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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1923-06-11
- Erscheinungsdatum
- 11.06.1923
- Sprache
- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1923
- Monat1923-06
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- Börsenblatt für den deutschen Buchhandel
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Redaktioneller Teil. - Sprechsaal. ^ 133, 11. Juni IM. ZKizar-Acticn-Gcsellschaft in Berlin. — Die außerordentliche Generalversammlung der Gesellschaft vom 3. Mai 1923 hat die Er höhung des Grundkapitals um 2 550 OVO Mark auf 5 100 000 Mark durch Ausgabe von 2125 über je l2vv Mark und auf den Inhaber lautenden Aktien, die für das Geschäftsjahr 1923/24 voll gewinn- berechtigt sind und auch im übrigen -den bisher als Gcnußscheine be- zcichuctcn Aktien gleichstehen, beschlossen. Im § 6 der ursprünglichen Satzung vom 25. Oktober 1871 ist be stimmt, daß bei einer Erhöhung des Aktienkapitals die ersten Aktien- zcichner, bzw. deren Rechtsnachfolger nach Verhältnis ihrer Zeichnungen die eine Hälfte der auözugebeuden Aktien zum Nennwert zu über nehmen berechtigt sind. Dieses Recht muß binnen einer vom Aussichts rat auf mindestens vier Wochen zu bestimmenden Präklusivfrist aus- geübt werden, widrigenfalls cs erlischt. Bei etwaigen Terl- bcrcchtigungen hat der Aussichtsrat den AusgleichSmodus fcstzusetzen. Die Gesellschaft fordert im Einvernehmen mit ihrem Aufsichtsrat die ersten Aktienzeichner, bzw. deren Rechtsnachfolger auf, soweit sie aus dem vorerwähnten 8 6 der ursprünglichen Satzung Rechte hcrleiten, diese bei Vermeidung des Ausschlusses bis zum 2. Juli 1923 ein schließlich bei der Direktion der Disconto-Gesellschaft zu Berlin oder bei dem Banlhause Georg Fromberg L Co., Berlin, unter gleichzeitigem Nachweis ihrer Rechte geltend zu machen. Vricfmarkcnausstcllung in Wien. — Vom 1.—9. September findet im Wiener Dorotheum eine internationale Postwertzeichenausstellung statt, die bedeutende Sammlungen aufweiscn wird, insbesondere die bedeutendste Markensammlung englischer Kolonien von Jenny und die berühmte Sammlung des verstorbenen Kommerzialrats Johannes Elster-Berlin. Goldene und silberne Medaillen werden für die Prämi ierung vorbereitet. Bundespräsidcnt Hainisch steht an der Spitze des Ehrenkomitccs. Kultur,uorphologische Tagung in Münäien. — Am 30. Juni-d. I. findet in München die erste K u l t u r m o r p h o l o g i s che Ta gung statt. Die Tagung soll einen allgemeinen Überblick über die neue, für Wissenschaft, Wirtschaft und Staat gleich bedeutsame Wis senschaft der K u l t u r m o r p h o l o g-i e geben und weitere Mög- lick-keiten für die allscitige Fruchtbarmachung ihrer verschiedenartigen Inhalte liefern. Äußerer Anlaß der Veranstaltung ist die fünfund zwanzigmalige Jährung des Tages, au dem die Grundlage dieser jüngsten aller Wissenschaften, die Kulturkreislehre, von ihrem Entdecker, dem Kulturforscher Leo Frobeuius, der Öffentlich,kcit übergeben wurde. Vertreter der Wissenschaft und Kunst, der Wirtschaft und Politik, Deutsche und Ausländer werden sich an diesem Tage in München zu- sammeufinden, um in Referaten und Aussprachen die verschieden artigen Anregungen, die sie im Laufe eines Vicrteljahrhuuderts von der Kulturkreislchre erhielten, zusammenzufafseu, zu erweitern und wenn möglich in ein gemeinsames Arbeitsprogramm für die Zukunst überzuleitcn. LMlMi. Die „Deutsche Presse" Pressedienst „Das Buch" (Vgl. Bbl. Nr. 233 f1922j, 76, 123, 126.) Die Ausführungen, die vr. Bergemauu hier veröffentlichte, können keinen Fortschritt bedeuten. Sie wären im Herbst vergangenen Jahres am Platze gewesen, als ich (im Bbl. Nr. 233 vom 5. Oktober 1922) sehr warm dafür eintrat, daß die Vevlcger für ihre Zwecke das Organ des Neichsverbaudes der deutschen Presse — die »Deutsche Presse« — benutzen sollten. Inzwischen aber hat die Aussprache im Börsen blatt viele neue Gesichtspunkte gebracht, die einer gründlicheren Be achtung wert wären. Ich kann mich heute nur auf die sachlichen Klarstellungen au sich beschränken und verweise im übrigen auf meine vcrschiedent- lichen Börsenblattartikcl, insbesondere auf den hier am 31. März 1923 erschienenen. 1. Ter von Or. Bergemauu gar nicht berührte Hauptgedanke der Pressckorrespondenz »Das Buch« ist der, die Zusammenarbeit zwi schen Buchhandel und Presse auf dem Gebiete des bleibenden Schrift tums zu fördern, um dadurch der weiteren Abkehr des Publikums vom Büchermarkt vorzubcugen. 2. Der Pressedienst steht noch völlig im Anfangsstadium. Die Vermittlung von Bcsprcchnngsstücken ist ent (wenn auch unbedingt notwendiges) Beistück. Er soll in erster Linie der Presse und damit dem Publikum Nachrichten übermitteln, die geeignet sind, die Liebe zum Brocke zu fördern, die Preispolitik zu klären und über die kulturellen Aufgaben und Erfolge des deutschen Buchhandels zu unterrichten. Ob der Pressedienst dieses Ziel erreichen wird, hängt von dem Interesse ab, das der Verlagsbuchhandel ihm entgegenbringt, ö. h. in welchem Umfange er ihn benutzt. 3. Der Pressedienst wird nicht »abonniert«, er geht zurzeit rund 800 Redaktionen und Kritikern als Dauerüberweisung durch das Post zeitungsamt kostenlos zu. Diese Redaktionen und Kritiker sind sorgfältig ausgewählt. Die Auswahl ist nach dem Propagandagesichts- punkte getroffen worden, es finden sich nicht nur die sogenannten »be kannten« Blätter darunter; in erster Linie ist der Wirkungskreis berücksichtigt worden, d. h. der Einfluß, den das betreffende Blatt in seinem Kreise hat (z. B. auch Gewerkschaftsblätter, Zeitschriften großer Verbände, Organe der Stndentenschaft, der Lehrer, der Pfarrer usw., auch Zeitungen, die zwar in politischer Bedeutung »zweiten Ranges« sind, durch ihr Verbreitungsgebiet oder die redaktionelle Führung aber ein interessiertes Publikum hinter sich haben). 4. Der Pressedienst ist kein Gcschäftsunternehmcu, er will nichts verdienen, aber auch nichts zusetzcn, er dient ideellen Zwecken, und ich betrachte cs als kulturelle Aufbauarbeit an unserm Vaterlaudc, wenn ich ihn ins Leben rief. Ich habe die Arbeit übernommen, obwohl ich wahrlich genug anderes zu tun habe, weil diese Lücke endlich ge schlossen werden muß und es besser ist, zu handeln, und der Versuch schlägt fehl — als nur zu raten und nicht zu handeln. 5. Die »Bezahlung« in Werten, d. h. Freiaufnahme gegen Über sendung eines Freistücks, ist durchaus angebracht. Eine andere Ver rechnungsart würde den Betrieb des Pressedienstes erhedlich verteuern. Die Aufnahme findet von Werken mit der Or. 1,5 an statt. Ein Werk mit der Or. 1,5 kostet dem Verleger in der Herstellung vielleicht OL. 0,50, der Pressedienst gibt ihm hierfür 4—5 Zeilen, trägt die Herstellungs-, VcrwaltuugS-, Postversandspescu der Gesamtkorrcspon- deuz; ich glaube kaum, daß ein Inserat billiger sein kann. Senkung der Aufnahmegrundzahl hätte Überangebot, damit Unübersichtlichkeit und schließlich (bei der Redaktion) geringere Beachtung zur Folge Herstellungs- und Versandkosten der Korrespondenz steigern sich im Verhältnis der Schlüsselzahl des Börsenvereins. Teure Bücher wer den im Pressedienst — entsprechend ihrem materiellen Werte — aus führlicher zitiert. »Mehrbändige Werke« wird man überhaupt nicht in größerem Umfange zur Besprechung anbietcn; hier kann nur indi viduelle Fühlungnahme des Verlegers mit den Redaktionen helfen. Durch den Pressedienst aber kann in -der Rubrik »Literarische Vor- uotizcn« auf sie hiugewiesen werden, Aufnahme zum Zcilenpreisc von Or. 0,20 X Schlüsselzahl. I» gleicher Weise und mit gleicher Be rechnung können Verleger die Übersendung eines BesprcchungsstückeS au die Zeitungsaedaktionen von dem Vorabdruck einer Vornotiz ab hängig machen; sie können auch doppelt verfahren: 1. Aufnahme im Verzeichnis der zur Besprechung bercitstehendeu Werke, 2. Vor notiz (beides mit gegenseitigem Hinweis). Gerade literarischen Vor- notizeu, für die es die verschiedensten Formen gibt — z. B. auch aus- zugsweiser Abdruck aus Neuerscheinungen mit Quellenangabe, kleine. Feuilletons von 10—20 Zeilen, in denen das Buch nebensächlich er wähnt wird —, sollten die Verleger besonderes Augenmerk widmen; in geschickter, interessanter Aufmachung werden sie von vielen Blät tern gern veröffentlicht werden. Berlin W. 50, Geisbergstraße 2. Otto N i c b i ck e. An die Herren Verleger! Ich glaube wohl im Interesse vieler Sortimenter zu Handel», wenn ich mich mit der Bitte au den Verlag wende, bei Büchern und Zeit schriften, -die noch von der Vorkriegszeit stammen und die sauber auf- gedruckte Preise tragen, diese durch Überdruck oder Ü berklebeu unkenntlich zu machen. Es gibt heute noch dumme Leute genug, die glauben, wenn auf einem Buche: Preis Mk. 3.— oder auf einer Wegckarte vom Jahre 1921 Preis Mk. 20.— steht, diese noch zum vermerkten Preise zu erhalten. Um Mißstimmigkeiten und Arger dem Publikum gegenüber zu vermeiden, das doch bei der heute ohnehin gereizten Haltung der Teuerung wegen gleich mit dem Wuchcr- gericht droht, bitte ich die Herren Verleger, dem Übclstande abzu- helfeu, um dem Sortiment, dessen Stand heute nicht leicht ist, ihn nicht noch, zu erschweren. Görlitz, den 2. Juni 1923. Karl Olbrich, Buchhändler. ' 608
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