Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.06.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1933-06-20
- Erscheinungsdatum
- 20.06.1933
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19330620
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193306201
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19330620
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1933
- Monat1933-06
- Tag1933-06-20
- Monat1933-06
- Jahr1933
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
X; 140, so, Juni 1933. Redaktioneller Teil Börsenblatt f. d. DtschnBuchhandel. Stenographische»; Nericht über die Verhandlungen der Hauptversammlung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig am Sonntag Kantate, dem 14. Mai 1933, 9 Uhr, im Deutschen Buchhändlerhaus zu Leipzig. (Schluß zu Nr. 136 des Börsenblattes vom IS. Juni 1933). (Die Tagesordnung ist in den Börsenblättern Nr. S1 und 102 vom 20. April und 4. Mai 1933 abgedruckt.) Vorsitzender, Erster Vorsteher des Börsenvereins Hr. Fried rich Lldcnbonrg München): Ehe ich weitere Ausführungen mache, bitte ich Herrn Obcrregierungsrat Ziegler vom Reichsministe rium für Volksaufklärung und Propaganda das Wort zu ergreifen. Oberregierungsvat Ziegler (Berlin): Meine Heroen! Durch die Annahme dieses Antrages haben Sie ohne Zweifel dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda einen großen Vertraueirsbeweis erbracht; denn Sie haben sich damit cinverstandeu erklärt, daß ein Vertreter unseres Ministeriums in Ihr engstes Nktiousgremium hineingewählt worden ist. Ich möchte Ihnen ausdrücklich für diesen Vcrtrauenserwcis unseren Dank aussprechen. Ich halte es aber gleichzeitig für meine Pflicht, Ihnen sofort bokanntzugeben, welcher Person Sie damit Ihren Vertrauens erweis erbracht haben. Ich darf Ihnen Mitteilen, daß der Herr Minister für Bolksaufkläruug und Propaganda Herrn vr. W i s- m ann, der hier in Ihren Reihen weilt, mit diesem Amte be traut hat. Meine Herren, ich weiß nicht, ob Ihnen Herr vr. Wismann bereits näher bekannt ist. Herr vr. Wismann stammt selbst aus dem Verlagsgcwerbe im weitesten Sinne. Er ist Journalist ge wesen und war gleichzeitig im Verlagsgewerbe tätig. Ich hoffe und wünsche, daß Ihre Zusammenarbeit mit Herrn vr. Wis mann, den ich Ihnen als einen Mann von Wissen, von Tatkraft und Charakter vorstellen darf, zum Gedeihen des gesamten deut schen Buchhandels ausschlagen möge. (Lebhafter Beifall.) Erster Vorsteher vr. Friedrich Oldenbourg: Ich darf Herrn Oberregierungsrat Ziegler für seine Ausführun gen herzlich danken und darf Herrn Ol. Wisman n in unseren Reihen ganz besonders willkommen heißen. Wie ich schon sagte, legen wir Wert auf Kameradschaft, und trenn wir auch wissen, daß dem Vertreter eines Reichsministe riums nicht nur Kameradschaft, sondern auch Führung obliegt, so können Sie doch versichert sein, daß bei uns das Vertrauen volltommen ist, daß wir zu einer gedeihlichen Arbeit kommen werden, und ich darf Ihnen Mitteilen, daß diese Arbeit morgen beginnt. (Lebhaftes Bravo.) Ich habe nun in diesem Zusammenhänge noch einige Mit teilungen zu machen. Zunächst möchte ich auf folgendes Hinweisen. Der Aktions ausschuß als solcher ist selbstverständlich mit so wichtigen Aus gaben betraut, daß es unmöglich ist, ihn — um mich einmal so auszudrücken — mit Kleinkram zu belasten, daß es ihm aber auch unmöglich ist, alle diejenige Arbeit zu leisten, die wir in verantwortungsvoller Weise auf Grund der Satzung des Bör senvereins ini Sinne eines Vorstandes auch weiter leisten müß ten, wenn wir uns an dessen Stelle setzen wollten. Wir sind der Auffassung, daß die Arbeit, die der Vorstand bisher geleistet hat, vom Vorstand weiter geleistet werden soll, aber daß ihre Voll ziehung, ihre — wenn ich mich so ausdrücken darf — Führung beim Aktionsausschuß liegt. Wir brauchen, wie ich das vorhin schon gesagt habe, jeden Buchhändler für die Arbeit, wir brauchen insbesondere den fachmännischen Rat, wie er im Vor stand gegeben ist, und wir hoffen, daß die Zusammenarbeit zwi schen Aktionsausschuß und Vorstand uns so reibungslos wie mög- 446 lich in die neue Regelung hineinführt, die dann, wie ich schon an deutete, auf gesetzmäßiger Grundlage zu treffen ist. Ich glaube, die ganze Versammlung ist mit mir darin einig, daß nichts bessere Gewähr dafür bietet, daß die Arbeit gut wird, als wenn wir die gesunde Überlieferung in unseren Reihen sortsetzcn, und wenn auf der anderen Seite all dem, was neu Hervorbrechen muß, um di« neue Zeit wirklich zu gestalten, die Bahn frei ge macht wird. Ich möchte dann folgendes beianntgeben. — Die buchhänd lerischen Mitglieder des Aktionsausschusses, die bisher, wie ich schon sagte, allein in der Lage waren, gestern eine kurze Vor besprechung abzuhalten, waren sich darüber klar, daß es unzweck mäßig wäre, hier nun schon ein Programm zu verkünden, und zwar um so unzweckmäßiger, als vom bisherigen Vorstand, so wie er hier noch versammelt ist, ein Programm veröffentlicht worden ist, das, wie auch die Ausführungen des Herrn Kultus ministers heute gezeigt haben, im wesentlichen die Punkte berührt, die für uns maßgebend find. Wir sind der Anschauung, daß die ses Programm als einstweiliges Programm auch des Aktions ausschusses anzusehen ist, daß wir uns aber Vorbehalten müssen, es zu erweitern, es insbesondere auch zu erweitern nach der kul turellen Seite hin, wozu wir der Mitarbeit des Herrn vr. Wis mann unbedingt bedürfen. — Ich möchte das lediglich zur Klar stellung der zukünftig einzuhaltenden Linie bekanntgeben. Dann aber möchte ich bitten, daß meine neuen Kollegen in dem Aktionsausschuß, Herr Baur, Herr Riegel und Herr Fritsch, sich — möglichst mit Stuhl — (Heiterkeit) hier oben niederlassen. (Geschieht.) Liebe Kollegen! Nachdem wir nun den wichtigsten Teil un serer heutigen Tagesordnung glücklich erledigt haben, werden Sie wahrscheinlich sehr erfreut sein, wenn ich Ihnen gleich sage, daß selbstverständlich der Aktionsausschuß Wert darauf legt, daß die Punkte 9 und 10 unserer Tagesordnung: 9. Antrag des Gesamtvorstandes aus Änderung der Satzung, 10. Antrag des Gesamtvorstandes auf Änderung der Verkaufs ordnung und der Verkehrsordnung, gestrichen werden. (Bravo!) Erhebt sich hiergegen Widerspruch? — Das ist nicht der Fall. (Zuruf.) Es wird mir eben nochmals zugerNfen, ich sollte zum Sofort programm des Buchhandels Stellung nehmen. Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis vor. Dieses Programm ist im Börsen blatt veröffentlicht, und auf dieses habe ich mich eben bezogen, als ich von der Zukunftsarbeit des Aktionsausschusses sprach. Ich würde es, meine sehr verehrten Herren, für falsch halten, wenn wir jetzt dieses Sofortprogramm einer Diskussion unterzögen; denn es entbehrt noch der Ergänzung, die der Aktionsausschuß ihm geben muß, und so möchte ich dringend bitten, von diesem Antrag, über dieses Sofortprogramm zu sprechen, abzusehen. Herr Heinrich, Saarbrücken, hat sich noch zum Worte gemeldet. Paul Heinrich (Saarbrücken): Meine sehr geehrten Kollegen! Im Aufträge des Vereins der Buch- und Musikalien händler im Saargöbiet und als sein vom Kreisverein der Rhei nisch-Westfälischen Buchhändler entsandter Vertreter habe ich die Ehre und Freude, der Hauptversammlung des Börsenvereins
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder