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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 24.07.1922
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1922-07-24
- Erscheinungsdatum
- 24.07.1922
- Sprache
- Deutsch
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Redaktioneller Teil. X- 17V, 24. Juli 1922. volkswirtschaftlich für einen Wahnsinn erklären, politisch für einen Unsinn, aber Hut ab vor den Arbeitern, die einen ganzen Tagesverdienst opfern und, an ihrer Macht nicht zweifelnd, gern in die Taschen greisen, um den anderen zu zeigen: wir sind die Macht. Meine Herren, der Börsenberein gibt Ihnen für den Jahresbeitrag das Börsenblatt. Die Herstellung des Börsen blattes kostet für jedes Mitglied über SOÜ Mark. Sie haben im letzten Jahre, wenn Sie das Börsenblatt aufbewahrt und jetzt als Altpapier verkauft haben — wir haben es vorige Woche in Bremen festgestellt —, allein für das Papier 506 Mark wiederbekominen. Dann hat der Rechnungsausschutz den Vorstand gebeten, daß den anerkannten Vereinen pro Kopf ihrer Mitglieder etwas zurück vergütet werden soll, um eine engere Verbindung zwischen dem Börsenberein und den anerkannten Vereinen herzustellen, damit diese in den Stand gesetzt werden, mehr Mitglieder hierher zu schicken, das Vereinsleben reger zu gestalten und auch diejenigen heranzuzichcn, die jetzt die Kosten scheuen. Meine Herren, ich bitte Sie dringend: Lassen Sie es bei dem zweiten Vorschläge des Herrn Volckmar bewenden, der noch eine kleine Staffeländerung vornehmen will! Wenn Sie uns das Wenige, das von Ihnen gefordert wird, nicht geben, so dürfen Sie versichert sein: es werden Nachforderungen gestellt werden müssen. Schreitet die Geldentwertung so fort, wie es in dm letzten Wochen geschehen ist, so wird Herr Nitfchmann sehen, daß ein Auskommen mit den von ihm empfohlenen Beträgen acht möglich ist. Wir mutzten, als wir den Voranschlag aufftslltm, unbedingt mit einer weitergehenden Geldentwertung rechnen. Das war auch schon deshalb geboten, weil es sehr unangenehm ist, Nachforderungen stellen zu müssen. (Bravo!) Vorsitzender Hofrat vr. Arthur Meiner (Leipzig): Meine Herren, Sie sehen, wie schwierig es ist, in einer großen Versammlung zu einem wohlabgewogenen Anträge Änderungen vorzunehmen. Die Meinungen werden dann immer aus einandergehen, besonders wenn es sich um Staffeln handelt, die vielleicht auch in andere Form hätten gebracht werden können und so vielleicht besser gewesen wären. Ich meine aber, der Vermittlungsvorschlag, der Ihnen von Herrn Volckmar gemacht worden ist, ist durchaus annehmbar. Er geht dahin, daß bei einem Umsatz von 1 Million bis lf/2 Millionen -kt — sagen wir: — ein einmaliger Betriebsbeitrag von 12V0 -kt, bei einem Umsätze von ltz^ bis 2 Müllionen ./t ein solcher von I6V0 -kt, bei einem Umsätze von 2 bis 3 Millionen kt von 2000 .kt und bei einem Umsätze von 3 bis 5 Millionen -kt von 3000 -kt gezahlt wird. Ich möchte Sie dringend bitten, meine Herren, unsere kostbare Zeit hier nicht mit diesen ins einzelne gehenden Verhandlungen zu beschweren (Bravo! — Händeklatschen), sondern sich mit dem Vermittlungsdorschlag einverstan den zu erklären, den ich Ihnen eben nochmals vorgctragen habe. (Bravo!) Ich frage, ob Sie damit einverstanden sind, daß wir jetzt mit der Diskussion aushören und darüber abstimmen. (Zu stimmung.) — Kein Widerspruch. (Zuruf.) — Ich frage, ob die Diskussion fortgesetzt werden soll, und bitte diejenigen, die dafür sind, daß die Diskussion über den Betriebsbeitrag fortgesetzt wird, die Hand zu erheben. (Geschieht.) — Es erheben sich ganz wenige Hände; die Diskussion ist geschlossen. (Bravo!) Wir kommen zur Abstinunung. Ich frage (Zuruf: Zur Geschäftsordnung! Es ist doch ein Antrag!) — Wir sind in der Abstimmung; da gibt es keinen Antrag zur Geschäftsordnung mehr. (Bravo!) Wir stimmen ab über den Vermittlungsvor schlag des Herrn Volckmar. Ich bitte diejenigen, die dagegen sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte die Herren Stimmzähler, festzustellen, wieviel Stimmen das sind. (Geschieht. — Ein Stimmzähler: vier oder fünf!) — Vier oder fünf Stimmen, sagen die Herren Stimmzähler! Damit ist der Vermittlungsvorschlag des Herrn Volckmar angenommen, und der Betriebsbeitrag ist in der Höhe, wie ihn Herr Volckmar gewünscht hat, für das nächste Jahr bindend. (Bravo!) Wir haben weiterhin über den Voranschlag zu sprechen. Ich bitte Herrn Rost, das Wort zu nehmen. David Rost (Leipzig): Meine Herren, unter Nummer lv des Voranschlags befindet sich die Bibliothek des Börsen- Vereins, deren Etat von 25 000 Mark auf 40 000 Mark erhöht werden soll. Das ist an sich sehr dankenswert und würde auch viel leicht genügen, wenn es sich nur um deutsche Bücher handelte. Die Bibliothek des Börsenbereins ist aber so ziemlich die einzige Stelle, an der man sich bisher auch über sämtliche ausländische Erscheinungen Rat erholen konnte. Sie leidet, wie alle Biblio theken, dadurch not, daß sie die ausländische Literatur bisher nicht ergänzen konnte. Nun halte ich es für ganz unmöglich, daß wir soviel bewilligen, um die ausländische Literatur vollständig zu kaufen. Der Börsenverein ist aber in der glücklichen Lage, im Börsenblatt und in seinen Katalogen ein gutes Tauschobjekt zu besitzen, und ich möchte die Anregung geben, daß der Börsen verein sich bemüht, durch Austausch die in den Kriegsjahren erschienene ausländische Literatur, besonders die ausländischen Kataloge und Bibliographien zu ergänzen. Heinrich B 0 ysen (Hamburg): Meine Herren, Sie haben eben einige Worte über die Bibliothek des Börsenvereins gehört! (Rufe: Nein! — Heiterkeit.) — Sie haben sie nicht gehört? Dann sind sie hier gesprochen worden. Aber meine Worte können Sie hoffentlich hören? (Ruse: Ja!) Ich möchte Sie alle dringend bitten: Besuchen Sie die Bibliothek des Börsenbereins der Deutschen Buchhändler! Meine Herren, ich bin gestern morgen dort gewesen und habe meine Freude gehabt an den Schätzen, die der Börsenverein der Deutschen Buchhändler dort aufgehäuft hat. Aber diese Schätze liegen verborgen, die Herren Mitglieder des Börsenvereins kennen sie nicht. Gehen Sie hin, meine Herren, sehen Sie sie sich an, und dann gehen Sie in Ihre Kreis- und Ortsvereine und sorgen Sie dafür, daß diese Schätze vermehrt werden, — vermehrt werden im Sinne und im Interesse des deutschen Buchhandels! (Bravo! und Händeklatschen.) Vorsitzender Hofrat vr. Arthur Meiner, (Leipzig): Meine Herren, Herr Rost hat ja ebenfalls für die Biblia- thek gesprochen und gebeten, daß durch Austausch mit ausländischer Literatur die Schätze der Bibliothek vermehrt werden möchten. Ich bitte Sie, auch dies zu unterstützen. Ich frage, ob zu dem Voranschläge weiterhin das Wort gewünscht wird. — Das ist nicht der Fall. Ich mache darauf aufmerksam, daß, wenn Sie den Voranschlag genehmigen, damit auch die Erhöhung des Mitgliedsbei trags genehmigt ist, wie das jedesmal in den Hauptversammlungen der Fall war. Der Mitgliedsbeitrag steht in der Rechnung?- spalte und außerdem in der Voranschlagsspalte. Er steht in der Voranschlagsspalte ungefähr zum doppelten Betrage und wird damit in der doppelten Höhe genehmigt. Wir kommen zur Abstimmung. Ich bitte diejenigen, die gegen den Voranschlag sind, die Hand zu erheben. — Es er hebt sich keine Hand; der Voranschlag ist damit einstimmig genehmigt. (Bravo!) Wir kommen zu Punkt 3 der Tagesordnung: Antrag des Vorstandes unter Zustimmung des Verwaltungsausschusses und Rechnungsausschusses: Die Hauptversammlung wolle einen Erweiterungsbau des Deutschen Buchhändlerhauses genehmigen. Meine Herren, glauben Sie nicht, daß wir, als wir uns zu einem Erweiterungsbau des Deutschen Buchhändlerhauses entschlossen, von einer gewissen unangebrachten Großzügigküt geleitet worden wären. Wir haben uns die Schwierigkeit, die in der gegenwärtigen Zeit mit einem solchen Vorhaben verbunden ist, das das Vereinsvermögen in so erheblicher Weise in Anspruch nimmt, Wohl eingehend überlegt. Wir sind aber zu dem Ergebnis gekommen, daß wir unter keinen Umständen auf den Erweite rungsbau verzichten können. Die Pläne liegen im Vorraum aus; aber eine einigermaßen zuverlässige ziffermäßige Angabe der 1014
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