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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.08.1882
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1882-08-23
- Erscheinungsdatum
- 23.08.1882
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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täglich.^- BiS^früh S Uh/ rin- Börse»»«»« für den Beitrüge Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. Eiftenthum des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. ^5 195. Leipzig, Mittwoch de» 23. August. 1882. Nichtamtlicher Theil. Protokoll der 3t. Generalversammlung des Schweizerischen Buchhändlervereins in Zürich am 17. Juli 1882. Anwesend resp. vertreten waren folgende Firmen: I. I. Bäschlin in Glarus, M. Bernheim in Basel, Bleuler- Hausheer L Co., Verlag in Winterthur, Bleuler-Hausheer L Co., Sortiment in Winterthur, Brodtmann'sche Buchhand lung in Schasshausen, Buchhandlung der evang. Gesell schaft in St. Gallen, David Bürkli in Zürich, I. I. Christen in Aarau, I. I. Christen in Thun, Dalp'sche Buchhandlung in Bern, Dopst der evangelischen Gesellschaft in Zürich, C. Det- loss in Basel, Doleschal's Buchhandlung in Luzern, C. M. Ebell in Zürich, H. Georg in Basel, B. F. Haller in Bern, Hitz'sche Buchhandlung in Chur, I. I. Hofer in Zürich, S. Höhr in Zürich, Ad. Holzmann in Zürich, I. Huber in Frauenfeld, Huber L Co. in Bern, Huber L Co. in St. Gallen, Jenui's Buchhandlung in Bern, L. Jent's Sortiment in Solothurn, (vertreten durch Herrn Rich, Vater), Jent L Reinert, Verlag in Bern, Jent L Reinert, Sortiment in Bern, R. Kaufmann jun. in Baden, Kellenberger'sche Buchhandlung in Chur, Heinrich Keller in Zürich, A. I. Koppel in St. Gallen, R. Kraut-Boßhart in Zürich, E. Kuhn in Biel, Meyer L Zeller in Zürich, Ehr. Meyri's Buchhandlung in Basel, Orcll, Füßli L Co. in Zürich, C. F. Prell in Luzern, A. Rüegg in Wädensweil, I. Sandoz in Gens (vertreten durch Herr» Burkhardt), Caesar Schmidt in Zürich, C. Schoch in Schaffhausen, Friedrich Schultheß in Zürich, Fr. Schultheß (W. Anderwert) in Zug, Benno Schwabe in Basel, I. I. Ulrich in Zürich, Wurster L Co. in Zürich. I. Herr F. Schultheß in Zürich als Präsident eröffnet die Versammlung mit einem kurzen Jahresbericht und gedenkt zuerst der verstorbenen Vereinsmitglieder, au deren Spitze des um den Schweizerischen Buchhändlerverein hochverdienten Herrn G. F. A. Fehr, Firma Huber L Co., in St. Gallen, welcher schon im Jahr 1848 den Verein mitgründen half und seither seine reiche Ersahrung dem Verein, dessen Vorstandsmitglied der Ver ewigte immer und dessen Präsident er so oft war, angedeihen ließ. Georg Friedrich August Fehr wurde 1812 in St. Gallen geboren. Neben einem älteren Bruder und zwei Schwestern hcran- wachsend, durchlief der wohlbegabte Knabe die öffentlichen Schulen, inbegriffen das Gymnasium (Gelehrten-Collegium genannt) seiner Vaterstadt. Seine Neigung wandte sich dem Studium der Theo logie zu, aber dem Wunsche seines Vaters folgend, trat er Ostern 1829 mit Selbstverleugnung als Lehrling ins väterliche Geschäft, in den Buchhandel ein, setzte die Lehrzeit fort und beendigte dieselbe in der Buchhandlung seines nachherigen Schwagers Körber (Huber Situnundvierzigster Jahrgang. L Co.) in Bern von 1831 —1834. Im Frühjahr 1834 verließ der strebsame und aufgeweckte junge Mann als angehender Ge hilfe Bern, um eine Stelle bei Perthes (Perthes - Bester L Mauke) in Hamburg anzutreten. Dort unter dem trefflichen Chef und in dem lebhaften Geschäfte, im Verkehr mit liebenswürdigen College» und Altersgenossen, brachte der Verstorbene drei schöne Jahre — er nannte sie selbst das goldene Zeitalter — zu. Im Jahre 1837 erfolgte seine Rückkehr nach der Schweiz und nach seiner Vaterstadt St. Gallen, wobei er eine Reihe größerer deutscher Städte zu besuchen Gelegenheit fand. Dort angelangt, erwartete ihn im väterlichen Geschäfte, das einer eingreifenden Reorganisation in hohem Grade bedürftig war, eine Aufgabe, welche seine volle Kraft, seine ganze Energie und seinen mit größtem Ordnungssinn gepaarten Fleiß Jahre hindurch in außerordentlichem Maße in Anspruch nahm. Es begann damit, wie Fehr sich in seinem Tage buch selber ausspricht, seine Lebensaufgabe; und diese hat er unter Gottes Segen und in festem Glauben an dessen Beistand in schöner Weise gelöst; davon legt unter anderm der blühende Stand des Geschäftes zur Stunde seines Hinscheidens ein sprechendes Zeugniß ab. 1841 gründete sich Fehr seinen im Lause der Jahre mit zahl reichen Kindern gesegneten Hausstand, indem er sich mit der Tochter einer angesehenen St. Galler Familie verehelichte. Neben seiner unermüdlichen Thätigkeit im Berufe bekleidete Fehr verschiedene städtische Aemter in Kirche und Schule mit der ihm eigenen uner- schütterllichen Geradheit und großer Gewissenhaftigkeit, von seinen Mitbürgern, die dann und wann den unbeugsamen, alles Oberfläch liche hassenden, festen Charakter etwas unbequem fanden, seiner Redlichkeit und Parteilosigkeit halber doch allgemein hochgeschätzt und geachtet. Sein Lebensabend wurde ihm durch die Verehelichung zweier hoffnungsvoller Söhne und das Aufblühen mehrerer Enkel verschönert. Der ältere Sohn, Eugen, welcher schon früher ins väter liche Geschäft getreten war, übernahm im Jahr 1879 das Sorti ment, währenddem der Vater sich die Leitung des Verlages vorbe- hiclt. Anno 1875 erlitt Fehr's Gesundheit den ersten Stoß; eine nervöse Abspannung und fortwährende Heiserkeit mahnten ihn an die Hinfälligkeit des Menschen. Mehr oder weniger leidend sahen wir unfern dahingeschiedenen College» wiederholt an unfern Ver sammlungen theilnehmen und ausharren auf dem ihm anvertrauten Posten an der Spitze unseres Vereins bis voriges Jahr, wo derselbe im Vorgefühl seines baldigen Endes als Vorstandsmitglied zurück trat. — Im letzten Winter nahmen seine Kräfte zusehends ab und den 11. Januar war es ihm vergönnt, bei vollem Bewußtsein und ohne größeres Leiden im 70. Altersjahr sein reiches, arbeitsvolles Leben zu beschließen. Einen Monat nachher wurde ein anderer Veteran des schweize rischen Buchhandels, der wohl nur einem kleinen Theile von Ihnen, geehrte Anwesende, persönlich bekannt sein mochte, Herr Sal. 494
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