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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.10.1884
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1884-10-15
- Erscheinungsdatum
- 15.10.1884
- Sprache
- Deutsch
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241, 15. Oktober. Äkichtamtlicher Theil. 4775 in Missouri 34, in Indiana 32; — in skandinavischen Spra chen 49, davon in Illinois 20, in Minnesota 7, in Iowa k; — sranzösische 41, davon in Louisiana 15, in New-Uork 10, in Calisornia 5; — spanische 26, davon in New-Uork 9, in Ar kansas S, in Texas 5, in New-Mexiko 4; — in Böhmisch 13, davon in Illinois 4, in New-Uork 3, in Wisconsin 2; — in Hol ländisch 9, davon in Michigan k; — in gälischer Sprache 5, davon in New-Uork 4, in Pennsylvania 1; — in Italienisch 4, davon in California 3, in New-Uork 1; — in Indianisch 3, davon im Indian Territory 2 und in Iowa 1;— in Chinesisch 2, in Calisornia; — in Po lnisch 2, in Illinois; — in Portu giesisch 2, je I in New-Uork und Pennsylvania; — in Cata- lanisch 1, in New-Uork; — in Irisch 1, ebendaselbst. Ganz besondere Spccialisirung verdienen die 553 religiösen Periodic«. Diese zerfallen nämlich in nicht weniger als 25 Arten, und zwar gab cs für die Baptisten 63, die „Christen" 4, die Con- gregationalisten 14, die Disciples 11, die Dunkards 4, die Episkopalkirchler 33, die Evangelischen 27, die Freunde 5, die Juden 16, die Lutheraner 22, die Mennoniten 9, die Methodisten 75, die mährischen Bruder 2, die Mormonen 4, die Presbyteria ner 42, die Urchristen 2, die Reformirten 11, die Römisch- Katholischen 70, die „Second Advent" 12, die Spiritualisten 7, die Swedenborgianer 3, die Unitarier 4, die Vereinigten Brüder in Christo 7, die Universalisten 9, und die Nicht-Scctirer 96 ver schiedene Blätter. ff Moriz von Gerold. Aus der oesterreichischen Kaiserstadt kam in vergangener Woche eine neue, tief betrübende Trauerpost. Den kurz zuvor Vor angegangenen, AdolfEupel, Wilhelm von Brau müll er, Carl Fromme war am 6. d. Moriz von Gerold gefolgt. Der deutsche Buchhandel trauert um den schnellen und unerwarteten Verlust der ausgezeichneten, ihrem Berufe treu ergebenen Männer, deren hervorragende, zum Theil glänzende Namen er in ehrendem Gedächtniß bewahren wird. Ein langjähriger treuer Freund des nun auch, in diesen jüngsten Tagen, Verewigten stellte uns in einem Separatdruck der „Oesterr. Buchhändler-Correspondenz" einen warm empfundenen Nachruf zur Verfügung, den wir hier folgen lassen. Im geschäftlichen Lebe» ragen Männer hervor, die aus be scheidenen und kleinen Verhältnissen sich emporarbciten und durch ein rastloses, mit Klugheit und Eifer gepaartes Streben Reich thum und eine geachtete Stellung erringen. Anderen fällt ein bereits consolidirtes Erbe zu und ihre Wirksamkeit geht dahin, dasselbe in würdiger und nützlicher Weise zu verwalten, seine Be deutung zu erhöhen und dem schon wohlbekannten Namen neuen Glanz zu verleihen. Zu diesen gehörte Moriz von Gerold. Ein lebhaftes Sortimentsgcschäst, ein Verlag, der in Oesterreich an Ausdehnung und Werth kaum seines Gleichen hatte, eine große Buchdruckerei, ein in Wien und im ganzen Buchhandel hochgeehrter Name — alles dieses empfingen Moriz Gerold und sein Bruder Friedrich als ein kostbares Vermächtniß. Wie Beide dieses Erbe verwalteten, das wissen alle Berufsgenossen, und es wird Keiner unter denselben sein, der dem Verstorbenen als einem ehrenhaften, tüchtigen und liebenswürdigen College» nicht ein treues Andenken bewahrte. Moriz Gerold, am 23. November 1815 in Wien geboren, war anfangs zur technischen Lausbahn bestimmt. Er besuchte deshalb längere Zeit das polytechnische Institut. Da aber das ausgebreitete Geschäft seines Vaters junger Kräfte zur Leitung be durfte, so trat er um 1835 in dasselbe ein und scrvirie dann zu seiner weiteren Ausbildung 1840 und 1841 in den Häusern F. A. Blockhaus in Leipzig, Carl Jügel in Frankfurt, Treuttel L Würtz in Paris und Black L Armstrong in London. 1842 kehrte er wieder in das väterliche Haus zurück und übernahm im Jahre 1848, als die neue Zeit eine Ausdehnung der Unternehmungen erforderte, in Gemeinschaft mit seinem Bruder Friedrich das Verlags-, Sortiments- und CommissionSgeschäst, sowie die Druckerei, welche in dem 1851 neuerbauten Hause der Familie hinlänglichen Raum zur Erweiterung sand. Hier begann nun ein sehr reges Leben. Es wurden bei Gerold im Beginne der fünfziger Jahre, außer vielen wissenschaft lichen und belletristischen Werken, folgende große Zeitungen gedruckt: „Die Presse" (von Zang), die „Ostdeutsche Post", der „Lloyd", das „Fremdenblatt", sodann noch die Fachjournale: „Militär-Zeitung", die „Zeitschrift der Gesellschaft der Aerzte", „Zeitschrift für österreichische Gymnasien" und andere. Dabei kam Moriz Gerold (nachdem 1848 Kuranda in Gemeinschaft mit der Firma Gerold die „Ostdeutsche Post" gegründet hatte, in der Zeit des Wiener Belagerungszustandes aber in Conflicte mit der Regie rung gerieth) in die Lage, die verantwortliche Redaction der „Ost deutschen Post" durch mehrere Jahre führen zu müssen. Er sah später aus diese journalistische Epoche, die in der bedenklichen Zeit viel Gewandtheit und Takt erforderte, nicht ohne einen gewissen Stolz zurück. Am 15. September 1853 vermählte er sich mitRosaHenne- berg Diese Ehe war, obgleich ihr der Kindersegen fehlte, eine besonders glückliche, da die ausgezeichnete Frau mit ihrem Gemahl in reinster Harmonie lebte und es außerdem verstand, durch Geist, seinen Sinn und eine liebenswürdige Gastfreundschaft dem Gcrold'- schen Hause eine hervorragende Stellung in der Wiener Gesellschaft zu verschaffen. Einheimische und auswärtige Gelehrte, Künstler und bedeutende Männer jeder Art verkehrten und fanden sich hier, wo der gewinnendste, jeder Prätension abgewandte Ton herrschte, und wo Hausherr und Hausfrau wetteiferten, ihren Gästen den Tag freundlich zu gestalten. Es haben Menschen aus allen Welt- theilen diese edle Gastfreundschaft genossen, und das schöne Heim, das sich Moriz und Rosa Gerold in Neuwaldegg erbauten und schmückten, neidlos bewundert. Am 23. September 1854 starb Carl Gerold, von seiner Familie, seinen Standesgenossen und seinen Mitbürgern ties betrauert. Durch den bedeutenden Umfang der Verlagsunternehmungen und den Aufschwung der Druckerei vielfach beschäftigt, entschlossen sich die Brüder Gerold im Jahre 1867 ihren vieljährigen Mit arbeitern, Hugo Pauli und Theodor Demuth, das Sortiments- geschäst käuflich abzutreten, welches sodann Gerold L Co. firmirte. Der Ruf strenger Solidität und kaufmännischer Tüchtigkeit, welchen Moriz von Gerold genoß, bewirkte, daß er zum Handels kammerrath ernannt wurde und daß verschiedene Actienunter- nehmungen sich um seine Beihilfe bewarben. So wurde er Präsident der oesterreichischen Versicherungsgesellschaft „Donau", Vicepräsident der Depositenbank, und bei der Pariser Weltausstellung 1878 Juror, wobei ihn die sranzösische Regierung zum Oklloior äo I'iustruotion publigu« ernannte. Als die Firma Gerold im Oktober 1875 ihre hundertjährige Gründungsfeier beging und dazu ihr ganzes Personal und die Freunde und Gönner des Hauses einlud, da konnte Moriz Gerold mit voller Befriedigung aus eine lange Thätigkeit zurückblicken und in schwungvoller Rede dankend des kaiserlichen Schutzes und der kaiserlichen Anerkennung gedenken, die sich bei 666^
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