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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.06.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1933-06-20
- Erscheinungsdatum
- 20.06.1933
- Sprache
- Deutsch
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der Deutschen Buchhändler zu Leipzig treudeutsche Grüße vom deutschen Saarbuchhaudel zu überbringen und den Beratungen des heutigen Tages besten Verlauf und Erfolg zu wünschen. Mit diesen Grüßen verbinde ich unseren herzlichsten Dank einem großen Teile der deutschen Verleger gegenüber dafür, daß sie in vollem Verständnis für unsere schwierige Lage während unserer Abtrennung vom Vaterland und unserer Einschaltung in das französische Zollgebiet mit all den damit verbundenen Verlusten an Zeit und Geld uns entgegengekommen sind. Wir fügen unserem Danke die Bitte an, sie mögen in dieser Opfer willigkeit nicht erlahmen, und immer weitere Verleger mögen sich ihnen anschließen, bis wir, will's Gott, in nicht zu ferner Zeit wieder als freies deutsches Volk aus freiem deutschem Bo den stehen. In unserer letzten Vorstandssitzung wurde einstimmig fol gende Entschließung getroffen: Der Verein der Buch- und Musikalienhändler im Saar- gebict begrüßt das Sofortprogramm des deutschen Buchhan dels mit lebhafter Freude und stellt sich bereitwillig und mit voller Überzeugung hinter die Beschlüsse des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, so wie er sich immer unlösbar mit Deutschland und dem deutschen Buchhandel verbunden fühlte. Er wird diese Beschlüsse auch im Saargebiet durch führen, soweit immer es ihm die durch die Abtrennung be dingten Verhältnisse möglich machen, in Verfolgung des höchsten Zieles der saarländischen Kultur- und Wirtschafts politik: der Rückgliederung des Saargebietes. Der Verein der Buch- und Musikalienhändler im Saar gebiet ist sich seiner hohen kulturellen Aufgabe voll bewußt. Er steht daher von jeher auf rein nationaldeutschem Boden, dessen geistige Güter er in Treue und Zuversicht in schweren Jahren gewahrt hat und weiter wahren wird, und erwartet mit Sehnsucht den Tag, an dem das Saarland wieder mit unserem geliebten deutschen Vaterland und seinem neu ge einten Volk verbunden wird und von dem ab er uneinge schränkt und mit vollem Herzen das Programm durch führen kann. (Lebhaftes Bravo und Händeklatschen.) Erster Vorsteher vr. Friedrich Oldenbourg: Ich darf nach dieser freudigen Zustimmung von unseren Brüdern an der Saar annehmen, daß auch alle Brüder von nah und fern, wie sie hier versammelt sind, in gleicher Weise zustimmen, und ich glaube, wir können damit der Hoffnung Ausdruck geben, daß nun die Arbeit so beginnen kann, wie sie begonnen werden muß, getragen von unserem Zusammengehörigkeitsgefühl als deutsche Buchhändler. Wir haben nun noch nicht erledigt den Punkt 8 der Tages ordnung: Antrag des Gesamtvorstandcs: Die Hauptversammlung wolle beschließen: Die Bestim mungen derSatzung 8 6 Satz 2 und 3, 8 14 b Satz 2 und 8 28 o letzter Satzteil (sowie die Wahrung des im 8 0 Satz 2 der Satzung angestcllten Grundsatzes) bleiben in Kraft. Von der Außerkraftsetzung von 8 6 Satz 3 wird abgesehen. Ich mache darauf aufmerksam, daß es sich hier — ich möchte beinahe sagen: — lediglich um eine juristische Notwendigkeit handelt. Da auch der Aktionsausschuß Wert daraus legt, daß alles vollkommen satzungsgemäß vollzogen wird, haben wir den Z 8 unserer Satzung nötig, der aber außer Kraft treten würde, wenn wir ihn nicht heute erneut bestätigen würden. Sofern irgend jemand weitere Aufklärung wünscht, möge er sich zum Worte melden. — Das geschieht nicht. Ich darf deshalb annchmen, daß die Hauptversammlung mit dem Anträge, wie er in der gedruckten Tagesordnung verzeichnet ist, einverstanden ist. Ich stelle den Antrag zur Abstimmung. Wer dagegen ist, möge sich erhöben. — Es erhebt sich niemand. Der Antrag ist einstimmig angenommen. Damit ist auch Punkt 8 der Tages ordnung erledigt. Punkt 11 der Tagesordnung: Antrag des Gesamtvorstandes aus Ehrung zweier verdienter Mitglieder. Am Ende einer Kantateversammlung — ich habe dies schon verschiedentlich aussühren dürfen — ist es für den Ersten Vor steher des Börsenvereins immer eine große Freude, wenn er alten Kämpen des Buchhandels den Ausdruck des Gesamtbuch handels übermitteln darf, der uns satzungsgemäß in die Lage versetzt, diöse unsere Treuesten zu ehren, und so darf ich heute wieder zwei aus unseren Reihen besonders auszcichnen. In Wirklichkeit ist es ja so, daß sich diese selbst ausgezeichnet haben (Zustimmung) und das, was jetzt hier geschieht, nur der Aus druck dafür ist, daß der Gesaintbuchhandcl die Arbeit, die sic ge leistet haben, mit Dank und mit größter Hochachtung schätzt. Ich möchte zunächst bekanntgeben, daß der Ehrenausschuß und der Vorstand beschlossen haben, das Goldene Ehrenzeichen zu verleihen Herrn Hans Volckmar. (Lebhaftes Bravo!) Er ist heute nicht unter uns, weil sein Gesundheitszustand dies leider nicht zuläßt. Ich darf sagen, daß ich ihn besonders vermisse; denn obwohl er an Jahren älter ist als ich, gibt es wohl kaum einen Menschen, der mit solchem Eifer und mit solch stürmender Kraft immer am Neuen gearbeitet hat wie er, und was er für eine Kraft war, das zeigt sich am besten dadurch, daß er abge sehen von den vielen ^renämtern, die er im Buchhandel be kleidet hat, in einer Zeit die Finanzen des Börsenvereins ge führt hat, die wohl die schwierigste war, die man sich vorstellen kann: er war unser Erster Schatzmeister von 1917 bis 1923! Er hat also den Börsenverein während der schwersten Zeiten in die ser Hinsicht betreut: zuerst zwei Kriegsjahre hindurch und dann während des ganzen Elends der Inflation, und er hat seine Aufgabe in einer Weise erfüllt, die es uns möglich gemacht hat, im Börsenverein so zu arbeiten, wie Sie es auch heute noch sehen. Bei nicht richtiger Führung der einschlägigen Geschäfte hätte es sich leicht ereignen können, daß der Börsenverein an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten zugrunde gegangen wäre. Sein Verdienst ist es, daß er klug und vorausschauend alles getan hat, was in seinen Kräften stand, um uns über diese Zeiten finanziell hinwegzuführen. (Lebhaftes Bravo!) Meine Damen und Herren, ich glaube, Sie sind mit mir einig, wenn ich Ihnen Vorschläge, daß wir ihm, indem ich hier verkünde, daß ihm das Goldene Ehrenzeichen verliehen ist, einen herzlichen Buchhändlergruß schicken, und daß Sie mich beauf tragen, sobald mir das irgendwie möglich ist, ihm persönlich die Buchhändlerhand zu drücken. (Lange anhaltendes lebhaftes Bravo und Händeklatschen.) Aber wir haben noch eine Steigerung. Es ist gewiß — ich möchte beinahe sagen: — Brauch geworden, daß der Börsenver ein seine Altvorsteher zu Ehrenmitgliedern ernennt. Aber das liegt nicht etwa am Börsenverein, sondern das liegt an diesen Vorstehern. Wir dürfen wohl sage», daß die Reihe der Männer, die hier gearbeitet haben, immer Persönlichkeiten waren, die es verdienen, besonders geehrt zu werden, und ich darf sagen, daß es mir eine Beruhigung ist, daß durch die Schaffung eines kom menden Berufsständegesetzes ich aus der Verlegenheit befreit bin, jemals in Gefahr zu kommen, Ehrenmitglied zu werden, (Heiterer Widerspruch) und daß ich deshalb in diesem Augen blick vollständig frei sprechen kann, wie es mir ums Herz ist. Und nun bitte ich Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren: Erheben Sie sich! (Die Versammelten erheben sich.) Wir wollen unseren Altvorstcher, unseren Jubiläumsvorsteher Herrn Max Röder, einstimmig zum Ehrenmitglied ernennen, (Stürmischer Beifall) und ich glaube, daß keiner unter Ihnen ist, der nicht diesen: treuen Kameraden, der in zwölfjähriger Vor standsarbeit hier ein gut Teil seiner Lebenskraft eingesetzt hat, zum Ausdruck bringen wird, wie wir ihm danken. — Unser neues Ehrenmitglied Heil! — Heil! Heil! (Die Versammel ten stimmen lebhaft in die Heilrufe ein.) Paul Hammerschmidt (Hagen i. W.): Meine sehr verehrten Kollegen! Im Aufträge des Kreisvereins der Rhei nisch-Westfälischen Buchhändler habe ich mir die Ehre erbeten, unserem neuen Ehrenmitglied den ersten Glückwunsch darbrin gen zu dürfen. Herr Max Röder ist gewachsen auf rheini sche»: Boden. Er hat dem Kreisverein der Rheinisch-Westfäli schen Buchhändler in treuer Arbeit gedient; er ist einer unserer Besten, und ich freue mich von Herzen, und wir sind als Kreis verein stolz darauf, daß er einer der Unsrigen war. Der Kreis verein der Rheinisch-Westfälischen Buchhändler ist nicht nur einer der größten Kreisvereine, er ist auch zugleich der älteste —
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