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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.10.1897
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1897-10-02
- Erscheinungsdatum
- 02.10.1897
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- Deutsch
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Besitzer von Leihanstalten ja in der Regel auch Sortimenter und Verleger sind. Mehrere Verleger von Couplets und Wiener Liedern schaffen sich seit Jahren selbst eine weitere Konkurrenz durch die Heraus gabe sogenannter Volksausgaben derselben Verlagswerke, die, in 8".-Format gedruckt, nur die Singstimmen und den Text des be treffenden Liedes enthalten und dem Publikum zum Preise von 5 kr. angeboten werden. Die französischen Verleger, die die Idee dieser Volksausgaben geschaffen haben, verlausen die billige Aus gabe ihrer Couplets für 50 Centimes (Ladenpreis 1 Francs). Wie allgemein versichert wird, kauft selbst das wohlhabendere Publikum vielfach die billigen Volksausgaben, da jeder halbwegs musikalisch Gebildete die Klavierbegleitung zu solchen Liedern leicht trifft. Auf dem Gebiete der Oper und Operette brachte im abgelaufenen Jahre keine der Novitäten ein Sortimentsgeschäft im großen Stile, wie es z. B. seinerzeit bei Erscheinen der ersten jung-italienischen Novitäten der Fall war. Dementsprechend gab es auch keinen, das Weihnachtsgeschäft belebenden Artikel, während die übliche Geschenklitteratur (Klassiker in Prachtbänden) wie seit einer Reihe von Jahren mäßigen Absatz fand. In den Kreisen des Wiener Musikalienhandels besteht die Ab sicht einer Aktion, die die österreichische Regierung veranlassen soll, den Beitritt zur Berner Konvention in Erwägung zu ziehen, zu mal dos neue österreichische Gesetz über das Urheberrecht nunmehr in den wichtigsten Punkten den Gesetzen anderer, in der litterarischen Gesetzgebung vorgeschrittener Staaten nicht nachsteht. Hinrichs' Halbjahrskatalog. 198. Fortsetzung. Ver zeichnis der im deutschen Buchhandel neu erschienenen und neu aufgelegten Bücher, Landkarten, Zeitschriften re. 1897, erstes Halbjahr. Mit Stichwort-Register, wissenschaft licher Uebersicht, Voranzeigen von Neuigkeiten, sowie Firmen-, Verlags- und Preisänderungen aus dem 1 Halbjahr 1897. 2 Teile. 8". (869 u. 295 S.) Leipzig 1897, J.C.Hinrichs' sche Buchhandlung, bar nn 7.—; geb. in 1 Halbfrzbd. un 8.—; in 2 Bde. geb.. Register in Leinw. uv 8.50. Bei der Besprechung der 197. Fortsetzung des Hinrichsschen Halbjahrskatalogs (Börsenblatt 1897, Nr. 93) konnte eine erheb liche Verminderung der deutschen litterarischen Produktion des Jahres 1896 gegen das Vorjahr konstatiert werden. Die Freude an dieser Erscheinung, in der optimistisch veranlagte Gemüter be reits den Anfang zu weiterer Einschränkung der Bücherproduktion in Deutschland sahen und von der man damit im Zusammenhang eine größere Rentabilität des viel vergebliche Mütze und Kosten erfordernden Sortimentsgeschäfts erhoffte, scheint nicht andauern zu wollen. Die Veröffentlichung des Hinrichsschen Verzeichnisses über das erste Halbjahr l897, die vor kurzem erfolgte, macht alle an das vorjährige Zurückgehen der litterarischen Erzeugung oder Bücher-Fabrikation (wie man leider einen kleinen Teil der deutschen Verlagsthätigkeit nennen muß) geknüpften Hoffnungen zu Nichte. Denn der Hinrichssche Halbjahrskatalog von 1897, I weist gegen den gleichen Band des Vorjahres (1896, I) wieder eine Ver mehrung von 15 Seiten im Verzeichnis der Titel auf, und ver gleicht man ihn mit dem unmittelbar vorangehenden Band über das zweite Halbjahr 1896, so beträgt das Mehr an Titeln sogar 57 Seiten. Die Gegenüberstellung der unmittelbar aufeinander folgenden Bände giebt aber wohl ein schiefes Bild von der Bewegung in der Produktion des Buchhandels; nur die Bände über den gleichen Zeitraum oder die ganze Jahresproduktion können richtigerweise zur vergleichenden Beurteilung herangezogen werden. Der zweite Teil des Katalogs, der Registerband, hat merkwürdigerweise — das bei der vorliegenden 198. Fortsetzung zum ersten Male hinzu gekommene, 13 Seiten umfassende Verzeichnis der Firmen-, Verlags und Preisänderungen muß man natürlich außer Betracht lassen — drei Seiten weniger als der entsprechende Band des Vorjahrs. Diese Ersparung ist bei dem Stichwort-Register gemacht worden, das trotz der 15 Seiten Vermehrung im Titelverzeichnis 5 Seiten weniger zählt als im entsprechenden Band des Vorjahrs. Die -Wissenschaftliche Uebersicht- und auch die anderen Zusammen stellungen, wie sie jetzt stets den -Halbjährigen- beigegeben wer den, die Nachträge und Verbesserungen und die List- der Vor anzeigen von Neuigkeiten, nehmen ungefähr denselben Raum ein wie im Vorjahr. Als Neuerungen in dem vorliegenden Bande sind zu erwähnen, daß die durch Aufschlag auf den Nettopreis gebildeten Ladenpreise als solche durch ein vorgesetztes bezeichnet werden. Häufig findet man das Zeichen nicht, aber vereinzelt scheint es doch vorzukommen, daß der Hinrichsschen Buchhandlung Neuigkeiten nur mit Angabe des Netto preises zugehen und ein fester Ladenpreis für das Publikum von der Verlagsfirma nicht bestimmt wird. Die Punkte bei v vor den Preisen und bei nn und nun sind diesmal als überflüssig weg gelassen. Nachträge und Versäumnisse aus früheren Jahren sind wieder zahlreich nachgeholt worden. Einen Wunsch, der schon bei einer früheren Beurteilung ausgesprochen wurde, wiederholen wir hier, weil wir ihn für berechtigt und ohne viele Umstände ausführbar erachten. Wir meinen, daß bei Verweisungen von Einzeltiteln (Teilen, Bänden, Heften, Nummern) auf das Sammel werk, wo dann der Titel ausführlich mit Preisen angegeben ist, die Angabe der Nummer-, Heft-, Band- oder Teilzahl, die die Stellung in dem Sammelwerk angeben soll, nicht fehlen darf. Sucht man die einzelnen Teile der -Kunst der Polyglottie- aus, so findet man z.B. nur: -Posstion, I.K., Lehrbuch der schwedischen Sprache, s.: Kunst, die, der Polyglottie. Uebersteht man nun beim raschen Nachschlagen im Ladenverkehr bei den unter -Kunst der Polyglottie- aufgeführten verschiedenen zahlreichen Teilen den spationierten Namen Poöstion, so muß man wiederholt die ganze in Nonpareilleschrift abgedruckte Inhaltsangabe durchforschen. Würde der Hinweis dagegen lauten: Kunst, die, der Polyglottie, Teil 19., so würde man durch die Zahlen der einzelnen Teile viel rascher und sicherer auf die Stelle hmgeführt werden, wo man den Preis rc. des gewünschten Buches ersehen kann. Bei Reclams Universalbibliothek und Meyer's Volksbüchern fehlt den Verweisen der Einzeltitel auf das Gesamtwerk die Nummerzahl wohlweislich nicht, denn da könnte unter Umständen der Nachschlagende viel Zeit verlieren, ehe er in der umfangreichen, klein gedruckten In haltsangabe unter dem Sammeltitel seinen Einzeltitel heraus gefunden hätte. Warum ist aber nicht auch bei den Einzeltiteln der -Sammlung Göschen- die Bandzahl angegeben? Die Inhaltsangabe bei dem Sammeltitel -Sammlung Göschen- ist nicht kleiner, auch nicht etwa klarer, als bei Meyer's Volksbüchern. Das ist nichtkonsequentl So findet man ferner z. B.: Verga, Sizilianische Dorfgeschichten, siehe Meyec's VolksbücherNr.1183 u.84(richtig!)und gleich darunter: Verga, Königs tigerin, s. Engelhorns allgemeine Romanbibliothek, ohne Angabe der Bandzahl, obgleich unter Engclhorn auch 13 Bände verzeichnet sind und die Angabe der Bandzahl dem Nachschlagenden gute Dienste leisten würde. Sicher würde eine konsequent durchgeführte Hinzusetzung der betreffenden Band-, Nummer- u. dergl. Zahlen eine Verbesse rung des Katalogs sein. An Platz braucht doch nicht so äugst, lich gespart zu werden, denn der Halbjahrskatalog ist ja, wie die Verlagshandlung stets hervorhebt, das einzige deutsche Bücher- VerzeichniS, das alle Titel unverkürzt wiedergiebt. — Könnte nicht auch die unschöne Abkürzung Hst. für Heft fallen gelassen werden? Wird da etwas Wesentliches gespart, wenn z. B- Ergänzungshft. ge druckt wird? Dann wäre doch -Ergänzgshst.- eine wirksamere Ab kürzung. In Verbindung mit dem sorgfältig nach Stichworten geordneten Register und der Wissenschaftlichen Uebersicht, die beide mit jedem Band nach Erfahrungen in der Praxis immer wieder verbessert und auch oft vereinfacht aus der Presse hervorgehen, bildet der Hinrichssche Halbjahrskatalog das unentbehrliche und gern gekaufte Rüstzeug des Sortimenters. Die diesmal zum erstenmale beigegebenen -Firmen-, Verlags- und Preisänderungen- werden seinen Wert nur erhöhen. Die Ueberschrift dieser hinzugekommenen Zusammenstellung scheint aber nicht glücklich gewählt zu sein. Denn als -Firmenänderung ist z B. der an dritter Stelle verzeichnete Vermerk nicht richtig und kann zu Mißverständnissen verleiten. Nicht die Firma H. Bahr's Buchhandlung in Berlin hat sich in K. Hoffmann geändert, sondern nur die Verlagsfirma. Dasselbe ist auch bei der an erster Stelle ausgeführten Veränderung der Fall. Nur die VerlagS- ftrma Hans Adler ist jetzt in Leipzig, während Herr Hans Adler bereits wieder unter derselben Firma ein Sortimentsgeschäft in Gr.-Lichterselde eröffnet hat. Um keinen Irrtum zu erregen, müßte es also etwa in der Ueberschrift: -Verlagsfirmcn- oder -Aende- rungen von VerlagSfirmen- rc. lauten. — Daß die Liste bis zum 25. August 1897 sortgeführt und nicht wie der Katalog mit dem 30. Juni geschlossen ist, gereicht ihr zum Vorteil. Hierdurch ist vermieden daß noch Aenderungen gedruckt worden sind, die bei dem häufigen Wechsel im Buchhandel bis zur Ausgabe des Katalogs schon wieder eine Umwandlung erfahren haben. Die Kürze der Anführungen genügt in diesem Kataloge vollständig; sie hat auch den Vorteil, daß sie den unentbehrlichen Ratgeber des Buchhändlers nicht unnötig verteuert hat. —i. Kleine Mitteilungen. Vom Reichsgericht. — Am 30. September d. I. verhandelte das Reichsgericht über die Revision des Korbmachers August Mann- igel gegen ein Urteil des Landgerichts Halle. Mannigel hatte auf dem sozialdemokratischen -Volksblatt für Halle- als verantwort- 942'
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