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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.06.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1928-06-21
- Erscheinungsdatum
- 21.06.1928
- Sprache
- Deutsch
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142, 21. Juni 1928. Redaktioneller Teil. In Ihren Händen befindet sich ein Wahlzelle! mit Vor druck. Aus diesem Wahlzettel sind die Vorschläge des Wahlaus schusses vorgedruclt. Es steht selbstverständlich jedem Mitglieds frei, hier andere Vorschläge zu machen oder auch ohne förmliche Vorschläge andere Herren zu wählen. In diesem Falle müßte auf die sreigelassene Zeile der Name desjenigen geschrieben wer den, den das betreffende Mitglied zu wählen wünscht, und cs müßte dafür der oorgedruckte Name gestrichen werden. Ich frage zunächst, ob zu dem Punkte Neuwahlen das Wort gewünscht wird. — Das ist nicht der Fall. Dann ist die Aussprache geschlossen. Ich frage, ob noch irgendein Zweifel über die Benutzung des Wahlzettels vorhanden ist. — Das scheint nicht der Fall zu fein. Dann bitte ich, die Wahlzettel auszufüllen, und bitte die Herren Stimmzählcr, die Wahlzettel einzusammeln. (Geschieht.) Ich schlage vor, daß wir während des Einsammelns der Stimmzettel weitcrgehen und in die Beratung des nächsten Punk tes der Tagesordnung eintreten; um so eher werden wir fertig. (Zustimmung.) Punkt II der Tagesordnung lautet: II. Prüfung und Genehmigung des Verwaltungs berichts, des Jahresabschlusses und des Haus- haltplanes der Deutschen Bücherei. Meine Herren, der Jahresbericht des Börsenvereins ent hält in seinem dritten Teil auf Seite 17 einen kurzen Bericht über die Deutsche Bücherei. Der ausführliche Jahresbericht konnte leider nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, da das Etats jahr der Deutschen Bücherei nicht mehr, wie früher, mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, sondern von April zu April läuft, und weil es mit Rücksicht auf das frühzeitige Fallen des Kansate- termins der Deutschen Bücherei nicht möglich war, den ausführ lichen Jahresbericht bis heute fcrtigzustcllen. Ich bitte, einst weilen die kurzen Abschnitte des Geschäftsberichts des Börscn- vcreins über die Deutsche Bücherei als kurzen Jahresbericht über die Bücherei hinznnchmen. Der ausführliche Bericht wird selbst verständlich im Börsenblatt veröffentlicht werden. Er unter liegt dann auch der Genehmigung des Verwaltungsrates der Deutschen Bücherei, und sollten sich irgendwelche Anstände er geben, so würde ich Sie bitten, sie hierher zu melden, damit sie abgestellt werden können. Dagegen liegt die Drucksache, die den Jahresabschluß und den Haushaltplan der Deutschen Bücherei enthält, hier auf dem Tisch des Hauses oder sic befindet sich sogar in Ihren Händen; denn sic hat wohl mit aus den Stühlen gelegen, sodaß wir darüber beraten und abstimmen könnten. Wird das Wort zu diesem Punkte der Tagesordnung ge wünscht? — Das ist nicht der Fall. Dann schließe ich die Aus sprache und lasse abstimmen. Ich bitte diejenigen Herren, die den Jahresabschluß, den Haushaltplan und den vorläufigen kurzen Geschäftsbericht der Deutschen Bücherei genehmigen wollen, sitzen zu bleiben. — Der Haushaltplan, der Jahresab schluß und der Jahresbericht der Deutschen Bücherei sind ein stimmig genehmigt. Wir kämen zum dritten Punkte der Tagesordnung: Antrag des Vorstandes auf Genehmigung des mit dem Verein Deutsche Buchhändler-Lehranstalt zu Leipzig abzuschließenden und auf Übertragung des Eigentums und der Verwaltung der Deutschen Buchhändler-Lehranstalt auf den Börsenverein gerichteten Vertrages. Ich gebe dazu das Wort unserem Zweiten Schriftführer Herrn Diederich. Berichterstatter Zweiter Schriftführer Albert Diederich (Dresden): Meine sehr verehrten Frauen und Herren! Ich glaube in Ihren: Sinne zu handeln, wenn ich darauf verzichte, Ihnen eine lange Begründung dieses Antrages zu geben, und wenn ich mich auf wenige Worte beschränke. Ich glaube, wir gehen alle darin einig, daß es eine der Hauptpslichten unseres Börsenvereins ist, für seinen Nachwuchs zu sorgen. (Sehr richtig!) Herr tzosfmann hat ja bereits warme 688 Worte dafür gefunden, daß eines der wichtigsten Mittel für diese Ausbildung unseres Nachwuchses wohl die Buchhändler-Lehr anstalt sei, daß sie das aber noch in erhöhtem Maße werden könnte, wenn der Börsenverein selbst sie unter seine Fittiche nähme. (Sehr richtig!) Wir hatten deshalb beschlossen, mit den zuständigen Faktoren, zunächst mit dem Verein Buchhändler- Lehranstalt, mit den betreffenden Behörden: mit dem Sächsischen Wirtschaftsministerium, mit der Stadt Leipzig und der Handels kammer, in Verbindung zu treten, und wir müssen sagen: wir haben das weitestgehende Entgegenkommen gefunden. Herr Ge heimrat vr. Klien war ja bereits so liebenswürdig, darauf hin zuweisen. Die Stadt Leipzig hat uns sogar erklärt, daß sie gern bereit sein würde, wenn die Anstalt weiter ausgebaut würde, auch tiefer in ihren Säckel hineinzugreifen. Das Wirtschafts ministerium hat uns diese Zusicherung leider noch nicht geben können; aber ich glaube, daß wir auch dort auf Gegenliebe stoßen werden. (Bravo!) Ich möchte Sie nun bitten, uns die Genehmigung zu er teilen, in weitere Verhandlungen einzutreten, und stelle dem nach den Antrag: Die Hauptversammlung wolle beschließen: Der Vorstand wird ermächtigt, zwecks Übernahme des Eigentums und der Verwaltung der Buchhändler-Lehranstalt einen Vertrag mit dem Verein Deutsche Buchhäitdlcr-Lehranstalt, Eingetragener Verein, und erforderlichenfalls einen weiteren Vertrag mit dem Verein der Buchhändler zu Leipzig abzuschließen. Ich bitte um Unterstützung und Annahme dieses Antrages. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender, Erster Vorsteher des Börsenvereins Max Röder (Mülheim a. d. Ruhr): Soll ich den Antrag noch einmal verlesen? (Wird verneint.) — Das ist nicht notwendig. Wer wünscht das Wort zu diesem Anträge und zu diesem Punkte der Tagesordnung? — Es erfolgt keine Wortmeldung. Die Besprechung ist geschlossen. Wir kommen zur Abstimmung. Ich bitte diejenigen Herren, die bereit sind, dem Vorstand diese Ermächtigung zum Abschluß eines Vertrages mit dem Verein Deutsche Buchhändler-Lehr anstalt, Eingetragener Verein, und erforderlichenfalls auch mit dem Verein der Buchhändler zu Leipzig zu erteilen, keine Hand zu erheben. — Es erhebt sich keine Hand; die Einwilligung ist einstimmig erteilt. (Bravo!) Wünscht noch jemand einen Stimmzettel abzugeben? — Dann schließe ich die Wahl. Wir kommen zum vierten Punkte der Tagesordnung: Antrag des Ehrenausschusses des Bör se nvereins, das Bild des am 12. Dezember 1925 ver storbenen Ehrenmitgliedes des Börsenvereins, des Geheimen Kommerzienrats Carl Engelhorn-Stuttgart, im Saale des Buchhändlerhauses anzubringen. Meine Herren, die Person des 1925 verstorbenen, um den deutschen Buchhandel hochverdienten Berlagsbuchhändlers Ge heimen Kommerzienrats Carl Engelhorn ist"vielen von uns noch in bester Erinnerung. Ich darf von einem näheren Eingehen aus seinen Lebensgang und sein Lebenswerk absehen. Der Jahrgang 1927 des Buchhändler-Adreßbuchs hat eine vortreff liche Biographie Carl Engelhorns aus der Feder des Herrn vr. Paul Schumann gebracht. Wir gedenken heute Carl Engel horns als eines hervorragenden, weitblickenden Verlegers, der es in planvoller und zielbewußtcr Lebensarbeit verstanden hat, den vom Vater übernommenen Verlag zu stolzer Höhe zu ent wickeln. Durch die drei Verlagsgruppcn schöne Literatur, Archi tektur und Naturwissenschaften, vornehmlich aber durch Engel horns Romanbibliothck ist der Name Engelhorn aus dem ganzen Erdkreis bekanntgeworden. Der buchhändlcrischcn Organisation hat Carl Engelhorn in ehrenamtlicher Betätigung hervorragende Dienste geleistet. Der Dank der Berufsorganisation fand in der Verleihung der Ehren mitgliedschaft des Börsenvereins seinen Ausdruck. Mit dem Ein tritt in den Vorstand des Stuttgarter Berlcgervereins im Jahre 1887 begann Engelhorns Tätigkeit in der buchhändlerischcn Öffentlichkeit, die ihn in die höchsten Ämter führte, die der deutsche Buchhandel zu vergeben hat. Von 1891 bis 1897 war
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