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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.12.1932
- Strukturtyp
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- 1932-12-03
- Erscheinungsdatum
- 03.12.1932
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- Deutsch
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x° 282, 3. Dezember 1932. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschu Buchhandel. Der Deutschen Bücherei, mit der uns gemeinsame Aufgaben und Ziele so oft zu gemeinsamer Arbeit im Dienste des schönen deutschen Buches verbunden haben, sendet zur Feier ihres 20jähri- gen Bestehens herzlichste Glückwünsche. Der Verein Deutsche Auchkünstler (gez.) Steiner-Prag, Vorsitzender Die Leitung des Deutschen Museums in München, das mit der Deutschen Bücherei durch besondere Beziehungen dienst licher und persönlicher Art verbunden ist, übersandte eine kostbar ge bundene Adresse mit nachstehendem Wortlaut: Das Deutsche Museum übermittelt der Deutschen Bücherei an läßlich der Feier ihres 2Vjährigen Bestehens seine herzlichsten Glückwünsche dazu, daß die Deutsche Bücherei in der kurzen Zeit ihres Bestehens sich zu einer der größten deutschen Bibliotheken entwickeln konnte und als Sammelstelle des gesamten deutschsprachi gen Schrifttums sowie als Zentralstelle der deutschen Bibliographie sich im Geistesleben Deutschlands und der ganzen Welt eine Stel lung von hervorragender Bedeutung errungen hat. Wir möchten bei dieser Gelegenheit unserer ganz besonderen Freude Ausdruck geben, daß die großen Erfahrungen, welche bei der Schaffung und bei dem Betrieb der Deutschen Bücherei ge sammelt wurden, dem Deutschen Museum dadurch zugute kommen, daß der Leiter der dortigen Bibliothek auch für unsere Bibliothek wertvolle Ratschläge gegeben und durch seine Mitarbeit die Aus gestaltung unserer Bibliothek gefördert hat. (gez.) vr. Osk. v. Miller (gez.) I. Zenneck Zu diesem Glückwunsch gesellte sich als weiterer der des Lei ters der Bibliothek des Deutschen Museums, Bibliothekars Dipl.-Jng. Hans Krüger-Kulm, der in der Deutschen Bücherei seine Ausbildung erhalten hat und daselbst bis zu seiner Berufung nach München tätig war. Zu der Zwanzig-Jahrfeier der Deutschen Bücherei möchte auch ich nicht versäumen, meine herzlichsten Glückwünsche zu übersenden, zumal ich in den sieben Jahren meiner Zugehörigkeit zur Deut schen Bücherei ja in allernächster Nähe d i e Entwicklung mit erleben durfte, die für die heutige Geltung der Bibliothek von aus schlaggebender Bedeutung ist. Aus meiner dortigen Tätigkeit heraus weiß ich auch, daß nicht nur die Stellung der Bibliothek nach außen hin beglückwünschenswert ist, sondern noch viel mehr der Geist, der an der Deutschen Bücherei herrscht, die Hingabe eines jeden einzelnen ihrer Mitarbeiter an die Idee »Deutsche Bücherei«, eine Hingabe, die das bisher Erreichte überhaupt erst möglich ge macht hat. Möge es der Bibliothek auch in aller Zukunft vergönnt sein, in der bisherigen Weise zu ihrem Ruhm und zum Nutzen der deut schen Kultur weiter zu schaffen! In größter Dankbarkeit (gez.) Dipl.-Jng. Krüger-Kulm Ter Verband ausländischer Pressevertreter E. V., der in den vergangenen Jahren zur Zeit der Messe mehrfach die Deutsche Bücherei besichtigte, sandte nachfolgenden Glückwunsch: Anläßlich Ihres Jubiläums gestatten wir uns, Ihnen die herzlichste Gratulation zu übermitteln und Ihnen für die Zukunft beste Erfolge zu wünschen. Verband ausländischer Pressevertreter (gez.) vr. Zeno Kuziela (gez.) Bintz Aus der Fülle der Privatpersonen, die mündlich oder schriftlich des Jubiläums gedachten, sei lediglich Reich sgerichts- Präsident i. N. Professor v. vr. Walter Simons angeführt, der an den Direktor ein Schreiben richtete, aus dem folgender Aus schnitt mitgeteilt sei: Aus Anlaß des zwanzigjährigen Jubiläums der Deutschen Bücherei möchte auch ich Ihnen, wenngleich etwas verspätet, meine Glückwünsche senden. Gern erinnere ich mich des Tages, an dem ich als Neichsgerichtspräsident den Vorzug hatte, von Ihnen durch die weiten Räume der Bücherei geführt zu werden und dabei unter Ihren erläuternden Worten die Zweckmäßigkeit und Großartigkeit der ganzen Anlage bewundern zu dürfen . . . Ihr in vorzüglicher Hochachtung ergebener (gez.) vr. W. Simons Lätzt sich das Publikum beraten? Von Zeit zu Zeit haben sich einzelne Verleger (z. B. Diederichs) durch Rundfrage an die Leser gewandt, um zu erfahren, warum man liest, ob die Kritik oder die Empfehlung zum Buchkauf geführt hat, und ähnliches mehr. So hatte jetzt auch der Verlag I. Engel- horns N a ch f., Stuttgart, durch seine »Literarischen Flug blätter« eine solche Rundfrage erlassen, und das neueste Heft (11) dieser Hauszeitschrift bringt- das Ergebnis. Es lagen 609 Ant worten vor, die hier ausgewertet sind. Der Verlag selbst weist aus die Vorbehalte hin, mit denen man das Material betrachten muß. Wer sind die Absender der Antworten? Etwa 30^2 sind mit dem Buch beruflich verbunden, und auch der Nest darf zu den Bücher freunden gerechnet werden. Das ergibt sich schon daraus, daß 94 Buchkritikeu in Zeitungen und Zeitschriften lesen, 6022 Literatur zeitschriften verfolgen und 86?L sich viel über Bücher unterhalten. Es handelt sich also -durchaus um das, was man ein literarisches Publikum nennen darf. Man muß sich das vor Augen halten, wenn man die dritte Frage des Verlags, die den Buchhandel besonders interessieren muß, und ihre Beantwortung ansieht. Nachdem nämlich in den ersten Fragen geforscht war, ob man Buchkritiken lese und die Kritik den Kaufentschluß beeinflusse, hieß es an dritter Stelle: »Oder kaufen Sie mehr nach dem Rat Ihres Buchhändlers?« Darauf haben nur 24 mit Ja, 505 -mit Nein geantwortet, während für 80 ein »teilweise« gesetzt wurde. Dies Ergebnis kann, denke ich, nicht überraschen, wenn mau sich überlegt, w e r da antwortet und in welchem Zusammenhang. Wenn ich nämlich soeben mich als Literaturblattleser vorgestellt habe, werde ich nicht die schöne Glorie des Kenners dadurch wieder zerstören, daß ich mich zur Hilssstelluug eines Buchhändlers bekenne! Diese Leute — man kann sie sich leicht vorstellen — kommen in die Buchhandlung, um ein bestimmtes Buch zu kaufen, das ihnen durch ihre Zeitung oder Zeitschrift empfohlen ist. Es ist nicht einzusehen, was bei diesem Kauf irgendein buch- händlerischer Rat noch tun sollte. Zeitung oder Zeitschrift haben ja in diesem Falle schon buchwerbend gewirkt — und das kann dem Buchhändler doch schließlich nur recht sein. Immerhin: der Kommentar des Verlags Engelhorn, der bei diesem Punkt am längsten verweilt, teilt noch mit, daß in einigen Fällen diese Frage sogar mit einem schroffen »Nie« beantwortet wurde. Spricht sich darin nicht sehr deutlich die Ablehnung des »Rats« aus, glaubt mau nicht geradezu die Empörung zu sehen, mit der die »Zumutung« einer solchen Beratung abgelehnt wird? Um aber dieses »Nie« zu beurteilen, müßte man wissen, wer es geschrieben hat. Gerade diese starke Verneinung schmeckt peinlich nach einem gewissen Snobismus, der es unter seiner Würde erachtet, sich in geistigen Dingen überhaupt beraten zu lassen und der sich freilich über den Buchhändler hoch erhaben glaubt. Ihm ist nicht zu helfen. Der Engelhornsche Kommentar hat aber doch wohl darin recht, daß gerade die Bücherfreunde, die sich nach wie vor im Laden gern beraten lassen, von seiner Rundfrage nicht -erreicht würden oder auf sie nicht geantwortet haben. Man wird also auf Grund solcher Zahlen lieber noch nicht von Vertrauenskrise zwischen Buchhändler und Buchkäufer, selbst nur andeutend, sprechen. Hierzu müßte mau erst einmal die Sortimenter hören: lassen sich wirklich die geistig stark interessierten Kreise des Publikums nicht mehr beraten? Vielleicht veranlassen die dankens werten und auch in manchem anderen Punkt noch aufschlußreichen Feststellungen Engelhorns den einen oder anderen Buchhändler, einmal vom Standpunkt des »Beraters« im Buchladen seine Er fahrungen mitzuteilen. F. Ml. „Kampf um Volksbildung". Unter diesem Titel veröffentlicht die »Vossische Zeitung« (Abend ausgabe vom 23. November) an leitender Stelle einen Artikel vom Direktor der städtischen Volksbüchereien in Breslau, Ine. tüeol. Ernst M o e r i n g. Er knüpft an die Nachricht an, daß im Zusammenhang mit dem Abbau des Referenten für Volksbüchcreiwesen, Ministerial rat Heinrich Becker, auch die vom Staat für Volksbüchcreiwesen und Volkshochschulen bisher bereitgestclltcn Mittel künftig sortfallcn sollen. Damit würde eine seit der Revolution erst langsam, all mählich planmäßiger und zielbewußter entsetzende Arbeit zum Er liegen gebracht werden. Zwar konnten von den NM 300 000.— 863
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