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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.09.1875
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1875-09-27
- Erscheinungsdatum
- 27.09.1875
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- Deutsch
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- Saxonica
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H. A. Pierer in Altenburg ferner: 10729. 8bsk68psare, s, micksrillimsr lliKbt's ärsam. Letiool säition. Uä. bz^ 0. I'. äs IVieksäö. 16. * 60 10730. Wurst, R. I.» kleine praktische Sprachdenklehre f. Elementarschulen. 22. Ausl. 8. 75 Nosenthal's Antiquariats-Buchh. in München. 10731. -s-Lsddlnovier, k., varins Isotionss in Nisebnain st in TÄinnä dud^Ionioniu. ksa:s VII. Iruot. Ludutli. Kr. 8. * 6 ^ Nümplcr in Hannover. 10732. Dürr, L», üb. äis Lnvsnäun^ äsr Xülts kei LuKSnüis.vir- dsitsii. xr. 8. * 2 70 ^ Schönlei» in Stuttgart. 10733.-j-Familien-Zeitung, allgemeine. Jahrg. 1876. (52 Nrn.) Nr. I. gr. Fol. Vierteljährlich 1 ^ 60 H; in 18 Liefgn. L 40 H I. Springer « Verlag ln Berlin. 10734. llüKSr, II., Uanäbaod äsr x1>uring.LSntise1iön Ursxis. 5. UtK. ^r. 8. * 2 ^ Stocckicht in Goslar. 10735. Pesel, E.» Puppen-Märchen. 16. Cart. * 1 ^ 20 Ä. Tascher's Buchh. in Kaiserslautern. 10736. Fleischmann, O., Was ihr wollt! Erzählungen u. Gedichte, gr. 8. * 3 ^ Thienemann in Gotha. 10737. Blätter, pädagogische, f. Lehrerbildung u. Lehrerbildungsanstalten. Hrsg. v. C. Kehr. 1875. Nr. 5. gr. 8. * 2 Wiegandt, Hempel Sc Parey in Berlin. 10738. Hartwig, I., u. Th. Rumpler, illustrirtes Gehölzbuch. gr. 8. * 18 ^ 10739. Henncberg, H., Einiges üb. doppelte Buchführung in Anwendung auf Landwirthschaftsbetrieb. gr. 8. * 3 ^ 10740. kLK6»8le«rIisr, ,4., ullKSwsins 2oo1vKis sä. OrunäKSsstrs ä. tdisr. Lau n. I-sksns. 1. Tbl. Kr. 8. * 7 10741. kr«88lsr, A. II., inutüsiliutissh-polxtseünisoiis Lristtnsobs ir>. InKsoisur-Älsöskusdit k. 8oün1s n. krnxis. 4. Lull. Kr. 8. 6sd. * 7 o« Nichtamtlicher Theil. Die sogen, christlichen Büchervereinc und dergl. Die in Nr. 217 d. Bl. von dem Vertreter der Buchhandlung des Vereinshauses in Leipzig in so Helles Licht gestellte Thätigkcit der sogen, christlichen Büchervereine re. läßt sich auch von einem andern Standpunkt betrachten, nämlich von dem des deutschen Buchhandels, und das Resultat dieser Betrachtung hat Anspruch, im Organ des deutschen Buchhandels auch verzeichnet zu werden. Man kann mit Recht fragen, ob diese Vereinsthätigkeit nicht ebenso viel, oder mehr schadet, als nützt, indem sie dazu beiträgt, einen Zweig des deutschen Buchhandels — und nicht den schlechtesten — zu schädigen, resp. ganz zu untergraben. Noch ehe es sogen, christliche Büchervereine gab, hat es Buchhändler gegeben, welche das selbe Ziel verfolgten und zwar aus eigener Intention und mit eige nen Mitteln, vielfach auch mit Darbringung eigener Opfer. Auch die Heilige Schrift ist zuerst von Buchhändlern (resp. Buchdruckern) verlegt und verbreitet worden, lieber diese Thätigkcit, welche, als eine bahnbrechende und in den Mitteln beschränkte, eine weit schwerere war, denkt man in gewissen Kreisen sehr geringschätzig. Man sagt: „der Buchhändler hat ja seinen Verdienst dabei". Den soll er von Gottes und Rechts wegen auch haben, denn die Schrift sagt: „Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit" (Ps. 128. 2) und „Ein Arbeiter ist seines Lohnes Werth " (Luc. 10. 7) und die Herren, welche den betreffenden Büchervereinen vorstchen, leben, soviel uns bekannt, auch nicht von der Luft, ebenso wenig werden sie gleich Elias durch die Raben vom Himmel gespeist. Dazu haben sie ein viel leichteres Arbeiten, weil ohne Risico. Denn was schadet es, wenn von den collectirten Geldern durch verfehlte Speku lationen oder unverhältnißmäßig hohe Geschäftsspesen so und so viel verloren geht! Die von den sogen, christlichen Büchervereinen den Verlegern bereitete Concurrenz macht es aber letzteren nachgerade ganz unmög lich, auf dem betreffenden Literaturgebiete weiter zu arbeiten, na mentlich deshalb, weil es bei den genannten Vereinen Prinzip ist, die Bücher zu den Herstellungspreisen oder lieber noch unter dem Kostenpreise zu verkaufen. Daß ein Buchhändler bei diesem Ver- hältniß nicht concurriren kann, bedarf für einen Urtheilsfähigen kei nes weiteren Beweises. Man wende doch — von den gesammelten Geldbeiträgen ganz abgesehen — das den sogen. Vereinsschriften entgegengebrachte Interesse einmal den im Buchhandel erschienenen Schriften gleicher Tendenz zu, so wird man auch zu andern Absatz resultaten und dementsprechend auch zu billigeren Preisen gelangen. An Büchern, welche zur Verbreitung geeignet wären, fehlt es nicht, und in Betreff des literarischen Werthes braucht der deutsche Ver lagsbuchhandel einen Vergleich seiner Verlagsartikel mit den Pro- ducten der betreffenden Vereine nicht zu scheuen. Was überdies die gerühmte Billigkeit betrifft, so herrscht in diesem Punkte auch viel Illusion. — Was heißt billig? Der gemeine Mann — auch unter den sogen. Gebildeten — hat kein Urtheil dar über , was ein Buch überhaupt Werth ist, oder was es in der Her stellung kostet, kann also auch gar nicht beurtheilen, ob der geforderte Preis — an und für sich — hoch oder niedrig ist. Dagegen ist es ein Ersahrungssatz, daß, was einem nichts kostet, ihm auch nichts werth ist. Durch die unverhältnißmäßige Herabsetzung der Bücher preise seitens der betreffenden Büchervereine werden Tausende weg geworfen, die zu nicht geringem Theile den wohlhabenden Käu fern geschenkt, andern segensreicheren Thätigkeiten unter unserm Volke aber entzogen werden. Ob ein Buch 2 oder 3 Groschen kostet, ist auch für den ärmeren Käufer — ganz arme kaufen überhaupt keine Bücher, auch keine Vereinsbücher — ziemlich gleichgültig, zumal es hier dieMenge derBücher nicht bringt; die dabei verloren gehenden 33 >4 °/o könnten aber dem Sortimentsbuchhandel als recht mäßiger Gewinn zugut kommen. In dieser Umgehung des deutschen Sortimentsbuchhandels liegt der andere sehr unterschätzte Nachtheil dieser Vereinsthätigkeit. Daß Drucker und Papierhändler an der Herstellung der sogen. Ver einsschriften ihren Gewinn haben, finden die Vertreter der guten Sache ganz selbstverständlich, aber der Sortimentsbuchhändler kann nach ihrer Meinung nicht erwarten, von diesen „schon so billigen" Schriften noch einen Rabatt zu genießen. Die Folge davon ist, daß er, um die Conflicte zu vermeiden, welche der auf dem Titel gemei niglich stehende „Vereinspreis" mit sich führt, die Besorgung der gleichen Schriften ganz von der Hand weist. Auf diese Weise aber entgeht dem Sortimentsbuchhandel der Absatz jener mit so großer Selbstgefälligkeit immer wieder aufgezählten Tausende von Exem plaren christlicher Schriften. Dadurch werden nicht nur die pecu- niären Interessen unsers Berufs, sondern auch die geistigen und geistlichen Interessen unsers Volkes geschädigt. Ist es denn — vom Standpunkt der christlichen Schriftenvereine aus — ein Segen für das Volk, wenn ihre Schriften im Buchhandel nicht zu haben sind?! Das könnte nur Jemand behaupten, der die kulturgeschichtliche Be deutung nicht kennt, welche gerade die Sortimentsbuchhandlungen für Deutschland haben. Und raubt man nicht gerade dadurch unserm Berufe die schöne Gelegenheit, an seinem Theile an der unserm Volke gewidmeten Aufgabe mitzuarbeiten? Man sollte Gott danken, daß die Verbreitung der christlichen Wahrheit in gedruckten Schrif-
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