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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.01.1856
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1856-01-16
- Erscheinungsdatum
- 16.01.1856
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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90 Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. M 7, 16. Januar. Stubenrauch 8 Co. in Berlin. 367. lourusl f. nLturKemssse 6esui>akkitspüs^e n. Heillcunsse. Hell. V. O. >V. kivkter. 4. IskrK. 1856. d4r. 1. xr. 8. pro cplt. *2^ Suppan in Agram. 368. I'srkse-VrUroiillovio , I,. v., sie Lotsnilc nscl> äem nsturliistor. 8lst«>». gr. 8. 1855. In 6omm. 6sk. ^ Doigt in Weimar. 369. Elegante, der. Ein Monatblatt f. Herren-Kleidermacher u. Mode freunde. 21. Jahrg. 1856. Nr. 1. gr. 4. pro cplt. *3^s Wiegandt 8 Grieben in Berlin. 376. Zeitschrift, deutsche, f. christl. Wissenschaft u. christl. Leben. Hrsg.: K. F. LH. Schneider. 7. Jahrg. 1856. Nr. 1. gr. 4. pro cplt. *5^ I. A. Wohlgemuth in Berlin. 371. Czilsky, C. I. St., Kreuz u. Krone. Eine Festgabe. 2. Lust. 8. Geh. 372. Gumpert, Th. v., ächte Perlen nach d. Engl. 32. Geh. 3N-s — Fein Pap. cart. 6N^; m. Goldschn. in engl. Einb. m. Goldschn. *12N-s 373. Hoffmann, W., die Hoffnung d. Reiches Gottes auf Erden. Predigt, gr. 8. Geh. 3 N-s 374. Leben, Lied u. Liebe. 8. 1855. Geh. *N>? 375. Orth, E-, Noth u. Hülfe. Predigt, gr. 8. Geh. 376. Stahn, Predigt bei der Feier d. Todtenfestes. gr. 8. 1855. Geh. Nichtamtli Friedrich Perthes. Sicherlich wirft der tiefere Einblick in die Lebens- und Bildungs geschichte irgend eines vorzüglichen Menschen reichere Procente ab für Menschenkenntniß, Weltbildung und Lebenspraris, als eine Fluth schöngeistiger Schriften in Lyrik, Drama und Roman- Dort ist die Ausbeute, wenn man sie nur nutzen will, wie die Ertrags fähigkeit, von vorn herein gewiß; hier aber oft selbst dann noch in Frage gestellt, wenn der Scheideproceß zwischen Gut und den zahl- ! reichen Abarten des Mittelguts zu Ende geführt ist — eine Be- ^ hauptung übrigens, die weder den Producenten und Pflegern der ^ Belletristik zu nahe treten, noch ihren Hegern und Gönnern den! Genuß verleiden soll oder zu verleiden geeignet ist. Zu den vorzüg lichsten Männern unserer Zeit und unseres Volkes gehörte Fried ri ch Perthes, der mit den Hervorragendsten seiner Zelt auf den Gebie ten der Literatur, Politik und Kirche in so enger, theilweise engster ! Verbindung stand, daß sein Lebensbild, wie es nunmehr vollständig ^ aufgerollt vor uns steht, zugleich als ein treues Gemälde des langen Zeitraumes, worin ihm zu leben und zu wirken vergönnt war, gel-! len darf. Der jüngst erschienene dritte oder Schlußtheil seiner Bio- grapie schildert die letzte Lebensperiode des trefflichen Mannes i oder die Jahre 1822—43 von der Zeit an, wo er von Hamburg nach Gotha übersiedelte, bis zu seinem hier erfolgten Tode- Thaten sind es freilich nicht, wie sie die Posaune der Publiciften der Welt! verkündet, welche diese einundzwanzig Gothaer Jahre so ungemein merkwürdig machen; statt ihrer tritt vor unsere Betrachtung ein ge räuschlos thätiges, geregeltes, unermüdliches, bewußtvolles Schaffen, das die Mahnungen, Bedürfnisse, Bewegungen einer oft gewitter schweren Zeit, wie Wenige, erkannte, mit eben so feiner Diagnose die geistigen Kräfte, welche in ihr keimten und wucherten, aufspürte, abwog, zu Förderung edler Zwecke aufbot, ausrüstete, verwerthete, und da, wo für die nationale Thatkraft sich wenig frohe Aussicht zeigte, wenigstens für nationale Geistesbildung rastlos Samen aus- stceute, Frucht einspeicherte oder zu künftiger Ernte den Boden vor bereitete. Was Perthes hierfür beabsichtigte und wirkte, und in ^ welcher Weise er seinem klargedachten Ziele zustrebte, liegt in diesem dritten Theile vor, der einen Eyklus von zahllosen eigenen und mehr denn zwanzigtausend an ihn gerichteten Briefen umfaßt. In letz- j teren fehlt kaum eine damals in Sachen der Wissenschaft und Bil- ! düng spruchfähige Notabilität. Alles von Perthes selbst Geschrie- I bene ist markig, scharf bezeichnend, selten im Vorurtheil befangen, ! überzeugend, oft als Motto anwendbar. Aus der Fülle des Vor- ! züglichen hält es schwer, einiges allgemein Gültige herauszuheben. ! Daher zwei Stellen concretecen Inhalts, hetreffend einen Gegen stand, der nicht oft laut und nachdrücklich genug zur Sprache ge bracht zu werden verdient. An einen jungen Gelehrten schreibt Perthes: „Allen Respect vor den Gelehrten, aber vergessen Sie nicht: > cher Theil. Fülle des Geistes, Tiefe des Sinnes, Ahnung des Höheren, Erfah rung der Welt, Feinheit des Betragens, Gewandtheit und Kraft zum Handeln , Wahrheitsliebe, Redlichkeit und Liebhaben, das Alles kann dem Menschen fehlen, und doch kann er ein großer Gelehrter sein." Wie wahr! Nur sollte Perthes unter den Mängeln des Ge lehrten auch die bescheidene Abschätzung des eigenen Werthes und Anspruchslosigkeit im Verkehre mit Anderen ausdrücklich namhaft gemacht haben- Er sagt ungefähr, was Goethe's Tasso mit den Worten: Die Grazien sind leider ausgeblieben, Und wem die Gaben dieser Holden fehlen, Der kann zwar Viel besitzen, Vieles geben, Doch läßt sich nie an seinem Busen ruh'n- Ein anderes Mal schreibt PerthcS so an einen Philologen : „An Jacobs können Sie lernen, daß es nicht an der Philologie liegt, wenn so viele Philologen unleidlicher Natur und kleinlichen Charak ters und erfüllt von selbstsüchtigen Rücksichten sind." Man muß Friedrich Jacobs, dieses Muster aller seiner Standes- und Studien- Genossen, gesehen und gekannt haben, wie Schreiber dieses, und andererseits wissen, wie wenige unserer Philologen vom Geiste des Alterthums und des Humanismus, mit dem sie täglich umzugehen vorgeben, angehaucht sind, um anzuerkennen, wie richtig Friedrich Perthes die Menschen beurtheilt hat. (Mag. f. d. Lit. d. AuSl.) Die Veröffentlichung des Bundes-Preßgesetzes in Württemberg. Das würltemb. Regierungsblatt vom 11. Januar enthält eine Verordnung, betreffend die Vollziehung des Bundesbeschlusses vom 6. Juli 1854 über die Verhinderung des Mißbrauchs der Presse. Den Anfang des Aktenstücks, schreibt die A. A. Ztg-, macht ein wörtlicher Abdruck der 26 §§. des Bundesbeschlusses, an welche sich die Vollziehungs-Verordnung in 32 §ß. anreiht, sich aber in ihrem Eingang — hinsichtlich einzelner Bestimmungen des Bundesbe schlusses — einen auf deren Ausführung abzielenden Gesetzentwurf an die Stände gelangen zu lassen vorbehält. Hierher gehört ohne Zweifel die aus der Vollziehungs-Verordnung weggebliebene Be stimmung des Bundesbeschlusses, wornach die Preßpcocesse den Ge- schwornengerichten entzogen werden sollen, weil dies eine Abände rung des Schwurgerichtsgesctzes nöthig macht. Die Bestimmungen der Königl- Verordnung enthalten im wesentlichen folgendes: Con- cessionen in widerruflicher und unwiderruflicher Eigenschaft sind für Buchdruckereien, Buch-und Kunsthandlungen, Leihbibliotheken und Verkäufer von Zeitungen nothwendig, und können wieder in Folge
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