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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 08.02.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-02-08
- Erscheinungsdatum
- 08.02.1871
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18710208
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1871
- Monat1871-02
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Erscheint aukr Sonntag» täglich. — Bis früh S UHr eingehende Anzeigen kommen in der nächsten Nummer zur Aufnahme. Börsenblatt für den Beiträge für da» Börsenblatt sind an die Redactton — Anzeigen aber an die Erpedition desselben zu senden. Deutschen Buchhandel und die mit ihm verwandten Geschäftszweige. 32. Eigenthum de« BörsendercinS der Deutschen Buchhändler. -»» Leipzig, Mittwoch den 8. Februar. 1871. Amtlicher Theil. Verzeichniß der für das Archiv des Börsenvcreins eingcsandten Circulare mit eigenhändigen Unterschriften. Eingegangen im Monat Januar 1871. Circul. von Pet. Beissel in Meckenheim v. 20. December 1870. „ „ Franz Ebhardt in Brüssel v. 15. November 1870. (Gründung der Filiale betr.) „ „ Mar Faßheber, vorm. E- Frotscher in Arnstadt v- 2. Januar 1871. „ „ E. W. Frihsch in Leipzig v. 10. Januar 1871. (Ver kauf der Musikalien-Leihanstalt u. des Sortiments geschäftes betr.) „ „ Emil Frotscher in Arnstadt v. 2. Jannar 1871. (Geschäftsverkauf betr.) „ ,, L. G ü nther in Hamburg v. December 1870. (Ueber- nahme der Firma Böttncr Günther unter der Firma L. Günther betr.) „ „ Ulrich Hoepli.(T. Laengner's Buchh. sU. Hoeplis) in Mailand v. Januar 1871. „ „ Fräul. Luise Jonghaus (G. Jonghaus'fche Hof- buchh.) in Darmstadt v. 1. Januar 1871. (Verkauf des Sortimentsgeschästes betr.) Circul. von August Klingelhöffer, vorm. G. Jonghaus'fche Hosbuchh. in Darmstadt v. 1. Januar 1871. „ „ I- Kvrnackcr in Hildesheim v. 1. Januar 187l. (Uebergang des Geschäfts in den alleinigen Besitz L. Steffen's betr.) „ „ PaulKurtz (H. Lindemann) in Stuttgart v. Novem ber 1870. (Aufnahme v. Th. Knapp in das Geschäft betr.) " „ Theodor Laengner in Mailand v. Januar 1871. (Verkauf der Buchh. betr.) ,, „ F. A. Modes (Immanuel Müller) inLeipzig v. 2. Ja nuar 1871. (Procuraerth. betr.) „ „ P. Pab st in Leipzig. „ „ Alexander Schmiedekampf (A. Hildebrand's Buch- u. Musikh.) in Schwerin v. Neujahr 1871. (Firmirung unter eigenem Namen betr.) „ „ Julius Schneider (Braun L Schneider) in Mün chen v. December 1870. (Eintritt dess. in das Ge schäft betr.) „ „ Louis Steffen (I. Kornacker'sche Buch - u. Musikh. sLouis Steffens) in Hildesheim v. 1. Januar 1871. „ „ Friedr. Volckmar sen. (C.F. Amelang's Verlag) in Leipzig v. 16. Januar 1871. (Procuraerth. betr.) Leipzig, den 2. Februar 1871. Nichtamtlicher Theil. Drr Sörsrnarchivar: A. W. Volkmann. Ueber Pasquille und Caricaturen, mit besonderer Be ziehung auf unsere Tage. Von Otto Mühlbrecht.*) Zu Anfang des 16. Jahrhunderts lebte in Rom ein Schuh flicker, Namens Pasquino, eine jener Improvisatoren - Gestalten, wie deren heute noch in Italien gefunden werden, ein Mann von gesundem Mutterwitz und Hellem Verstände, der mit den Eigen schaften eines guten Volksredners zugleich ein klares politisches Ver- ständniß verband. Pasquino benutzte diese Gaben häufig dazu, seine Mitbürger in einer für diese sehr ergötzlichen Weise zu unter halten; er griff ein beliebiges Thema aus den Tages-Neuigkeiten heraus, beleuchtete cs, den Umständen angemessen ernst oder heiter, von allen Seiten, spottete bekannter Persönlichkeiten, geißelte staat liche Einrichtungen, begoß das Erhabenste wie das Niedrigste mit der Lauge seiner witzigen Kritiken, und erwarb sich dadurch Ruf und Ansehen, zumal er gewöhnlich nur seine Angriffe gegen wirklich Tadelnswerthes richtete. Sein Andenken hat sich in Rom erhalten, und als später zufällig auf der Stelle seiner früheren Wohnung, in der Gegend des jetzigen Palastes Orsini, eine ausgegrabene Säule aufgestellt wurde, taufte das Volk diese sehr bald mit dem Namen Pasquino und es entstand in Erinnerung an den Schuster die Sitte, witzige Anschläge in Wort und Bild, auf die Tagesneuigkeiten be züglich, an dieser Säule zu befestigen. Von diesem Gebrauche her schreibt sich der heute überall eingebürgerte Ausdruck Pasquill für Flugschriften, die in der Absicht geschrieben sind, den Angegriffenen lächerlich zu machen, bloßzustellen oder zu verfolgen; die Sache selbst natürlich ist viel älter als der jetzige Name. Es ist dies eine wunderbare Literatur, die in gewöhnlichen Zeiten wenig Boden findet, weil sie vor der ruhigen Ueberlegung, vor den edeln Eigenschaften der menschlichen Natur eigentlich nicht recht bestehen kann; in bewegten Zeiten aber, bei wichtigen Ereig nissen wie Revolution oder Krieg, ja auch bei friedlichen Begeben heiten , die aber dann ebenfalls die große Volksmasse in Mitleiden schaft ziehen müssen, da wuchert diese Literatur üppig empor wie die. 57 *) Aus der Vossischen Zeitung. Achtunddreißigster Jahrgang.,
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