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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.06.1908
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- Band
- 1908-06-05
- Erscheinungsdatum
- 05.06.1908
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- Deutsch
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6270 Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Nichtamtlicher Teil. ^ 129. 5. Juni 1908. Wiederholung, Wille, Zahnpflege. Zeichenunterricht, Zensur, Zerstreutheit, Zeugnis, Züchtigungsrecht, Zwangserziehung usw. usw., unter Angabe des Erscheinungsvermerks nach. Die zweite Schrift verzeichnet Schriften und Zeitschriften artikel über eine Auswahl von bedeutenden älteren und neueren Pädagogen. Fr. I. Klee meier. Kleine Mitteilungen. Papierindustrie und Papierhandel. — über das Geschäft im Jahre 1907 macht der kürzlich erschienene Jahresbericht der Handelskammer zu Berlin folgende Angaben: Dem steigen den Bedarf der Buchdruckereien, lithographischen Anstalten usw. entsprechend, war der Umsatz des Berliner Papiergroßhandels größer als im Vorjahre. Aber die Preise, die erzielt wurden, waren stark beeinträchtigt durch den scharfen Wettbewerb, den die hiesigen Papiergroßhandlungen untereinander ausübten und der fernerhin durch das direkte Angebot der Fabriken hervorgerufen wurde. Indem letztere nicht nur Großkonsumenten aufsuchen, sondern sich zum Teil auch unmittelbar an die kleine verbrauchende Kundschaft wenden, wird dem Handel die Erfüllung seiner Auf gaben erschwert. Er kann das Risiko, das er dadurch eingeht, daß er sein Geld in betächtlichen Vorräten festlegt und durch Kreditgewährung viele kleinere Betriebe unterstützt, nicht tragen, wenn ihm der bescheidene, aber sichere Nutzen entzogen wird, der aus den bisher unterhaltenen Geschäftsbeziehungen erwächst. Im übrigen gestaltete sich, wie schon angedeutet, der Papier großhandel im Berichtsjahre rege und umfangreich. Die im Jn- lande abgeschlossenen Mengen konnten zeitweise von den Fabriken nicht geliefert werden, ein Umstand, den die schwedischen Holzschliff fabriken zu einer Preiserhöhung ausnutzten. Zu erwähnen ist, daß der niedrige Wasserstand die Verfrachtungen längere Zeit hindurch auf der oberen und mittleren Oder, vorübergehend auch auf der Elbe hinderte. Die Bestrebungen des Verbandes Deutscher Druckpapier fabriken unterliegen naturgemäß in bezug auf ihre Berechtigung einer verschiedenartigen Beurteilung. Von den Freunden des Verbandes wird angeführt, daß der Verband einen Halt für die Papierindustrie und den Handel dadurch bilde, daß große Preisschwankungen nach oben und unten, wie sie früher statt fanden, vermieden würden und daß auch das Interesse des Handels damit mehr als bisher geschützt werde. Die Absicht, andere Stoffe als Zeitungsdruck ebenfalls zur Syndi katsbildung zu benutzen, bestand zwar im Berichtsjahre, wurde aber nicht ausgeführt. Die große Ungleichmäßigkeit der na türlichen und geschäftlichen Anlagen der einzelnen Papier- mehrere Betriebe zusammenschließen. Die notwendige Unterlage für die Ausführung des Syndikatsgedankens kann immer nur der Umstand geben, daß ein Betrieb zum mindesten den überwiegenden Teil seiner Produktion auf ein und denselben Stoff richtet, was aber bei den wenigsten deutschen Fabriken der Fall ist. Die Verkaussbedingungen, die im Jahre 1900 von seiten des Vereins Deutscher Papierfabrikanten festgesetzt worden waren, stießen schon damals auf den Widerspruch des Berliner Papier großhandels. Im Laufe der Jahre hat sich denn auch heraus gestellt, daß eine Reihe dieser Bedingungen nicht den Usancen des Berliner Papiergroßhandels entspricht. Die Verhandlungen, die im Jahre 1906 eingeleitet worden waren, hatten nicht zu einer Verständigung zwischen Fabrikanten und Händlern geführt und wurden deshalb vor kurzem neu ausgenommen. Im einzelnen ist über den Gang des Geschäfts folgendes zu berichten: Was den Umsatz in besserem Druck- und Schreibpapier anbelangt, so herrschte bis zum Monat April auf dem Markte keine einheitliche Tendenz, insofern die Betriebe sehr ungleich mäßig beschäftigt waren. Dies änderte sich im Mai, als das Geschäft lebhafter wurde; im August waren die Unterschiede im Beschäftigungsgrad annähernd ausgeglichen und die Lieferzeiten ziemlich normal. Im September und Oktober ließ der Bedarf nach, ohne daß indes die Preise dadurch beeinflußt wurden. Die Versuche, letztere zu erhöhen, waren zum großen Teil ver geblich, zumal die Fabrikanten nicht einig waren; nur im Juli war es vorübergehend zu einer Heraufsetzung der Preise ge kommen. Als im Oktober wegen des Mangels an Regen zahl reiche Holzstofffabriken zum Stillstand kamen und damit für die Papierfabriken das Rohmaterial knapp wurde, mußte man viel- fach auf Stoffe zuriickgreifen, deren Verarbeitung ein minder wertiges Fabrikat ergab. Der teure Geldstand war nicht ohne Einfluß auf die Ent wickelung des Umsatzes in der Branche. Angesichts der Geld knappheit schränkte das geschäftliche Publikum seine Ausgaben für Weihnachtsreklame (Beilagen zu Zeitungen, Kataloge usw.) ein, und es verringerte sich dementsprechend der Bedarf an Papier. Des ferneren war die Geldknappheit von ungünstiger Einwirkung auf die Zahlweise der Kundschaft. Erfreulich ist, daß im allgemeinen sich in den Kreisen der Konsumenten immer mehr der Geschmack für besseres Papier geltend macht. Die Ausstattung der Werke, Broschüren usw. wird vornehmer, und nur noch bei der billigsten Lektüre läßt Papiere gefallen. Es dringt allmählich auch die Überzeugung durch, daß für Werke, die eine Reihe von Jahrzehnten überdauern sollen, nicht mehr die seitherigen, lediglich aus Zellstoff oder Für das Geschäft im Zeitungsdruck ist der Umstand maß- vor den deutschen Markt beherrscht. Durch den Anschluß einer Reihe neuer Fabriken an den Verband ist dessen Position gestärkt worden, während die Einkaufsstelle deutscher Zeitungsverleger an Bedeutung verloren hat. Es gelang dem Verbände, eine Auf besserung der Preise für Exportware, durchzusetzen, was dadurch möglich wurde, daß Amerika vom September ab seine Eigen produktion selber verbrauchte und damit der Weltmarkt ent lastet wurde. Aus nachstehender Tabelle ist ersichtlich, in welchem Umfange der Verband an dem in- und ausländischen Absatz von maschinen glattem Zeitungsdruckpapier beteiligt ist. Es wurden abgesetzt Doppelzentner: tm Jnlande im Aulande ^ im ganzen 1906 1907 I 1906 1907 I 1906 I 1907 1286400 173d985 114100 239097 14005011 1976082 13190Ü 124« 131900 124383 31300 33000 31300 33000 durch Außenseiter. 862700 491501 j 8000 5800 870700 497300 Summa 2312300j2385868 122100 244897P43440012630765 Handelsregister - Eintragung. — In das Handelsregister. Abteilung L, Band I, O.-Z. 76 des Großherzoglichen Amtsgerichts Verlag der Zeitschrift -Industrie-Warte», Gesell schaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frei burg i. B. Gegenstand des Unternehmens Ist der Erwerb des Verlags der Zeitschrift -Industrie-Warte» in München, die Fortführung dieses Verlages Und die Vornahme aller hierauf bezüglichen und damit im Zusammenhang stehenden Handlungen und Geschäfte. Das Stammkapital beträgt 24 000 Geschäftsführer sind: Wilhelm Adam Müller, Chemieingenieur in Duisburg - Ruhrort und Karl Saur, Zivilingenieur in Freiburg i. B. Der Gesellschaftsvertrag dieser Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist am 16. Mai 1908 festgestellt. Die Dauer des Unter nehmens erstreckt sich bis zum 31. März 1913, falls ein Gesell schafter vor dem 1. Oktober 1912 gekündigt hat. Vom 31. März 1913 ab ist die Kündigung nur auf 31. März jedes fünften Jahres, erstmals 1918, zulässig, sie muß, um Wirkung zu haben, vor dem 1. Oktober des dem Auflösungstermine vorhergehenden Jahres erfolgt sein. Jeder Gesellschafter ist zur Vertretung und zur Ge schäftsführung berechtigt. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 129 vom 2. Juni 1908.) Ha«delSregister» Eintragung. — In das Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts Berlin-Mitte, Abteilung L, ist am 23. Mai 1908 unter Nr. 5347 eingetragen worden: Technik Druckerei und Verlagsanstalt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sitz: Berlin. Gegenstand des Unternehmens ist der Druck und Verlag der von Martin H. Blancke herausgegebenen technischen Zeitschrift
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