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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.11.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-11-06
- Erscheinungsdatum
- 06.11.1934
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- Deutsch
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shz 259, 6. November 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b. Dtscha Buchhandel. zu einem der deutschen Art angepaßten Stil zu kommen, ist ein Mittel hierzu das deutsche Buch. Aber nicht jedes Buch schlechthin, sondern das Buch, das wirklich geeignet ist, im tiefsten Sinne der Familienpflcge dienen zu können. Es ist für den Kenner der Schrifttumsverhältnissc in der Vergangenheit nicht verwunderlich, daß verhältnismäßig wenig gute Bücher auf dem Gebiete der Familienpflege erschienen sind. Während früher in der deutschen Erzählerkunst Familie und Heimat lvgl. Heft 9 »Familie und Heimat in deutscher Erzähleriunst« der Schriftenreihe des Rcichsausschusfes für Volksgesundheitsdicnst, Berlin NW 7, Robcrt-Koch-Platz 7) eine deutsche, artgemätze Ge staltung erfahren haben, haben in jüngster Zeit derartige Ver öffentlichungen nicht ini Vordergrund gestanden. Es ist nur eine große Anzahl von Schriften der Erb- und Rassenkundc, der Erb- und Rassenpflegc und der Familienkunde erschienen, in denen der lebensgesetzlichcn Anschauung des Nationalsozialismus Rechnung getragen wird, in denen aber nicht zum Ausdruck gebracht wird, was für die Erhaltung und Förderung der deutschen Gesittung notwendig erscheint. Hier liegt noch eine große Aufgabe für die schöpferischen Volksgenossen. Die Verleger sollten einen schärferen Maßstab an die ihnen in größerem Umfange angebotenen be völkerungspolitischen Manuskripte stellen und wirklich nur das Beste vom Besten veröffentlichen. Es muß endlich mit der Ab schreiberei gebrochen werden. Es ist zwecklos, billige Aufklärungs- Hefte zu schaffen, um dadurch die Benutzung der einschlägigen grundlegenden Werke überflüssig zu machen. Wiederholt konnte ich seststellen, daß gerade durch solche billigen Schriften die Volks genossen nur allzu leicht zur Oberflächlichkeit erzogen werden. Das muß auf jeden Fall vermieden werden. Gesittung läßt sich schlecht über diesen Weg aufbaucn. Denn was wir benötigen, ist eine Vertiefung völkischen Wollens und Handelns. Hier mitzuwirken, ist das deutsche Buch mitberufen. Allerdings muß an solche Werke ein sehr strenger Maßstab an gelegt werden. Das Beste ist gerade gut genug für das deutsche Volk. Für schöpferische Volksgenossen bietet sich hier ein weites Betätigungsfeld. Das Ziel sehe ich darin, die Aufgabe der kinder reichen, rassisch wertvollen, erbgesunden Familie im Dritten Reich in künstlerisch hochstehender Form zu schildern. Wahrlich eine Auf gabe, die der Mühe wert ist. Der nordische Lebensstil, bedingt durch den starken nordischen Blutsanteil des deutschen Volkes, be darf einer künstlerischen Darstellung, gewonnen aus eigenem Er leben, gewonnen aus eigenem inneren Erschauen, überdies en Weg wird das Buch der Familienpflege, die für die Erhaltung der deutschen Art unbedingt not wendig ist, in hervorragender Weise dienen können. vr. jur. Ruttke. Der Bauer und sein Buch »Der Bauer und sein Buch!« Das hätte man einmal vor dem Kriege schreiben sollen. Da war der Bauer eine Witzblattfigur, nach den Operettenmelodien etwa des »Fidelen Bauern«. Eine Witzblattsigur im günstigsten Falle; sonst aber der Ausdruck alles dessen, was man als plump, roh, ungebildet und ungehörig ver ächtlich machen wollte. Und nicht nur Karl Marx sprach von der »Idiotie des Landlebens«. Auch höchst verdienstvolle Stände, wie die Offizierskorps und Beamtenkörper des Bismarckreiches standen dem Bauerntum verständnislos gegenüber. Du konntest auf einem Hof in der Heide sitzen, in ununterbrochener Geschlechterfolge, seit deine Ahnen dem Kaiser Rotbart oder dem Deutschen Orden auf den Krcuzzügen verdienstvolle Hilfe leisteten, meldetest du als Zivilbcruf »Bauer« oder »Bauernsohn», so warst du höchstens noch beim Train zu brauchen. So tief saß auch in den damals maß gebenden Volkskreisen die Verächtlichmachung, die den Bauern durch volksfremdes Recht und fremde Weltanschauung getroffen hatte. Heute ist das anders geworden. Der Bauer hat durch das Reichsnährstandsgesetz Reichsstandschast erworben und das Reichs- erbhofgesctz und darüber hinaus die nationalsozialistische Verwal tungspraxis sichern ihm wieder sein Erbe, Haus und Hof und geben ihm wieder die Möglichkeit, das zu sein und zu bleiben, was seine von Natur bestimmte Aufgabe ist: Eine Blutsquelle des deut schen Volkes! Und so verlangt der Bauer auch von seinem Buch in erster Linie nationalsozialistische Haltung. Er verlangt, daß aus der Bauern literatur alles das ausgemerzt wird, was seit Kannstatt und Verden unsere Weltanschauung entstellt, unser Recht zerstört und die Bauernarbeit als »knechtisch« verächtlich macht. Der Bauer verlangt, daß wieder germanische, deutsche Sitt lichkeit im Sinne der Zucht in der Bauerndichtung zum Aus druck kommt und den Willen zur Zucht im deutschen Menschen hoch hält; er verbittet sich »Dichtungen«, in denen vor dem Hause fleißig gebetet wird, während hinter dem Hause auf dem Heuboden der Ehebruch, die Unzucht zu Hause ist. Und ebenso verbittet er sich allen Kitsch, wie der Reichsbaucrnführer ja auch schon die Aufführung der Operette vom Fidelen Bauern verboten hat. Vom wissenschaftlichen Buch erwartet der Bauer nicht in erster Linie »Technik«, in erster Linie sollen Bauernrecht und Bauernge schichte — frei von allen Jrrtümcrn und Fälschungen der vergange nen Zeit — und die Lehre vom deutschen Blut und seiner Gesetzlich keit an den bäuerlichen Menschen, besonders die Jungbauernschaft, herangebracht werden und in zweiter Linie erst die Landwirtschafts lehre, die freilich auch nicht vernachlässigt werden darf. Und so sind dieses die Forderungen des deutschen Bauern an sein Buch: Zum ersten soll es dein Leben der Seele dienen, in zweiter Linie das deutsche Bauernrecht und seine Geschichte und die Gesetzlichkeiten des deutschen Bauernblutes künden, und zum dritten, den landwirtschaftlichen Fortschritt fördern, ohne aber der deutschen Seele, dem deutschen Blute und dem deutschen Recht Schaden zu tun. Wenn der deutsche Schriftsteller diese Forderungen, die ja zu gleich Forderungen unserer Bewegung und unseres Reichsnähr stands sind, stets beachtet, wird der deutsche Bauer immer ein Freund und Förderer des deutschen Buches sein. Walter zur Ungnad. Neuregelung der Wirtschaftswerbung in Druckschriften Die für den Buchhandel wichtigen Vor schriften der neuen Zehnten Bekannt machung des Werberates der Deutschen Wirtschaft vom 20. Oktober 1934 (vgl. Reichsanzeiger 1934 Nr. 246 sowie in Anlehnung an »Wirtschastswerbung« Nr. 20 S. 137—140). Vorbemerkung: Es ist bekannt, daß die Wirtschastswerbung durch Anzeigen in neu erscheinenden Druckschriften auf Grund der Zweiten Bekannt machung des Werberats der Deutschen Wirtschaft vom 1. November 1933 (Reichsanzeiger 1933 Nr. 258), Ziffer 9 einer besonderen Ge nehmigung bedarf. 988 Für diese vor Jahresfrist erschienene grundlegende Zweite Bekanntmachung des Werberates war die Erkenntnis maßgebend, daß in früheren Zeiten ungeordneter Wirtschastswerbung gerade die werblich unersahrenen Kreise vielfach zur Erteilung von vornherein erfolgloser Anzeigenaufträge veranlaßt und dadurch häufig die mit untauglichen Werbemitteln gemachten schlechten Erfahrungen zum Schaden des gesamten Werbewesens fälschlich verallgemeinert wurden. Die im verflossenen ersten Jahre des Bestehens des Werberats der deutschen Wirtschaft herausgebildeten Ersahrungsgrundsätze haben nunmehr die Möglichkeit geschaffen, das bislang für die Wirt- schaftswcrbung in neu erscheinenden Druckschriften erforderliche Einzelgenehmigungsverfahren abzulösen und durch eine generelle
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