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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.12.1913
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1913-12-22
- Erscheinungsdatum
- 22.12.1913
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Redaktioneller Teil. 296, 22. Dezember I9l3. Mailand hatte einen Tarif nach Corpus 6, 7 und 8 bis 12, also nur drei Sätze, mit einem Unterschied von gedruckter und handgeschriebener Vorlage. Für 1000 Buchstaben im Akkord bezahlte man für die geschriebene Vorlage in italienischer Sprache 46, 43 und 41 emi., heute bezahlt man nach der eingangs erwähn ten Satzeinteilung 69, 66 und 62 emi. bei neunstündiger täglicher Arbeit. Während der Tagelohn 1894 nicht offiziell eingeführt war, erhält heute ein im Tagelohn arbeitender Schriftsetzer ein Minimum von 5.85 ü. täglich. A» der Setzmaschine mutz der Arbeiter 5300 Buchstaben auf der Linotype, 4800 auf der Mono type und 4000 auf dem Typographen als Minimum stünd lich liefern. Für die zwei ersten Arbeitsjahre bekommt der Arbeiter 7.80 I-., nach Ablauf dieses Termins 8.40 I-. täglich. Zwölf Wochen nach seiner Einstellung mutz der Arbeiter an der Linotype 5500 Buchstaben pro Stunde liefern. Turin hatte für jede Schriftgröße eigene Tarifsätze, je nach dem die Satzvorlage in italienischer resp. in fremder Sprache gedruckt oder geschrieben und mit oder ohne Anmerkungen ber- fatzt war. Für Italienisch ohne Anmerkungen »ach geschriebener Vorlage bezahlte man: 6 Punkte Schriftgröße 54 emi., 7 Punkte Schriftgröße 49 omi., 8 bis 12 Punkte Schriftgröße 44,5 emi. bei einer Arbeitszeit von 10 Stunden. Betreffs des Wochenlohnes verständigten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Stundcnarbeit bezahlte man mit 44 omi. Heute dauert die normale Arbeits zeit 9 Stunden pro Tag, während der Lohn für 1000 Buchstaben für italienisches Manuskript: 6 Punkte Schriftgröße 67 emi., 7 Punkte Schriftgröße 62 emi., 8 bis 12 Punkte 59 omi. beträgt. Stundenarbeit wird jetzt mit 60 omi. berechnet. Der Wochenlohn bleibt dem Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitneh mer Vorbehalten; als Minimum für geschulte Arbeiter (1. Kate gorie) wurden 31.50 I-., für Arbeiter der 2. Kategorie 26.50 I-. wöchentlich festgesetzt. Maschinensetzer arbeiten nur 8 Stunden täglich und müssen auf dem Typographen 4000, auf der Monoline 4500, auf der Linotype 5300 Buchstaben pro Stunde liefern. Die uusgelernten Maschinensetzer aller drei obengenannten Setzma schinen beziehen einen Minimal-Wochenlohn von 47 I-. In Padua bezogen 1894 Schriftsetzer im Akkord für 6, 13 und 14 Punkt-Schrift für ein italienisches Manuskript 41 emi., für 7 bis 12 Punkt-Schrift 38 emi. Heute bezahlt man Corpus 8 bis 12 mit 54 emi., Corpus 6 und 7 mit 60 omi. für 1000 Buchstaben. Dieser Tarif erhöht sich für 1914—1916 um 2 omi. Das Mini mum an Wochenlohn betrug für gutgeschulte Arbeiter 20 I-., heute ist es aus 28 I-. bei neunstündiger Arbeitszeit festgesetzt worden. Ter Maschinensetzer mutz 5000 Buchstaben auf der Lino type, 4000 auf der Monoline und 3000 auf dem Typographen pro Stunde liefern und erhält einen Wochenlohn von 43 1,. bei Tag- und 50 I-. bei Tag- und Nachtarbeit gemischt. Zeitschristen satz bezahlte man mit 36 emi. (Tagesarbeit) für 1000 Buchstaben, während heute nur mit einem festen Lohn von 30 I-. pro Woche gerechnet wird. Auch dieser Tarifsatz erhöht sich 1914 und 1915 um I ü. In Rom bezahlte man 1894 für 6 Punkt-Schriftgröße für Italienisch 55 emi., für 7 Punkt-Schriftgröße 50 omi., für Corpus 8 bis 14 Punkt-Schriftgröße 45 omi. für 1000 Buch staben bei Akkordarbeit und einer Arbeitsdauer von 10 Stunden täglich gegen jetzt, wo für Corpus 6 Punkt-Schriftgröße 66 emi., Corpus 7 Punkt-Schriftgröße 61 emi., Corpus 8 bis 14 Punkt- Schriftgröße 56 emi. gezahlt werden. Für Maschinen satz auf der Linotype-Setzmaschine, bei 7stündiger Arbeit zu 30 000 Buchstaben täglich, bezahlt man 50 I-. wöchent lich als Minimum. Die Berichte des Abgeordnetenhauses und des Senats werden im Akkord gesetzt und mit 63 omi. für 1000 Buchstaben berechnet. Aus der obigen Darstellung geht hervor, daß in den letzt verflossenen zwanzig Jahren der Schriftsetzcrlohn im Akkord für 1000 Buchstaben folgende Erhöhung erfahren hat: in Mai land um 23 omi., in Como, Turin und Padua um 13 omi., in Rom um 11 omi., in Florenz durchschnittlich um 6 omi., während der Wochenlohn um 1 O. täglich, d. s. 7 I-. wöchentlich, gestiegen ist. Maschinensatz bezahlt man in Rom mit 50 I-., in Turin mit 47, in Mailand mit 46, in Padua mit 43, in Como mit 42 und in Florenz mit 40 I-. Pro Woche. Trotz dieser ziemlich erheblichen Lohnerhöhung ist, allge mein gesprochen, der Preis des Buches eher zurückgegangen, als gestiegen. Eine Preissteigerung ist nur bei den wissenschaftlichen Werken bemerkbar, dort aber, meiner Ansicht nach, auf die höheren Honorare der Autoren zurückzuführen. Die Volks literatur ist heute weit umfangreicher als vor zwanzig Jahren und — der Konkurrenz wegen — billiger geworden. Um der Konkurrenz, die durch den gesetzlich erlaubten Nach druck gewisser Opern den kartellierten Musikalienhändlern ent steht, entgegenzutreten, hat die Firma G. Ricordi L Co. in Mailand den Preis »wohlfeiler Ausgaben« von 4 I-. 50 omi. und 3 I-. 50 omi. auf 1 I-. herabgesetzt. Diese Ausgabe zu solch ge drücktem Preise wird unter dem Titel »Volksausgabe« in den Handel gebracht und umfaßt Opern für Gesang mit Klavier begleitung der beliebtesten Komponisten, darunter Verdis Aida, Rigoletto, Troubadour, Traviata, Forza del Destino u. a.; Donizettis Lucia di Lammermoor; Bellinis Norma; Gounods Faust; Wagners Lohengrin und Walküre. Unter den obwal tenden Verhältnissen konnte ein derartiger Preisdruck nicht länger ausbleiben, und die Liste wird gewiß nach und nach fortgesetzt werden müssen, denn die Konkurrenz hat ein umfangreiches Ver zeichnis, darunter auch Opern für Pianoforte allein, heraus gegeben, in dem betont wird, daß diese so spottbillig angebotenen Opern von der Anstalt G. Ricordi L Co. selbst hergestellt worden sind! Im Verlage von Frat. Trebes-Mailand sind gleichzeitig die Werke dreier Schriftstellerinnen erschienen. Jda Finzi, unter dem Pseudonym Haydee wohlbekannt, veröffentlicht unter dem Titel I' Ln 8 tjna lZ on (U. 3.50) einen phantastischen Theaterroman, in dem wir wiederum den lebhaften, schneidigen Stil, die meister hafte Beschreibung, an die uns die Verfasserin in ihrem vor herigen Werke gewöhnt hatte, wiederfinden. — Veresa Ubertis, deren Pseudonym Tsresah dem Publikum wohlbekannt ist, be titelt eine Novellensammlung I! saiotto voräe (I-. 3.50), deren Hauptcharaktere gutmütige Personen sind, denen alles Böse fern liegt. Dora Melegari verfolgt ihre Bahn der Moral und modernen Philosophie weiter in einem vierten Lmiei o nomici (O. 3.—) betitelten Werke, worin über Freunde und Feinde gesprochen und die Frage aufgeworfen wird, ob die Ge schlechter — das männliche und weibliche nämlich — sich bekriegen oder zu einem Friedensschluß gelangen werden. Eine italie nische Übersetzung des in Paris zum erstenmal aufgesührten Trauerspiels I-a kisanelia von G. D'Annunzio ist nunmehr bei Frat. Trebes-Mailand (I.. 4.—) erschienen. Prof. Gino De Rosst hat eine Abhandlung über agrarische und technische Mikro biologie: UiorobioioKia aArario, 8 tooniea verfaßt, die im Verlage der vnione lipoxr. Lckitr. Torinese in Turin in Lieferungen (a 11-. die Lsg.) erscheinen wird. Das Werk wird ungefähr 800 gr.-8°-Seiten stark sein und das Thema gründlich und ausführlich behandeln. Die Antiquariatsbuchhandlung C. E. Rappaport in Rom hat einen Katalog über italienische Literatur vom 15. bis zum 19. Jahrhundert herausgegebcn, der seiner sorgfältigen, fachge mäßen Zusammenstellung wegen besondere Erwähnung verdient. Unter den 1452 darin verzeichneten Werken findet der Forscher italienischer Literatur eine große Anzahl wichtiger Werke. Die Abteilung z. B., die die Werke über Dante verzeichnet, umfaßt allein 107 Nummern, darunter die besten und seltensten Kom mentare der »vivina Oommeciia«. Diesem Katalog wurde ein Anhang über Theater, Musik und Tanzkunst beigegeben. Mehrere musikalische Werke sind durch Nachbildungen der betreffenden Illustrationen veranschaulicht. In der Theaterabteilung finden wir Goethe in mehrsprachigen Übersetzungen, ferner die erste italienische Übersetzung der Schillerschen »Verschwörung des Fiesco«. Der von Sr. Maj. dem Könige verfaßte 4. Band des groß angelegten Werkes 6orpn8 nummornm italioorum ist soeben in einer den vorangegangenen Bänden gleichstehenden reichen und technisch vollendeten Ausstattung erschienen <U. Hoepli-Mailand). Er befaßt sich mit den Münzämtern der Lom- lFortjetzuuq »ul Seite IMM.i
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