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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.10.1846
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1846-10-02
- Erscheinungsdatum
- 02.10.1846
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- Deutsch
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1121 1846.^ (4 vol.) 42 sh. — Ikuo^ll. ell. Lauer 64 sd. — Ilme^ck ell.Uaske (Z vvl.) 32 sb. — Vixeru« eä. Uermsnn 24 «b. — Virgilm« eä Llexos. 2 Xus- Ksden s 84 8>i. unä 16 «k. — Xenopkon sä. Sekneiäer. 4 Xus^sben » 53 sll. 6 ä., 124 «Ii., 24 sli. uni 26 8>>. Ein flüchtiger Ueberblick dieser, wie gesagt, mangelhaften Liste wird ergeben, daß e i n Exemplar der angeführten Werke etwa 540 Thlr. betragen würde, also schon in 25 Jahren beinahe das Dop pelte des ähnlichen deutschen Fabrikats in 45 Jahren! Bei dem hohen Zoll von L 5. (c. 35 Thlr.) p. Eentner, konnten die englischen Verleger dieses Gewerbe treiben, bei 15 Sh. (c. 5 Thlr.) Zoll ist es aber unmöglich, die deutsche Eoncurrenz auszuhalten. -— 3) Die Erhebung von 15 Sh. p. Eentner vonbedrucktem Pa pier ist aber in jeder Rücksicht gerechtfertigt, denn 1. würde ohne dieselbe eine ungeheure Masse Maculatur eingeführt wer den , die man in Deutschland zu etwa 6 Thlr. p- Eentner kaufen kann und die in England in Folge der inländischen Papiersteuer mindestens 11 Thlr. werth bleiben muß. 2. wird diese Ausgleichungssteuec von selbstwegfallen, sobald die erwähnte inländische Papiersteuer aufhört. Diese ist innerhalb der letzten 5 Jahre um die Hälfte vermindert worden und es dürfte die Zeit ihrer gänzlichen Aufhebung nahe bevorstehen. 3. kann der deutsche Verleger trotz der 15 Sh. Steuer mit dem englischen nicht allein concurriren, sondern sich auch seinen Satz und Druck so ungleich viel billiger Herstellen, daß dem Deutschen ein fast unglaub licher Vorsprung bleibt. Um dieses durch ein Beispiel recht anschau lich zu machen, will ich hier die Productionskosten einer eleganten Brochüre von 5 Bogen, 500 Auflage, gegen einander stellen, wie ich sie in London und in Berlin bezahlt habe. In London kostete: Satz und Druck . . . 13 F. 18 Sh. in Berlin 30 Thlr. Eorrektur u. Aenderungen 3 „ 16 „ „ „ 10 „ ^Pier 5 „ 6 „ 6 „ „ 15 „ Heften — „ 12 „ 6 „ „ 6 „ Mögen denn die talentvollen Gegner dieses Vertrages ihreZeit und Fähigkeiten anwenden, dahin zu wirken, daß Oesterreich, der erste der deutschen Bundesstaaten, den Zoll auf Bücher, welcher volle U der ge rechtfertigten englischen Steuer beträgt, herabsetze und dadurch dem in seinen Staaten ohnehin durch Plackereien aller Art gehemmten deutschen Buchhandel ähnliche Vortheile angcdeihen lasse, wie das fremde, aber freie England! — Berlin, 27. Septbr. 1846. i A- Asher. 23 L. 13 Sh. ca. 160 Thlr. 57 Thlr. 4) Während der vierzehn Jahres!!)welche von der ersten Anregung des Vertrags bis zum Abschluß desselben verflossen, sind ganze Stöße Papier verschrieben worden, um deutscher Seils den Vertrag zu einem allgemeinen deutschen zu machen, — großentheils sind aber diese Bemü hungen daran gescheitert, daß die englischen Verlagsrechts sich mit den et wa 30 verschiedenartigen Gesetzgebungen der deutschen Bundesstaaten nicht in Vereinigung bringen ließen. So konnte z. B. England keines- weges mit dem an Verlegern so reichen Würtemberg einen Vertrag ab schließen, weil dort früher fast keiner, und auch jetzt noch ein sehr be schränkter Schutz des literarischen Eigenthums stattsindet, wogegen inEng- land die imJahre 1842 zum Gesetz gewordene oop^ri^btXet die Dauer der Eigenthumsrechte aufmindestens 42 Jahre ausdehnt. (Lebt der Autor noch nach 42 Jahren, so bleibt ihm nicht allein das Eigenthums recht während seiner Lebenszeit, sondern seine Erben genießen es noch 7 3ahr nach seinem Tode). 5) Wie sehr bedeutend die Herabsetzung des Zolles von 100 Sh. "Uf 15 Sh. den Absatz der in Deutschland gedruckten Bücher befördern Muß, wird klar werden, wenn ich anführe, daß: 1- bei dem Stande der Gelehrsamkeit in England eine Menge in Deutsch land veralteter Werke,— und wie schnell veralten Bücher nicht in Deutschland! — namentlich griech. und lat. Elassiker, Ausgaben der heil. Schriften, lat. theologische Eommentarien u. s. w., welche sonst mehr Zoll kosteten, als sie den Verlegern Werth waren, nun eine reiche Absatzquelle finden müssen. 2- daß auch Fürst's Eoncordanz, Boeckh's eorpu« innoi-iptionuni und Lertr Monuments deutsche Verlagswcrke sind, die einer großen Ver breitung in England entgegensetzen, ja daß mehrere Unternehmungen dieser Art für England berechnet werden, und daß die Zollermäßigung auf jedes Exemplar der hier zuerst angeführten Werken 4 Thlr. beträgt. Die Gründung einer „deutschen Verciliöbnchhandlung" in den Vereinigten Staaten Nord-Amerikas betreffend. I. O! Deutschland, wo anders als nur i» Worten ist Deine Einig keit, Dein Gemeinsinn, Dein Stredcn nach Erhaltung nationaler Interessen, Dein wahrer Patriotismus?! — Gegen Ende des Jahres 1844 wurde die erste Idee zur Gründung einer deutschen Buchhandlung in Nord-Amerika von Herrn Remmel- mann in Wien angeregt. Später in der I. M-1845 erging eine Ein ladung, diese Angelegenheit in besonderer Versammlung näher zu bespre chen und zu erörtern, in deren Folge alle oder doch die meisten Anwesen den die Ueberzeugung gewonnen hatten und alle Stimmen darin überein kamen, daß das weite Gebiet der Vereinigten Staaten dem deutschen Buchhandel einen ergiebigen Markt biete und öffne. Es wurde kein Zweifel mehr laut, daß dem deutschen Buchhandel hierdurch nicht nur ein neuesFeld großartiger Geschäfte erworben würde, sondern auch noch die schöne, ja herrliche Aufgabe werde, der Erhaltung deutscher Sprache, deutschen Elementes, deutschen Sinnes unter 5 Millionen deutscher Brüder, die jenseits des Oceans ein zweites Vaterland suchten und fan den, und die in Ermangelung jedes Anhaltspunktes, aller Möglichkeit entbehrend, sich mit den Erzeugnissen der vaterländischen Literatur auf eine leichte Weise bekannt zu machen, — unfreiwillig der englischen Lite ratur zinsbar würden, mithin auf dem schnellsten und sichersten Wege in anglo-amerikanische Sprache und Sitten übergingen, — die beste Stütze zu bieten. — Gestützt auf diese Ueberzeugung wurde nun beschlossen, aufge meinsame Kosten einen Reisenden, behufs genauerer Erkundigungen über ob, wie und wo, nach der Union zu senden und wurde dazu die Summe von 1500 Thlr. —von mindestens 60 Handlungen zahl bar, — bestimmt; — damals noch glaubte der Schreiber dieser Zeilen, trotz einer 20jährigen buchhändlerischen Erfahrung, an die Möglichkeit eines Zusammenwirkens, ja er hoffte sogar, daß nicht allein zu erwarten der Gewinn, sondern sogar höhere Gefühle einmal die Thal den Worten folgen ließe. — Er hat sich bis jetzt getäuscht. Acht und achtzig unter 1500 deutschen Buchhandlungen konnten und wollten sich entschließen, ihre Firmen mit unter der Zahl derer zu sehen, die den ersten Schritt zum Ganzen ermöglichten. Ein weiteres Jahr verging, die J.M. 1846 war herbeigekommcn und der Garrigue'- sche Bericht, das Resultat dieses ersten Schrittes, lag vor. Neue Ver sammlungen der bereits schon betheiligten, theils sich bloß passiv fsix ^ Sache interessirenden Handlungen, fanden Statt; — die schon in der I- M. 1845 erwählte Commission unter Vorsitz des Herrn Gustav Mayer theilte diesen Bericht sowie-einen Entwurf für eine Actienaesell- schaft zur Begründung der fraglichen Vereinsbuchhandlung mit und schloß die Versammlung mit ein-m Aufrufe zur Zeichnung von Amen, deren Zahl auf 300, zu 100 Thlr. ,ede, in verschiedenen Raten zahlbar, bestimmt, — um dann mit aller Energie das große Werk beginnen zu können. — Die Commission wies darauf hin daß der Betrag dieser Actien möglicherweise nicht so bald ihren Besitzern zurückgezahlt werden kenne, aber daß es ein vaterländisches Unternehmen gelte, daß es sich darum handle die Bahn zu brechen den Markt zu öffne», Tausende neuer Kunden zu gewinnen. Sie sprach sich dahin aus, diese Actien
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