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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.08.1922
- Strukturtyp
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- Band
- 1922-08-19
- Erscheinungsdatum
- 19.08.1922
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Xe 193, 19. August 1922. haben, reihen sich weitere zu den Werken von Wieland, Nhland, Wilhelm Hauff, Bcrthold Auerbach, Eduard Mörike, Cäsar Flaischlcn, Ludwig Finckh, Heinrich Lilicnfein, Vr. Owlglaß, Wilhelm Benignus, Hermann Hesse u. a. Zu einer Reihe von Illustrationen, unter denen sich auch solche englischen, französischen, italienischen und russischen Ursprungs befinden, sind die Originalzeichnungcn zu sehen, ebenso Originalscheren schnitte von Luise Tuttenhofer und Zeichnungen von Schillers Schwester, Eristophinc Neinwald, zum Lied von der Glocke. Niederdeutsche Woche in Bremen. — Unter dem Vorsitz sämtlicher Minister und Oberpräsidenten der niederdeutschen Staaten und Pro vinzen wird in der Zeit vom 3. bis 10. September dieses Jahves Senat und Bürgerschaft Bremens eine Niederdeutsche Woche veran stalten. Vorträge aus den Gebieten der Heimatkunde, Wirtschaft, Kunst, Kultur sollen die Bedeutung niederdeutscher Art und Arbeit fiir Deutschland zeigen. Die bekanntesten niederdeutschen Dichter sind für diese Woche gewonnen. Ein niederdeutscher Musikabend, ein platt deutscher Abend, ein niederdeutscher Tichterabend sowie ein Hermann Löns-Abend sind außer Festspielen und Konzerten vorgesehen. Dazu kommen Tagungen verschiedener Wirtschaftsverbände, des Deutschen Verkehrstages usw., eine Niederdeutsche Kunstgewerbeschau und die Nordwestdeutsche Kunstausstellung. Das sportliche Programm um faßt alle Arten Sport und Leibesübungen. Auch das germanische Aus land, insbesondere Skandinavien und Holland, hat neben Niedersachsen, Westfalen, Holsteinern, Oldenburgern und Friesen bereits lebhaftes Interesse fiir die Veranstaltung bekundet. tarifs erfolgen, bei der der neue Reichseisenbahnrat Mitwirken wird. Dieser neue Neichseiscnbahnrat, der aus Parlamentariern und Wirt schaftlern besteht, ist am Donnerstag unter dem Vorsitz des Staats sekretärs Stielcr zum ersten Male zusammengetreten. Auf seiner Tagesordnung stand auch die in der Presse in letzter Zeit lebhaft er örterte Frage der Verpachtung der B a h n h o f s b u ch h a n d l u n g e n. Erhöhte Entschädigungssumme bei der Neichseiscnbahn. — Der Be trag, bis zu dem die größeren Güter- und Eilgutabfertigungen Anträge ^ auf Entschädigungen aus dem Frachtvertrag über die Beförderung von Gütern und lebenden Tieren wegen Verlustes, Minderung, Beschädi gung oder Lieferfristüberschreitung zu erledigen befugt sind, ist von 300 Mark auf 5000 Mark erhöht worden. Die Zuständigkeit der Ämter, Inspektionen usw. ist auf 50 000 Mark für Entschädigungs ansprüche und auf 25 000 Mark für Erstattungsanträge in jedem Falle festgesetzt worden. Rheinische Literatur- und Buchwoche 1922. — Unter dieser Bezeich nung wird vom 23.—30. September in Köln in den Räumen des Kölnischen Kunstvcreins am Friesenplatz eine Ausstellung stattfinden. Veranstalter sind die Gesellschaft fiir rheinische Literatur in Verbindung mit der Gesellschaft für deutsche Bildung und dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. Der Zweck der Buchwoche, die uuter dem Schutz namhafter rheinischer Persönlichkeiten und Behörden steht, soll sein, Werke rheinischer Verleger und Autoren der Öffentlichkeit näher zubringen. Mit der Ausstellung wird eine solche von Inkunabeln und Frühdrucken sowie von rheinischen Bildnissen, letztere unter Leitung des Musemnsdircktors Professor Schaefer, verbunden sein. Bekannte rheinische Persönlichkeiten werden während der Ausstellungswoche Vor träge halten. Tie Veranstaltung wird, um ihre Wirkung zu erhöhen, in mehreren rheinischen Städten als Wanderausstellung tagen. Kreditnot und Bankgeheimnis. — In einer Eingabe an den Reichsfinanzminister bittet der Deutsche Industrie- und Handelst ag aufs dringlichste aus Sorge um die deutsche Wirtschaft darum, daß die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses und die Auf hebung des Tepotzwanges sofort verfügt werden möge, weil sie eins der wichtigsten Mittel für die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit ^Betriebskapital sind. Die letzten Reichsbankausweise haben ge zeigt, daß Gefahr im Verzug ist, und cs würde die wichtigsten Inter essen der Wirtschaft und damit der Arbeiter gefährden, wenn man warten wollte, bis eine Ermäßigung der Kriegslasten, Auslandanleihen oder andere vom Ausland kommende Maßregeln uns Hilfe bringen, von denen außerdem nicht sicher sein würde, ob und in welchem Maße sie Inflation und Kreditnot beseitigen. Thode'sche Papierfabrik A.-G. in Hainsberg b. Dresden. — Die Hauptversammlung genehmigte die Erhöhung des Aktienkapitals um 1^ Mill. Mk. Vorzugsaktien und I8V2 Mill. Mk. Stammaktien. Von den Stauimaktien werden Ill-L Mill. Mk. den alten Aktionären im Verhältnis von 2:1 zu 135°/» angeboten, während 6 Mill. Mk. einer Gruppe von Großabnehmern, mit der ein langjähriger Lieferungs- Vertrag geschlossen ist, überlassen werben. Uber das am 30. Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr teilte der Vorsitzende mit, daß die end gültigen Ziffern des Abschlusses zwar noch nicht vorliegen, daß aber mit einer Gewinnausschüttung von mindestens 20°/, (i. V. 10) gerechnet werden könne. Zurzeit sei der Geschäftsgang sehr rege und die Fabrik mit lohnenden Austrägcn auf Monate hinaus voll beschäftigt. (Tägl. Rundschau.) Noch immer höher hinauf! Die neuen Postgebühren ab 1. Oktober. — Der Reichspostminister hatte schon am 20. Juli : den Mitgliedern des Vcrkehrsbeirates eine Vorlage über eine neue i G eb ü h r e n e rh ö h u n g (siehe Bbl. Nr. 176) vorgelegt; zehn Tage später erwiesen sich seine Vorschläge als überholt. Es ist jetzt dem j Verkehrsbeirat mit einer Einladung für Montag, den 4. September, , n 0 ch eine Gebührenordnung zugegangcn, die die Sätze der ersten Vorschläge noch um weitere 50 Prozent steigert. Wenn die ^ Beratungen das Maß dieser Sätze nicht mindern sollten — die Mit glieder des Verkehrsbeirates urteilen über ihren Einfluß auf die Tarife selbst sehr skeptisch — so wird sich der Posttarif vom 1. Oktober ab wie folgt gestalten: 1 Postkarten im Ortsverkehr 1 Mk., im Fernverkehr 4 Mk., Ansichtskarten 1 Mk. § Briefeim Ortsverkehr bis 20 Gramm 1.50 Mk., bis 100 Gramm ' 4 Mk., bis 250 Gramm 6 Mk., im Fernverkehr bis 20 Gramm 6 Mk., bis 100 Gramm 7 Mk., bis 250 Gramm 8 Mk. ! Für Drucksachen wird eine neue Stufe geschaffen; Drucksachen bis 20 Gramm, also auch Bücherzettel, 1 Mk., bis 50 Gramm 2 Mk., bis 100 Gramm 4 Mk., bis 250 Gramm 6 Mk., bis 500 Gramm 7 Mk., bis 1000 Gramm 8 Mk. — Geschäftspapiere und Mrschsendungen bis 250 Gramm 6 Mk., bis 500 Gramm 7 Mk., bis 1000 Gramm 8 Mk., , Warenproben bis 250 Gramm 6 Mk., bis 500 Gramm 7 Mk. Päckchen bis 500 Gramm 10 Mk. — Pakete bis 5 Kilo in der Nahzone 12 Mk., in der Fernzone 24 Mk. § P 0 st a n w e i s u n g e n bis 100 Mark 4 Mk., bis 250 Mark 5 Mk., bis 500 Mark 6 Mk., bis 1000 Mark 7 Mk., bis 1500 Mark 8 Mk. ; Zahlkarten werden ebenfalls erhöht. — Versicherungsgebtthr bei Wert- : briefen auf je 1000 Mark 2.50 Mk., bei Wertpaketen 3 Mk., Mindest- . gebühr bei beiden Gattungen 4 Mk. — Zeitungspakete 5 Kilo : in der Nahzone 6 Mk. Im Fernsprechverkehr werben bie Gebühren vom Oktober 'ab um 400 Prozent (statt bisher 200 Prozent) erhöht. Die Tele gramm -Wortgebühren sollen 3 Mk. betragen. ! Begründet werden die neuen Forderungen des Postministers mit , den ab 1. Juli um 55 Prozent, am 1. August um 80 Prozent erhöhten 1 Teuerungszuschlägen auf die Gehälter, die den Postetat um jährlich noch 9,5 Milliarden Mark belasten. 59prozentige Erhöhung des Eisenbahngütertarifs ab 1. September. — Das Neichsverkehrsministerium teilt mit, daß die Reichsbahnen in folge der katastrophalen Entwertung der Mark und der sich daraus er gebenden Ausgabensteigerung gezwungen sind, die zurzeit gültigen Gütertarife von 1. September d. I. ab um 50 Prozent zu erhöhen. Zum 1. Oktober soll dann eine organische Umarbeitung des Güter- vpreWal. ^ Bar bezahlen! Um der Kundschaft das unzeitgemäße Anschreiben der gekauften Bücher abzugewöhnen (vergl. Bbl. Nr. 185), dürften sich vielleicht fol gende Sprüche eignen, die uns zur Veröffentlichung eingesandt wurden : Kauf mich spricht's Buch, rmd vergiß es nicht, mich auch gleich zu bezahlen, Sonst bin ich nur ein trüber Gast in deinen Buchregalcn. Ein gutes Buch bleibt dir ein Schatz in deinen Bücherspinden, Und »venn du bar bezahlt es hast, wirst am Besitz du doppelt Freud' empfinden. H. M.-Bl. !2«0
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