Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 30.03.1939
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1939-03-30
- Erscheinungsdatum
- 30.03.1939
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19390330
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193903306
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19390330
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1939
- Monat1939-03
- Tag1939-03-30
- Monat1939-03
- Jahr1939
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Deutsches Frauenschrifttum der Gegenwart Am 23. März wurde im Gvhliser Schlößchen (Haus der deutschen Kultur) in Leipzig eine Ausstellung »Deutsches Frauen schrifttum der Gegenwart« eröffnet, die die Ortsgruppe Leipzig der Gedok (Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen und Kunstfreuudinnen) gemeinsam mit dem Deut schen Frauen werk veranstaltet. Die in Vitrinen übersichtlich und geschmackvoll ausgelcgten Bücher geben ein abgerundetes Bild von dem kulturellen und sozialen Wirken der deutschen Frau und ver anschaulichen gleichzeitig die Notwendigkeit der Frauenarbeit in Gegenwart und Zukunft. Die Schau zeigt zunächst einen Ausschnitt aus der Geschichte der Frauenarbeit, die in Leipzig ihren Anfang nahm und größte Förderung fand. Hier interessiert besonders das Protokollbuch des »Allgemeinen Deutschen Frauenvereins«, das dessen Gründerin Louise Otto-Peters mit eigener Hand führte, ferner Schriften von Frieda Duensing, Hedwig Heyl und unter anderen auch die wie für unsere gegenwärtige Zeit geschriebene »Dienstpflicht der Frau« von Helene Lange. Ein anderer Schaukasten zeigt die im Schrifttum Ausdruck findende Arbeit der Gegenwart, an der die Schriften, Vorträge und Reden der Neichsfraucnsührerin Gertrud Scholtz-Klink den größten Anteil haben. Unter den zahlreichen Büchern über den Arbeits- und Landdienst der deutschen Frau fesselt be sonders der in vier Sprachen erschienene Band »Tagewerk und Feierabend der schaffenden deutschen Frau«, der vor allem für die deutsche Frau im Ausland geschrieben wurde. Einen breiten Raum nehmen Biographien und erzählende Literatur ein, unter denen ältere und junge Schriftstellerinnen wie Gertrud Bäumer, Marie Diers, Ricarda Huch, Annemarie Kocppen, Isolde Kurz, Leni Nicfenstahl, Anna Schieber, Ina Seidel, Lulu von Strauß und Torney, Helene Voigt-Diederichs, um nur einige zu nennen, vertreten sind. Auch in vielen schönen Gedicht- und Balladenbüchcrn zeigt die Frau ihre künstlerische Gestaltungskraft. Interessant sind auch die ausgestellten wissenschaftlichen Arbeiten, die die Frau als Forscherin und Dozentin in Hörsaal, Laboratorium, Krankenhaus oder botanischen Versuchs stätten zeigen. Als Kunstschaffende ist die Frqu vor allem durch das Buch von Frau Professor Troost »Das Bauen im Dritten Reich« ver treten. Von künstlerischem Wert sind aber auch die handgebundcnen Einbände, Buchschmuck und Schriftmalereien. — Ganz besonders her vorgehoben wurden natürlich die Gebiete »Mutter und Kind« und »Hauswirtschaft«. Hier haben ja gerade die letzten Jahre eine Fülle von Schriften und Bildbänden gebracht, die die deutsche Frau in ihrer ureigensten Tätigkeit zeigen. — Ein Tisch, auf dem die wichtig sten Frauenzeitschriften ausgebrcitet liegen — selbstverständlich auch eine Fülle von Modczeitschriften — vervollständigt das Bild von dem Frauenschaffen der Gegenwart. Ausnahme von Juden in Anschristenbücher Der Neichsverband des Adreß- und Anzeigenbuch-Verlags gewerbes gibt bekannt: „Verschiedentlich wird von unseren Mitgliedern um Auskunft darüber gebeten, in welcher Form die Behandlung der Aufnahme von Juden in Anschriftenbücher erfolgen soll. In Brancheadreßbüchern hat die Aufnahme von Juden grund sätzlich keinen Raum mehr; da die Juden ohnehin mit dem 1. Ja nuar 1939 aus dem Wirtschaftsablauf ausgeschaltet worden sind, entfallen auch die Anschriften jüdischer Geschäfte und Gewerbe treibender. In Einwohnerbüchern empfiehlt es sich, die Juden in einem ab gesonderten Verzeichnis der jüdischen Einwohner zusammenzustellen. Es empfiehlt sich, die Zusammenstellung in Zusammenarbeit mit den Finanzämtern bzw. den Polizeibehörden zu bearbeiten. Eine branchen mäßige Bearbeitung dieser Anschriften entfällt auch hier.« Umsatzsteuer im Verhältnis zum Protektorat Böhmen-Mähren Der Neichsfinanzminister stellt in einem Erlaß fest, daß das Protektorat Böhmen und Mähren umsatzsteuerrechtlich bis auf wei teres als Ausland zu behandeln ist. Es gelten daher bis auf weiteres als ausländische Abnehmer 1. Abnehmer, die ihren Wohnsitz im Pro tektorat haben, 2. solche Zweigniederlassungen und Organgesellschasten eines im übrigen Reichsgebiet ansässigen Unternehmers, die ihren Sitz im Protektorat haben und die Umsatzgeschäfte im eigenen Namen abschließen. Im Verkehr mit dem Protektorat sind demgemäß bis auf weiteres die Einfuhrauschlußlieferuugen, die Ausfuhrlieferungen, die Durchfuhr und die Vergütungen für die Ausfuhr umsatzsteuerrechtlich wie bisher zu behandeln. Jahresversammlung der Gesellschaft der Bibliophilen Die diesjährige Jahresversammlung der Gesellschaft der Biblio philen (Weimar) findet vom 9. bis 11. Juni in H a l l e statt. Aus dem reichen Programm nennen wir: Ausstellung im Moritzburg-Museum, in der die hervorragendsten Stücke aus den Büchcrsammlungcn Halles vereinigt werden sollen, Vorführung des Brauchtums der Halloren, Besuch der Mcisterschule des deutschen Handwerks aus Burg Gie- bichenstein, Kirchenkonzert mit Aufführung althallescher Komponisten, Vortrag von Prof. vr. E. I. Schneider in der Hauptversammlung voraussichtlich über das Thema »Dichtung des mitteldeutschen Rau mes«, Hahrt nach Merseburg, Theateraufführung in Bad Lauch- stedt usw. Schulferien 1939 40 In der im Börsenblatt Nr. 50 veröffentlichten Zusammenstellung sind die Schulferien für Österreich wie folgt nachzutragcn: Ostern: 5. 4.—11. 4. Pfingsten: 27. 5.—30. 5. Sommer: 8. 7.—10. 9. Herbst: keine Ferien. Weihnachten: voraussichtlich 24. 12.—1. 1. Schulschluß: 20. 3. 1940. Verkehrsnachrichten PostwurssendungSdicnst in den sudctciideutschen Gebieten Am 27. März IMS wurde der Postwurfscndnngsdienst in den sude- tcndeutschen Gebieten sowie zwischen diesen Gebieten und dem übrigen Reichsgebiet — ohne das Protektorat Böhmen/Mährcn — ausgenom men. Postwursscnduiigen nach den sudetendcutschcn Gebieten dllrfcn auch weiterhin noch nicht angenommen werden. Auskunftsstellen für Postwurfsendungen bestehen bei den Postämtern Aussig, Karlsbad und Lroppau. Einstellung des Postanweisungsdienstes usw. mit der Slowakei und der Karpato-Ukraine Der Postanweisungs-, Nachnahme-, Postaustrags- und Gebühren- zettcldienst mit der Slowakei und der Kargato-Ukraine wird vor übergehend eingestellt. Personalnachrichten Der Direktor der Bibliothek der Technischen Hochschule Danzig, Professor vr. Fritz Prinz Horn, ist zum Direktor der Uni versitätsbibliothek zu Leipzig ernannt worden. Der neue Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, der im sechsundvierzigsten Lebens jahre steht, ist besonders durch seine Arbeiten über Normung und Nationalisierung im Bibliotheks-, Buch- und Zeitschriftenwesen be kannt geworden. Herr Gottfried Lützenkirchen, Prokurist der Firma Theodor Ackermann in München, kann am 31. März, dem Tage seines achtzigsten Geburtstages, zugleich auf seine fünfzigjährige Tätigkeit in der Buchhandlung Ackermann zurückblicken. Gottfried Lützenkirchen arbeitete zunächst lange Jahre im Sortiment und hat jetzt schon weit über zwanzig Jahre die Leitung der Bahnhofsbuch handlung inne. Nach kurzer Krankheit verschied am 10. März im Alter von fast siebzig Jahren Herr Wilhelm Bader, Inhaber der gleich namigen Buchhandlung mit Kunst- und Schreibwarenabteilung in Rotten bürg a. N. Vierzig Jahre lang galt seine Arbeit dem Buchhandel, bis der Tod ihm die Feder aus der Hand nahm. Die Firma wird von seinem Sohn, Herrn Ludwig Bader, weitergeführt werden. Walter Herfurth, Leipzig. - Vermag: Verlag deS Börsenvereinö der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. — Anschrift der Schriftlcitung und Expe dition: Leipzig 6 1, Gerichtsweg 26, Postschlteßfach 274/75. — Druck: Ernst Hedrtch Nachf., Leipzig 0 1, Hospttalstraße 11a—18. — DA. 7663/11. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig! S60
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder