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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.01.1890
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1890-01-15
- Erscheinungsdatum
- 15.01.1890
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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Ilrlm» L Schwarzciiderg in Wien. Iivxiltou, tkerapsutiselikZ, k. prnirtisebe Zerrte. HrsA. v. 8um. iln on. 20 Ickxii.) I. I,fA. Ar. 8°. (V6 8p. m lllastr.) « I. 20 Verla» ». Globus. Backhaus » Weichclt. in Hannover. Hindu». Eorresponäsor k. Inäustrie, kknaäsl u. Xunst-lHerverbs. Reä.: k. liueiilivUZ. 8. änbrA. 1890. (24 dkrn.) 8r. 187. b'ol. (12 8. m. Illustr.) lüdrlielr » 15. - «cor« Weil,, «erlag, in Heidelberg. Wolfs, G., Rcminisccnzc». Gedichte. 8". (93 S.) Geb. m. Goldschn. * 2. SO Bcrzeichnis künftig erscheinender Bücher, welche in dieser Nummer zum erstenmale angeknndigt sind. Eugen «rusiuS in Kaiserslautern. Seite 24? 8tor», I)«r IleelitndsAiitl <1en östruZss bei äsr VisktvLbrseliukt. I. Engclhor» in Stuttgart. 24« Allgem. Noiiiaiibibliothek. VI. Jahrg. Bd. 12: Mia. Roman von Me mini. F. Soutane iVerlngS-Eonto) in Berlin. Seite 241 Witte, C-, Wider das Stöcker'sche Volk. Herma»« Gesenius in Halle. 248 Lesulut, 'Ir-lits eomplet äs In )>roiioiieintion kravsaiss. Albert «oldschmidt in Berlin. 247 Schwerin, Gräfin Joscphine, Martina. Tklmann, Konrad, Nach Jahr und Tag. Sigl, Otto, Zwei Abenteuer. «. S- Haeseler in Siel. 24« Vier LrrMilllNAeu aus äer Luicassptati. 8auslriit u. äsutsek von It. 8obmiät Ernst Loechc in Berlin. 24« Handbuch der Baukunde. Abteilung III. 2. Heft. «erlag Ser Gewerbeschau (Minden S- Wolters) >n Dresden. 247 Zwanzig farbige Vorlagen für Freihand- u. geom. Zeichnen. Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. (vorm. I. F. Richter) in Hamburg. 24«. 248 Ilnxeo, Hermann, lieber litterurisoko kälsobunAso. 8v)«IeI, IInx, lieber LuäAetrsebt. Deutsches vcrlagShaus («mil Dominik) in Berlin. 24S Fontane's, Theodor, gefummelte Romane und Erzählungen. Nichtamtlicher Teil. Ein Weg zur Erhaltung des Provinzialsortiments. (Vergl. Börsenblatt Nr. 6). Nachdem Herr vr. Wilhelm Ruprecht in Göttingen seine Gedanken unter obigem Titel bereits in einer besonderen Bro schüre veröffentlicht hatte, finden wir der letzteren Inhalt noch mals wörtlich im Börsenblatt abgedruckt. Es dürfte gut sein, wenn wenigstens an dieser Stelle es an einer Erwiderung nicht fehlte. Herr Ilr. Ruprecht empfiehlt als Mittel zur Erhaltung des Provinzialsvrtiments in erster Reihe »Verkürzung des Rabatts für die Leipziger und Berliner Sortiment'er«. Neu ist der Gedanke nichts er hat i» der Schleuderei bewegung, namentlich in der Einkleidung als »Zonenrabatt« eine gewisse, wenn auch bescheidene Rolle gespielt. Bescheiden, weil bei nur elwas näherem Eingehen auf den Gedanken seine Un ausführbar keit sofort in die Angen sprang. Ist eS denn nicht ein Grundirrtum, eine völlige Verkennung der Verhältnisse, in dem Verleger oder einer Gruppe solcher eine Art Steuerbehörde zu sehen, die von oben herab, ans Gründen des Vvlkswvhls, der Volkswirtschaft, Schutzzölle fcstsetzen und ihre Tarife mit fiskalischer Gewissenhaftigkeit durch dick und dünn durchführen könne? Ist denn der Verleger nicht Kauf mann, nicht mehr, nicht weniger, der von seiner Konkurrenz, seinem Bitriebslnpital, seinem Umsatz und Gewinn schlechter dings abhängig ist? Vertagsrechte sind nur sehr bedingungsweise Monopole! Ist nicht der zweite Grundirrtum der, daß es je gelingen könne, Hunderte wn Verlegern nicht nur eines Sinnes, sondern eines Thuns zu machen in Dingen, die sogar theoretisch noch im Streit der Meinungen stehen, prakiisch aber vollends sehr verschieden in ihrer nächsten Wirkung auf den Geldbeutel taxiert werden können? Wird es je möglich sei», Hunderte zum freiwilligen Verzicht aus wirkliche oder vermeintliche gegenwärtige persönliche Interessen zu bringen, um künftige, erhoffte, aber nicht gewisse Vorteile für die Allgemeinheit zu erreichen? Erfreulich wäre ja noch in vielen anderen Dingen solch all gemeine Entschlossenheit und Opfersreudigkeit; man muß aber doch die Menschen nehmen, wie sie sind und ihren persönlichen, oft recht nüchternen Verhältnissen nach sein können. Soweit man verständigerweise aus dem Wege der freiwilligen Vereinbarung zur Abwehr erkannter Schäden gehen konnte, ist man ja im Vörsenvcrein durch Sammlung der bekannten Ver leger-Erklärungen gegangen Der Verlaus ist bekannt, llnd doch hatte der Börsenverein von vornherein nur Maßregeln gegen Einzelne i» Aussicht genommen, ist auch nie über diese Grenze hinausgegangen; er hatte eine Zeit lang eine große Zahl der kapitalkräftigsten, mächtigsten Verlagsfirmen, auch viele Berliner und Leipziger, als Bundesgenossen. Jetzt, nachdem nicht ein mal der Börsenverein die Verleger gegen einige wenige Firmen zusammenhalten konnte, wird vorgeschlagen, daß ein viel kleinerer Teil der deutschen Verleger frischen Mutes alle Sortimenter der zwei -Vororte des deutschen Buchhandels in Blockadezustand setzen solle! Ich will gar nicht von der Unwahrscheinlichkeit reden, daß eine erhebliche Anzahl einsichiiger, ruhiger Geschäftsleute sich aus solche Kriegszüge einlassen werde; ich will als Thalsache einmal an- nehmen, daß der gesamte Provinzialverlag in geschlossener Pha lanx gegen Berlin und Leipzig anrückte. Glaubt nun der Ur heber dieses Vorschlages, daß seinen Parteigängern allein nach» Lage der Machtverhältnisse der Sieg so sehr gewiß sei? Es ist schon mancher Pfeil auf den Schützen selbst zurückgeprallt! Ich besorge nicht, daß auch nur ein ernster Versuch in dieser Richtung gemacht werden wird; wohl aber dürften doch Veröffentlichungen dieser Art geeignet sein, Mißtrauen und Ver wirrung anzustiften, und so die berechtigten Bemühungen um Erhaliung des Sortimentsbuchhandels zum Schaden desselben von dem Felde abziehen, wo sie allein erfolgreich sein können. Daher diese Erwiderung. Fragt mich mm Herr Or. Ruprecht, welche anderen Mittel denn ich zur Erhaltung des bedrohten Provinzial - Sortiments vorschlage, so erwidere ich: Gar keine, — und zwar einfach deshalb, weil das überhaupt Erreichbare meiner Ansicht nach bereits erreicht ist und nur in Ruhe und Eintracht erhalten zu werden braucht. Erreicht ist in erster Linie durch die Kreisvereine die per sönliche Fühlung der Sortimenter unter sich. Es ist eine der erfreulichsten und dem Buchhandel zur Ehre gereichenden Wahr nehmungen der letzten zehn Jahre, daß allein durch die persön liche Annäherung der Kollegen die Konkurrenz in ihren Schärfen gemildert und in rücksichtsvollere Formen gebracht worden ist. — Erreicht ist zweitens, daß die örtliche Konkurrenz außerhalb Berlins im großen Ganzen nicht mehr auf Schleuderei ausgeht, daß selbst rücksichtslosen Naturen Schranken gezogen sind und der Börscnverein stark genug ist, diese Schranken zu erhalten. Neuen Schleudergeschäften dürfte das Auskommen doch recht, recht schwer fallen. Nicht erreicht ist freilich die Ausschließung auswärtiger, namentlich der Berliner Konkurrenz vom Wettbewerb. War das aber überhaupt erreichbar? Auch Verfasser hat es einst gehofft, nicht als Folge anzudrohender Gewaltmaßregeln, sondern weil
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