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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.12.1881
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1881-12-28
- Erscheinungsdatum
- 28.12.1881
- Sprache
- Deutsch
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5906 Nichtamtlicher Theil, 2S9, 28. December. Allerdings in anderer Sprache, aber gerade in einer Sprache, in einer Form, wie sie den Lesern unseres Landes viel bequemer ist! Sollten wirtlich die erschienenen Uebersetzungen von Hamerling und Ebers den Originalverlegern in Deutschland weniger Schaden thun, als meine deutsche» Nachdrucks ^Ausgaben? Sollten unsere Ueber- setzungen nicht von Bielen gekauft werden, welche die Original ausgaben anschaffen würden, wenn keine Uebersetzungen existirten? (sie!) Hat etwa der deutsche Verleger der deutschen Uebersepung meiner kostbaren Werke von Prosessor Harting, die srüher in Deutschland viel gekauft wurden, durch diese mir nicht größcrn Schaden zngesügt, als durch Veranstaltung eines einsachen Nachdruckes geschehen sein würde? (Wie schlau! Uebrigens ein sublimer Gedanke, in Deutschland Bücher in holländischer Sprache nachzndrncken!) des Jnhafts? ch f ^ d^S^ ^ ^ der^G . . . Die kräftige Unterstützung, welche der von mir ange- kündigten (Nachdrucks-) Ausgabe schon jetzt zutheil wird, der tägliche Absatz meiner Ausgaben von Heine und Hamerling l»io!) sind für mich genügende Beweise, daß keineswegs alle College» über mich den Stab brechen. Solange ich denn auch nicht eines Bessern belehrt werde, halte ich meinen Plan ausrecht und werde mich durch keinerlei künstlich aus geschraubte Marktschreiereien beirren lassen. Einer ferner,, Polemik wünsche ich mich übrigens zu enthalten, und will meinen mich an- greisenden College» nur noch entgegnen: Der Hehler ist so gut wie der Stehler! Soweit der ehrenwerthe Hr. Campagne. Es kann uns nur lieb sein, auch einmal aus den Nieder landen selbst eine Bestätigung der Grundsätze zu hören, die in Deutschlaudwicderholtaufgestellt, bis dahin aberinden Niederlanden immer zurückgewiesen sind. Wir werden dieses Zugeständniß im deutschen Interesse zu verwerthen uns bemühen. Otto Mühlbrecht. Etwas über und für Herrn Peter Hobbing. Aus Nr. 2S2 des Börsenblattes erfahren die Leser desselben u. a., daß Hr. Peter Hobbing es gerner sähe, wenn das schöne Papier des Volckmar'schen Weihnachtskatalogs „in entsprechendem Maße" aus würdigereBücher, die „solcher sorgfältigen Behandlung" seitens ihrer Väter entbehren, „angewandt" würde. Außerdem erhalten sie die interessante Mittheilung, daß Hr. Hobbing das schöne Papier „thatsächlich" bedauert, weil es mit Bücher anzeigen re. vollgedruckt ist. Diesen stilistischen Leistungen gegen über wird es mir wohl Niemand verübeln, wenn ich den kostbaren Raum des Börsenblattes in Anspruch nehme, um meinerseits die Druckerschwärze „thatsächlich" zu bedauern, die auf den Artikel des Hrn. Hobbing „angewandt" wurde. Da nun die Befürchtung nicht ungegründet ist, daß der Nimbus, der einen ständigen Mitarbeiter des Börsenblattes um gibt, dem Urtheile desselben bei einzelnen Lesern eine besondere Bedeutung verleiht, so glaube ich nichts Ueberslüssiges zu thun, wenn ich aus die Kritik, die Hr. Hobbing meinen! Weihnachts kataloge mit der Censur Nr. 3 angedeihen läßt, mit ein Paar Worten eingehe. Hr. Hobbing findet den systematischen Theil — soll heißen „das systematische Berzeichniß empfehlenswerther Werke" — ungenügend und lückenhaft und begründet dieses Artheil erstens mit der Thatsache, daß unter der Rubrik „Biographien" von S im literarischen Jahresberichte besprochenen Werken nur eins ausgenommen ist, und zweitens mit dem Umstande, daß in zwei anderen Weihnachtskatalogen 115 resp. 68 Titel mehr unter der besagten Rubrik verzeichnet sind. Dem gegenüber habe ich zunächst zu bemerken, daß das „syste matische Berzeichniß" in meiner Publication eine durchaus sekundäre Rolle spielt, wie schon aus den räumlichen Verhält nissen hervorgcht, insofern es ca. 17 Spalten gegenüber den 71 Spalten des Jahresberichts einnimmt; ferner aber, daß die ursprünglich von dem jetzigen Oberbibliothekar der Stadt Leipzig, vr. G. Wustmann, zusammengestellte, später durch Nachträge er gänzte Auswahl mit voller, zweckbewußter Absicht eine „beschränkte" sein sollte, und zwar aus dem Grunde, weil es sich nicht um ein bibliographisches Hilfsmittel im Sinne der Fachkataloge handelte, sondern um eine möglichst bequeme Uebersicht über die besseren und besten Erscheinungen der Literatur, soweit sie für die Bedürfnisse einer Haus- und Familienbibliothek i» Frage kommt. Ob sich nun bei der getroffenen Wahl in der Beschränkung der Meister gezeigt hat, ist eine Frage, über die sich streiten läßt, die aber Hr. Hobbing ebenso wenig aufwirft wie den Zweisel an der Zweckmäßigkeit des „bibliographischen Systems", das bei der Zusammenstellung der Titel beobachtet wurde. Ein Urtheil über das letztere dürste Hrn. Hobbing auch kaum zustehen, da er bei Biographien die Ord nung nach dem Alphabete der biographirten (sit vsni» vvrbo) Per sonen für besonders angemessen findet. Wenn von Hrn. Hobbing zum Schluß noch die kleine Druckschrift bemängelt wird, so erlaube ich mir zu bemerken, daß Brillengläser für schwache Augen aller Orten leicht zu haben sind. Leipzig, den 20. December 1881. E. A. Seemann. Misrellcn. Nachdem von derTauchnitz'schen„OoIIsatiou okLritisk Lutbors" im Jahre 1842 der 1. Band mit „kslbg.ni, b^ Uäv. Lulvsr" erschienen ist, gelangte in diesen Tagen nun der mit einer gewissen Spannung erwartete 2000. Band mit einem sehr interessanten Werke von Henry Morleh: „0k Lngtisb litsruturs tu tbs rsign ok Victoria. IV:tb g jZgnos gt tbs pgst" zur Ausgabe. Diesem Jubelbande finden sich die photographisch facsimilirten Namenszüge von beinahe sämmtlichen (173) in der Daucbnitr Lcki- tion vertretenen Autoren vorangestellt; außerdem aber bringt der Hr. Verleger in einem Vorwort noch pietätvoll das tiefste und leb hafteste Bedürsniß seines Herzens zum öffentlichen Ausdruck, bei der Herausgabe des 2000. Bandes von seiner Oolisotion Gott da- sür zu danken, daß es ihm vergönnt war, sein Unternehmen den langen Zeitraum von vierzig Jahren hindurchzuführen. Möge die Hoffnung desselben, daß die Luncbnite Lckition im alten Geiste ihren Gang fortsetzen und auch fernerhin ihre Mission erfüllen werde, die Liebe zur englischen Literatur außerhalb Englands und dessen Colonien zu verbreiten und zu fördern, ihre glücklichste Er füllung finden! Das „Magazin für die Literatur des In- und Aus landes" (Verlag von W. Friedrich in Leipzig, Herausgeber vr. Eduard Engel in Berlin) seiert zu Ende dieses Jahres den Ablaus des ersten Halbjahrhunderts seines Bestehens. Es ist jetzt übrigens das osfizielle Organ des Allgemeinen Deutschen Schrist- stellerverbandes. Die am 24. December erscheinende Nr. 52 schließt den 100. Band dieser 1832 begründeten deutschen Wochen schrift ab. Die erste Nummer des zweiten Halbjahrhunderts er scheint am 1. Januar 1882. Die neue deutsche Rechtschreibung, an der die überwie gende Mehrheit der Nation bisher wenig Gefallen findet, setzt sich selbst bei den staatlichen Verwaltungsorganen nur sehr langsam und schrittweise durch. Der preuß. Kriegsminister hat, wie die Köln. Ztg. berichtet, erst kürzlich bestimmt, daß die Einführung der Puttkamer'- schen Rechtschreibung bei den Unteroffizierschulen ersolgen soll, jedoch ohne besondere Beschleunigung, durchaus allmählich. Da gegen soll es in der Militärverwaltung, sowie bei dem Unterricht in den Regimentern, ja selbst im Cadettencorps bei der bisherigen Schreibweise sein Bewenden behalten.
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