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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.06.1922
- Strukturtyp
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- 1922-06-24
- Erscheinungsdatum
- 24.06.1922
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Redaktioneller Teil. ^ 145. 24. Juni 1922. dann Frankreich mit 12 v. H., Deutschland mit 10 v. H., Däne mark und die Niederlande mit je 8 v. H., die Schweiz mit 6 v. H., die Nvrdamerikanische Union mit 3 v. H., endlich Großbritannien, Norwegen und die Tschecho-Slowakei mit ungefähr je 2 d. H. widmet. Ungarn befindet sich hierbei in der Gesellschaft Däne marks, der Niederlande, de<Schweiz u. a., und die grausame Verstümmelung seines Gebietes mußte seine Kulturenergien. stählen! Büchererzeugung der Welt. Bezeichnung des Landes insgesamt Religion Volks- erziet,ung Belle triftik Wissenschaft "weA' Ingen d- schriften Verschle Deutschland 1613 35078 1920 32345 2307 989 6647 1620 15885 3194 1451 iß 877 Großbritannien 12379 1IO>4 697 291 2664 5677 253 770 652 12^30 8422 655 339 1712 4 789 234 499 194 10034 5956 231 380 770 3034 794 743 10758 5942 422 112 952 3110 709 637 4149 108 135 1280 1205 108 203 1110 3831 3940 397 364 706 1690 324 357 102 3635 3756 361 900 2177 246 72 2377 2318 118 122 665 539 358 111 405 2463 1577 72 732 640 133 1456 82 38 339 767 97 66 6? 949 66 276 ' 512 14 65 14 617 — — Belgien 556 296 — — — — — - Aus Grund obiger Tabelle sei vor allem, wo die Ziffern vorhanden sind, ein Vergleich der Ergebnisse des letzten Frie- densjahres mit jenen des Jahres 1920 (hinsichtlich Ungarns heißt es stets 1921) angestellt. Es geht aus den Angaben her vor, daß bloß zwei Staaten, und zwar Dänemark und die Nie derlande, eine Zunahme der Büchererzeugung gegenüber dem Friedensstande aufzuweisen vermögen; bei elfterem beträgt die Zunahme 5 v. H., bei den Niederlanden 3 v. H. Bemerkenswert ist, daß der Rückgang gegenüber der Friedenserzeugung am ge ringsten eben in dem verstümmelten, niedergebeugten Ungarn ist: er beträgt im ganzen 2,5 v. H.; nicht viel größer ist er in dem anderen besiegten Staat, in Deutschland, wo er sich auf 8 v. H. beziffert. Ungünstiger lauten die Ziffern hinsichtlich der Sieger staaten; der Ausfall gegenüber der Friedenserzeugung beträgt in Großbritannien 9 v. H., in Italien — ebenso im neutralen Spa nien — 40 v. H., in der Nordamerikanischen Union 49 v. H., in Frankreich 60 v. H. und schließlich in Belgien sogar 80 v. H. Halten wir uns nur an die absoluten Ziffern, so steht hin sichtlich der gesamten Büchererzeugung freilich Deutschland an erster Stelle mit 32 345 Werken und, was ebenfalls hervorgc- hoben werden soll, mit 4287 Verlegern. Es folgen, wie ersicht lich, Großbritannien und die übrigen großen Weststaaten und an neunter Stelle Ungarn. Nach ihm reihen sich noch fünf euro päische Mittel- und Kleinstaaten, wie auch noch Rußland, dessen Jahreserzeugung — von dem Berner Bureau bisher übrigens ebensowenig berücksichtigt wie diejenige Ungarns — auf dem Gebiete der Sowjetrepublik mit 369 Werken angenommen werden kann, wozu noch 742 in Deutschland in russischer Spräche er schienene Bücher hinzugezählt werden müssen. Vergleichen wir jedoch die Büchererzeugung eines Landes nnt seiner Bevölkerungszahl — und das ergibt erst den richtigen Kulturmaßstab für die Bedeutung der Büchererzeugung —, so ge langen wir zu einem ganz anderen Bilde. Dann steht Däne mark an erster Stelle mit einem Buch auf je 850 Seelen, an zwei ter Stelle folgen die Niederlande mit 1500 Seelen, an dritter Deutschland mit 2200 Seelen, an vierter die Schweiz mit 2400 Seelen, an fünfter Norwegen mit 2600 Seelen, an sechster Ungarn mit 3800 Seelen, an siebenter die Tschecho-Slowakei mit 3900 Seelen, an achter Großbritannien nnt 4400, au neunter Italien mit 6000, an zehnter Frankreich mit 6500, an elfter Portugal mit 9000, an zwölfter die Nordamerikanische Union mit 11 500, an dreizehnter Spanien mit 12 000 und an vierzehnter Stelle Belgien, wo erst auf 22 000 Seelen je ein Buch entfällt. Diese Ziffern haben auf die Rachkriegsjahre Bezug. Nimmt man die Angaben des Jahres 1913 zur Grundlage, so steht Ungarn wei ter rückwärts, da, wie bereits erwähnt, die großen Weststaaten damals weit mehr Bücher auf den Markt brachten als jetzt. Die ser Zusammenhang ist jedoch bemerkenswert. Er deutet an, daß, je kleiner ein Kulturstaat ist, er sich in um so konzentrierterer Form und mit umso größerer Intensität seinen Kulturzielsn 8S8 In diesem Gedanken liegt ein Trost, den ich selbst aus den vorliegenden Ausführungen zu schöpfen vermocht« und mit dem ich die Herzen aller Mitarbeiter an den ungarischen Kultur« bestrebungen zu erfüllen wünschte. Und wenn auch diese Bestre bungen derzeit noch Mängel haben, wenn auch an Stelle einer Vertiefung nach ernsteren Richtungen sich mitunter eine Vor liebe für die schillernde Oberfläche leichter Stoffgebiete kundgibr, dennoch: in der Hauptsache halten wir stand! Ungarn trottet nicht hinter den Pionieren der Weltkultur dahin, sondern hält mit ihnen rastlos Schritt und läßt die schlagkräftigen Geifies waffen der Kultur durch kein noch so grausames Friedensdiktat der Siegerstaaten seinen Händen entwinden, — und aller übrigen Waffen beraubt, läßt Ungarn diese Waffen nicht ruhen und rosten! l^ittersfusforfe^nelge. M°i<üs°bss iüwr»tur Kronen. Dieses Verzeichnis ist als erster Band der Veröffentlichungen der Vereinigung »Norden«, die eine kulturelle Annäherung zwischen den nordischen Ländern erstrebt, herausgegeben worden. Die Redaktion besorgten Bibliotheksdircktor Th. Doessing (Kopenhagen) für Dänemark, Bibliothekar T. Aalhcim (Kristiania) für Norwegen, Bibliothcks- konsulcnt F. Hjelmqvist unL Magister Greta Lindncr für Schweden. Mit dem Katalog wird beabsichtigt, die Kenntnis über die Verhält nisse in den skandinavischen Nachbarstaaten untereinander zu fördern und zu vertiefen, wie auch den Bibliotheken die Auswahl geeigneter, orientierender Werke zu erleichtern. Bei der Bearbeitung des Ma terials wurden aus der sogenannten Fachliteratur hauptsächlich solche Werke gewählt, die sich nur mit den eigenen Verhältnissen des be treffenden Landes beschäftigen. Bei der belletristischen Literatur suchte man hingegen das Beste und das besonders Charakteristische aus der Literatur der behandelten Länder auszuwählen. Solche Werke der schönen Literatur, die das Volksleben oder die Geschichte eines Landes zum Vorwurf haben, sind besonders mit in Betracht gezogen worden. Die Charakteristiken der aufgezählten Schriften befassen sich teils mit dem Inhalt, mit dem Rangplatz, den das betreffende Werk oder dessen Autor in der Literatur seines Landes cinnimmt, und teils mit Angaben, welche je nach dem Inhalt oder der Richtung des Werkes angebracht erscheinen. Der Umsang des Katalogs ist ziemlich gleichmäßig auf die drei behandelten Länder verteilt; so umfaßt der dänische Teil 42, der nor wegische 44 und der (umfangreichste) schwedische 58 Seiten. Jede Ab teilung ist in der Sprache des besprochenen Landes verfaßt und enthält außer einer allgemeinen, erklärenden Einleitung Übersichten ans fol genden Disziplinen: Nachschlagebücher, Enzyklopädien und Sammel werke, Bibliothekswesen, Bibliographien, Biographica, Geographie, Topographie und Lokalgeschichte, Volksleben, Kunst und Theater, Lite raturgeschichte, Land- und Volkswirtschaft, Handel und Industrie, Na-
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