitzung der Ansicht gewesen ist, daß es übersichtlicher sein wird, wenn in Zukunst alle Vertags- artikel auf einem Konto erscheinen möchten. Es ist nicht möglich, daß ein Nichteingeweihter wissen kann, daß der Betrag im Gewinn- und Verlustkonto den Absatz alter Vcrlagsartikel des Börsenvereins betrifft; es wird also die Übersicht sehr erleichtern, wenn in Zukunst dem Wunsche des Rechnungsausschusses gemäß diese drei Konteu als ein Verlagsartikelkonto des Börscnvereins geführt werden. Das Bibliothek-Wert-Konto, das Bibliothek-Katalog-Konto können bei den Ausgaben berücksichtigt werden. Das Staatspapier- und Aktien-Konto enthält die im vorigen Jahre ansgelosten Papiere. Das Zinsen- und Agio-Konto ist hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Wenn auch die Steigerung der Ein nahmen inkl. der Zinsen für die Brockhausstiftung gegen das Vorjahr 355 ^ betragen hat, so ist doch das betreffende Konto hinter unserem Voranschlag um 385 ^ zurückgeblieben. Das hat seine Ursache in der Konvertierung verschiedener Papiere, und diese Zinsherabsetzung müssen wir bedauern, haben sie aber nicht voraussehen können. Das Konto des Verwaltungsansschusses ist im Anschluß an meine vorjährigen Mitteilungen diesmal getrennt hier zur Aufstellung gebracht. Sie sehen zunächst die Einnahmen für den Ausstellungs-Katalog mit 4527 ^ und die Ausgaben dafür mit 5925 ^ anfgeführt Die Differenz, die ea. 1400 ^ beträgt, ist die Mehrausgabe, die für den Katalog entstanden ist. Sie haben im vorigen Jahre im Voranschlag hierfür 1200 bewilligt; derselbe :st um 198 ^ überschritten worden,
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