Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.11.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-11-06
- Erscheinungsdatum
- 06.11.1934
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19341106
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193411060
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19341106
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1934
- Monat1934-11
- Tag1934-11-06
- Monat1934-11
- Jahr1934
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
^ 259, 6. November 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. Unter »gut« verstehen wir, wie schon verschiedentlich ausge- sührt, eine Fachliteratur, die auch für den einfachen Arbeiter les bar ist. In der Darstellung der Ausgaben des Amtes für Fach- und Berufspresse in der DAF wurde hierüber gesagt: »Wenn es In Deutschland außer den Fachzeitschriften der DAF schon wenig volkstümliche Kachblatter gibt, so ist säst die gesamte Fachliteratur, soweit sie den Büchermarkt betrifst, in einer Sprache geschrieben, die wohl dem akademisch Gebildeten verständlich ist, nicht aber einfachen Arbeitern. Die DAF hat sich aber zur Ausgabe ge macht, gerade dem Arbeiter, der in der Fabrik am Schraubstock steht, ein größeres Fachwissen zugänglich zu machen. Der Urquell deut scher Leistung liegt letzten Endes nicht beim Wissenschaftler oder Ge lehrten, sondern beim deutschen Facharbeiter. Deshalb wird es Aus gabe besonders der Fachpresse der DAF sein, zu fordern, daß die Bücher über fachliche Dinge so geschrieben sind, daß sie auch der Nicht-Akademiker verstehen kann. Ein Wort muß gerade in diesem Zusammenhang einmal gesagt werden: Auch wissenschaftliche Werke können in verständlicher Sprache geschrieben sein! Auch das Ziel müsse» w i r e r r e l ch e n, i n Deutschland eine volkstümliche Fachliteratur zu schaffen, wobei nicht etwa gesagt sein soll, daß die DAF selbst sachwissenschastlichc Werke herausgeben will. Die DAF will durch ihre Reichsbetriebs gemeinschaften und Reichsberufsgruppen neben allen guten Fach zeitschriften auch die brauchbare und wertvolle sonstige Fachliteratur unterstützen.» Die gesamten allgemeinen Werbemaßnahmcn werden nach den vom Rcichsministerium für Vollsaufklärung und Propaganda ge gebenen Richtlinien von den örtlichen Arbeitsausschüssen durchge führt. Sämtliche Presscwalter der DAF haben sich zur Unterstützung dieser Ausschüsse zur Verfügung zu stellen. In den Richtlinien des Arbeitsausschusses sür die Werbe aktion für die Fachliteratur heißt es u. a.: »Diese Spezialpropaganda stellt sich daraus ab, die für die von dem Neichsstanb sReichsverband deutscher Schriftsteller) getroffene Auswahl von Branchen bzw. Wirtschaftszweigen geeigneten Fach bücher zu empfehlen. In den einzelnen Fachzeitschriften muß für die Fachliteratur ganz besonders Raum gegeben werden. Der Fachschrist steller soll im Auftrag seiner berufsständischen Organisation über die Bedeutung der Fachliteratur und des Fachwissens im Rahmen der zusätzlichen Berufsschulung berichten. Die Mitarbeit der Betriebe soll darin bestehen, daß sie in ihrem ureigensten Interesse Buchschenkungen an Werkangehörige vornehmen, Werkbüchereien einrichten und ausbauen. Eine Zusammenarbeit des Kachbuchhanbels mit der Deutschen Arbeitsfront ist auf dem Gebiet der zusätzlichen Berufsschulung von größter Tragweite und kulturpolitischer sowie wirtschastspolitischer Bedeutung.» Sämtlichc Mittcilungs- und Fachblätter der DAF sind sofort in den Dienst dieser Werbeaktion zu stellen. In eigenen Aufsätzen müssen die Schriftleiter der Blätter auf die Bedeutung der Fachliteratur Hinweisen. Der »Informations dienst« der DAF wird hierfür ebenfalls Material zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sollen natürlich auch die Bücher poli tischen Inhalts sowie die schöne und Heimliteratur den Mitgliedern der DAF nahegebracht werden. Die Werbung für die Fachliteratur soll sich für uns natür lich nicht in dieser einmaligen Aktion erschöpfen, sondern wird auch in Zukunft weiter fortzuführen sein, im Interesse der Emporhcbung des deutschen Arbeiters zum besten Oualitätsarbeiter der Welt. Die Reichsfachschaft der Angestellten in Buchhandel und Verlag in der Reichsschrifttuinskammer hat an alle Bezirks- und Ortsgruppen-Obleute geschrieben: Im Sinne unserer Richtlinien haben sich, wie wir erfreulicher weise aus den Zuschriften entnehmen können, unsere Ortsgruppen bereits an den meisten Stellen zur Durchführung der »Woche des deutschen Buches» mit den Obleuten des deutschen Buchhandels zu- samincngesunden. Wir erwarten, daß die Kameraden und Kameradinnen sich rest los in den Dienst der Woche stellen, und bei der Arbeit die Worte des Herrn Reichsministers vr. Goebbels beherzigen: »Der Nationalsozialismus hat es stets als seine besondere Aus gabe angesehen, die Kulturgüter der Nation zum wirklichen Besitz des Volkes zu machen, und in den Dienst dieser großen Ausgabe stellt sich die ,Woche des deutschen Buches*. Es ist Ehrenpflicht, Sorge dafür zu tragen, daß der Rus, der an alle ergeht, nicht un- gehört verhallt!« Der Ausruf des Stellvertreters des Führers unterstützt in großzügiger Weise jede Werbetätigkeit für das politische Schrift tum bei den Organisationen der Partei. Der Gehilfenschaft und dem Jungbuchhandel wird es vor allem obliegen, während der »Woche des deutschen Buches« mit der HI, dem BdM und dem Jungvolk zusammenzukommen und in L e s e - abenden das deutsche Buch besonders herauszustellcn. In vor bildlicher Weise haben auf diesem Gebiet schon Franksurt a. M. und Eisenach vorgearbeitet. Es darf aber nicht nur bei einer vor übergehenden Mitarbeit bleiben, sondern diese Leseabende müssen der Anfang für eine fortdauernde Zusammenarbeit mit HI, BdM und Jungvolk im Sinne unserer Richtlinien sein. Mit dem großzügigen Plan des Arbeits ausschusses der »Woche des deutschen Buches« haben sich unsere Arbeitsgemeinschasten für Gemeinschaftsarbeit sür die Dauer des gan zen kommenden Jahres zu befassen. Im An schluß an die allgemeine Werbung, die auf das Kulturgut im Buch hinweist, sind in unseren Arbeitsgemeinschasten durch zusprechen und in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Obmann des deutschen Buchhandels praktisch vorzubereiten für jeden ein zelnen Ort: Die Werbung für das politische Schrifttum über die politischen Organisationen. Die Werbung für die Fachliteratur über sämtliche Wirtschafts- Verbünde und wirtschaftliche Institutionen. Die Werbung sür die schöne und Heimliteratur über die Kultur verbände. Es kommt alles daraus an, daß die Buch werbung auf diesen drei Gebieten stetig und nachdrücklich sofort im Anschluß an die große Aktion der »Woche des deutschen Buches« ge fördert wird, und es ist die Aufgabe jedes unserer Obleute, daß er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln unter Führung des Obmannes des Gesamt buchhandels sich auch der Durchführung die ses Planes mit annimmt. Wir vertrauen aus die in unserer Ortsgruppenarbeit gewach senen Kräfte der Gehilfenschaft und des Jungbuchhandels. So wollen wir durch tatkräftige Mitarbeit diese gemeinschaftlichen Auf gaben für den gesamten Buchhandel mit lösen helfen. Aufruf der NS - Frauenschaft zur Woche des Buches Wie weit die deutsche Frau künftig am Erleben und Gestalten der neuen Wirklichkeit unseres Volkes teilhabcn wird, wird nicht unwesentlich davon abhängen, welche Bücher auf das Gemüt der Frau einwirken. Denn Bücher umschreiben den geistigen und seelischen Lebens raum der Nation, und indem wir ihnen zuhören, fügen sie uns selbst mit ein in die Gemeinschaft der entscheidenden Geister, die dem Wesen und der Sehnsucht unseres Volkes den reinsten Ausdruck gaben. Gertrud Scholtz-Klink. Arbeitsausschuß „Woche des deutschen Buches" Reinhart S88
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder