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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 29.02.1924
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1924-02-29
- Erscheinungsdatum
- 29.02.1924
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zurückzufllhren, daß die Zellstoffpreise nur um zirka 8°/> herabgesetzt worden sind. Es handelt sich hierbei dazu »och um eine Preisermäßi gung, die nur auf dem Papier steht, weil die Preiserhöhung des Zell stoffes, die im Januar eingetreten ist, von den Papierfabriken nicht in Anrechnung gebracht worden war. Die Zellstoff-Fabrikanten erklären auch, daß die neuen Jcllstoffprci-sc lediglich durch Rücksichtnahme auf die Weltmarktlagc und die Wcltkonkurrenz festgesetzt worden sind, und be haupten gleichzeitig, durch Unterlagen belegen zu können, daß die Zell- stoffindustrie durchweg bei diesen Preisen mit Verlust arbeitet. Auf dem gesamten Materialicnmarkt sind ferner noch einige geringe Ermäßigungen eingetreten, und zwar sind P f l an z e n l c i m c um 19A im Preise herabgesetzt worden. Trotzdem sind die Preise im Ver hältnis zur Vorkriegszeit und zumal da es sich hier um ein rein deutsches Erzeugnis handelt und ein importierter Rohstoff also nicht in Frage kommt, noch als sehr hoch anzufprechen. Bei den übrigen Artikeln ist weder eine Erhöhung noch eine Er mäßigung der Preise eingetreten, wohl aber eine starke Befestigung. Der Geldmarkt hat sich eine Wenigkeit gebessert im Verkehr mit den Banken, verschlechtert aber dadurch, daß die Repartierungen auf Valuten wieder stärker und die Unkosten für die Beschaffung fremder Gelder dadurch verhältnismäßig höher geworden sind. Die Banken versuchen, auf die Reichsbank einen Druck auszuüben, indem sie die Ermäßigung des Neichsbankdiskonts zu erzwingen suchen. Es wäre zu wünschen, daß diese Bestrebungen Erfolg haben, denn die Ermäßi gung des Diskontsatzes würde sicherlich eine weitere Verbesserung des Geldmarktes bringen. Ni. Metallmarktbericht der Deutschen Metallhandcl-A.-G., Berlin- Obcrschöncwcide, vom 27. J-ebr. 1924. — Wie bereits in unserm letzten Bericht angcdeutct, ist der Rückschlag, den sämtliche Metalle nach der starken Aufwärtsbewegung in der vorigen Woche zu verzeichnen hatten, nicht von langer Dauer gewesen. — Sämtliche Metalle zogen Anfang dieser Woche erneut an, und es machte sich eine langsame, aber stetige Aufwärtsbewegung geltend, die darauf schließen läßt, daß wir keines falls schon am Ende dieser Hausse stehen. Besonders wurde wiederum Blei von der Steigerung betroffen. Trotz des an sich hohen Standes herrscht weiter gute Meinung für dieses Metall, da mit Abladungen von Mexiko in absehbarer Zeit noch nicht zu rechnen sein dürfte und der europäische Konsum nach wie vor erheblich ist. — Sehr fest liegt auch Antimon. Zweifellos dürfte dies eine weitere Steigerung des Hartbleimarktes nach sich ziehen. — Der Markt schließt aus allen Gebieten in außerordentlich fester Haltung zu folgenden Kursen: London: Zinn L 279.-.—Ml.-.—, Blei L 35.-.—/3«.—.—, Antimon L 58.—.—/99.-.—. Berlin: Metallsorten: Preise per 1 Kilo am 21.2. 22. 2. 25.2. 29.2. : >7.2. Weichblei 9,95 9,65 0,95 9,99 9,97 Bankazinn 5,25 5,39 5,29 5,25 5,49 99?LigcS Hüttcnzinn 5,19 5,15 5,19 5,19 5,25 49?Liges Antimon 9,99 9,99 9,99 9,99 9,99 Raff. Kupfer 1,29 1,17 1,15 1.17 1,17 Setzmaschinenmetall 9,92 9,62 9,62 9M 9,94 Stereotypmetall 9,63 9,93 »M 9,9 l 9,93 Buchhandlungs-Gehilfcu-Verein zu Leipzig. Der Vorstand setzt sich nach den Wahlen vom 18. Januar 1924 aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsteher: Ernst Münz i. H. S. Hirzel. Wohnung: L.-Ncnd° nitz, Lilicnstr. 17 6, III. 2. Vorsteher: OttoRicht« r i. H. K. F. Koehler. Wohnung, Krenz- straßc 11 (Tel. 15 888). 1. Schriftführer: Paul Wolfensteller, Prokurist i. H. F. E. Fischer. Wohnung: L.-Reudnitz, Riebeckstr. 17 III. 2. Schriftführer: A rt h u r N e stPe r i. H. K. F. Koehler. Wohnung: L.-Nendnitz, Rathausstr. 54 I. 1. Schatzmeister: Arthur Leonhardt i. H. S. Fischer, Verlag. Wohnung: L.-Angcr, Holsteinstr. 3. 2. Schatzmeister: Alwin Herinsdorf t. H. F. Volckmar. Woh nung: L.-Rcudnitz, Eilenburger Str. 29. 1. Bücherwart: CurtKrankei. H. Ernst Keils Nachf. Wohnung: L.-Volkmarsdorf, Ludwigstr. 89. 2. Bücherwart: Erich Schrödter j. H. Emil Gräfe. Wohnung: KapcAenstr. 19. Die Obligationenstcucr. — Am 1. M ä r z ist die erste Zahl» n g auf die Obligationensteucr fällig; sic ist ohne besondere Aufforderung an die Finanzkaffen zu zahlen. Weichzeitig ist dem zuständigen Finanz amt eine Steuererklärung in zwei Ausfertigungen einzureiche». Steuerpflichtig sind alle natürlichen Personen, Personenvereiiu- gungen oder juristischen Personen des Privatrechts, die selbst oder deren Nechtsvorgänger Schuldverschreibungen begeben und nicht bis zum 1. Januar 1918 getilgt haben. Schuldverschreibunasähnliche Aktien, die bis zum 14. Februar 1924 getilgt sind, werden wie Schuldverschreibun gen besteuert. Die am 1. März fällige Steuer beträgt 2 Prozent des um 15 Prozent verminderten Goldmarkbetrags der Schuldverschreibungen, d. h. 1,7 Prozent ihres vollen Goldmarkbetrags. Bei den bis zum 1. Januar 1918 begebenen Schuldverschreibungen ist der G oIdmark- be t r a g gleich dem Nennbetrag. Bei den später begebene» Schuldver schreibungen sowie bei den Tilgungsbeträgen ist der Goldwert über den Berliner Dollarmittelkurs <1 Dollar gleich 4,29 Goldmark) zu er rechnen. Für die Zeit bis zum 2. Februar 1929, dem Wiederbeginn der amtlichen Dollarnotiz, sind vom Reichsfinanzministerbum folgende Dol larkurse festgesetzt worden: Januar-Juni 1918 5,25 Mk. pro Dollar, für die danach folgenden Monate: 5,88, 9,99, 6^51 9,51, 7,35, 8,49; für 1919: Jan.: 8,19, Fcbr. 9,93, März 19,59, April 12,«19, Mai 12,81, Juni 14,97, Juli 15,12, August 18,99, September 23,94, Oktober 29,88, November 38,22, Dezember 9,83, Januar 1929 94,89. Für die spätere Zeit entscheidet der Berliner Dol larmittelkurs (Auszahlung New Dort) am Tage der Begebung. Als Tag der Begebung gilt in jedem Falle der Tag, an dem die Schuldverschreibungen der betreffenden Emission erstmalig ausgegeben oder veräußert oder verpfändet oder zum Gegenstand eines Geschäfts unter Lebenden gemacht oder die ersten Zahlungen auf sie geleistet wor den sind. Wird die am 1, März fällige Steuer nicht spätestens bis zum 8. März entrichtet, so ist für jeden auf den Zeitpunkt der Fälligkeit folgenden augefangcnen halben Monat ein Zuschlag von 5 Prozent des Rückstandes zu zahlen. Einziehung von Notgeld. (Zuletzt Bbl. Nr. 33 und 43.) — Das auf Papi er mark lautende Notgeld, dessen Aussteller im unbesetzten Gebiet des Landes Bayern, sowie im Gebiet des Landes M e ck l e n b u r g - S t r e l i tz ihren Ditz haben, ist mit Wirkung vom 1. März 1924 an aufgerufen worden. Die Einlösuugsfrist läuft bis einschließlich 31. März 1924. Soweit ein Aussteller bereits von sich aus sein Notgeld mit einer Einlösungsfrist, deren Ende vor dem 31. März 1924 liegt, aufgcrufen hat, verbleibt es bei diesem früheren Ende der Einlösungsfrist. Außerdem werden vom Reichsminister der Finanzen die 9! otgc! d scheine des-Freistaates Pre u ß c n über 1,95 Goldmark — 14 Dollar und 9,42 Goldmark — Vn> Dollar nordamerikanischer Währung, lautend vom 29. Februar 1924 an, zur Einlösung ausgcrnsen. Die Einlösung erfolgt bis zum 19. März 1924 einschließlich bei der von der Gcneralstaats'kasse hierfür besonders eingerichteten Umtanschstellc (Notgeldstellc des Preußischen Finanz ministeriums, Berlin, Oranicnsträßc 199/9) und sämtlichen staatlichen Kreiskasscn und den Ncgierungshauptkassen. Fortführung des Karl Ernst Osthaus-Bildarchivs gesichert. Das bekannte Bildarchiv des verstorbenen westfälischen Sammlers und Mäzens Karl Ernst Osthaus, das Tausende wertvoller photographischer Platten nach europäischer und ostasiatischer Architektur und Kunst enthält, ist jetzt von den Erben Osthaus' zu weiterem Ausbau dem Verlag Georg Müller in München übertragen worden, und es wird unter der Mitarbeit namhafter Gelehrter weitergeführt. Im Zusaw menhang damit ist auch der dem Archiv angegliedcrte von Osthaus ge gründete Folkwang-Verlag an den Verlag Georg Müller übergegangen. Sprechfaul. «Ohne Verantwortung der Redaktion: jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts.) Bestellzettel unterzeichnen! In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß Bestellzettel sorgfältig ausgcfüllt, aber ohne Unterschrift eintreffcn. Wir er halten täglich mindestens ein halbes Dutzend derartige, nicht Unter zeichnete Bestellungen. Soweit die Bestellzettel über Leipzig ein- treffen, also keinen Poststempel tragen, ist es überhaupt nicht möglich, den Besteller festzustellcn, in anderen Fällen muß man lange herum- raten. Die Folge davon ist, daß derartige Bestellungen zum größten Teil unerledigt zurückgclcgt werde» müssen und dann häufig Grund zu Reklamationen über Nichtlieferung geben. — Auch andere Verlage werden ähnliche Beobachtungen machen.
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