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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.10.1897
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1897-10-02
- Erscheinungsdatum
- 02.10.1897
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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7030 Nichtamtlicher Teil. 229. 2. Oktober 1897. licher Redakteur gezeichnet und war für eine Ausschreitung dieses Blattes zu Gefängnis verurteilt worden. Dagegen war der wirk liche Redakteur des Blattes. Thiele, vom Landgericht Halle freigesprochen worden, weil seine Verantwortung sür den strafbaren Artikel nicht hinreichend festgestcllt werden konnte. Gegen diese Freisprechung hatte gleichzeitig der Staatsanwalt Revision beim Reichsgericht eingelegt. Der Oberreichsanwalt beantragte, beide Revisionen zu ver werfen. Die Frage sei noch immer umstritten, ob verantwortlicher Redakteur der sei, dessen Name mit seinem Willen aus dem Blatte stehe, oder der, der thatsächlich redigiere. Er, der Oberreichsan walt, würde sich für die erste Alternative entscheiden, denn es sei sehr schwer zu entscheiden, wer die verantwortliche Redaktion wirklich ausgeübt habe. Nach dem Zusammenhänge des Preß- gesetzes werde im § 7 unter dem verantwortlichen Redakteur etwas anderes verstanden als im § 20. Wenn der Staatsanwalt in seiner Revisionsschrift meine, als verantwortlicher Redakteur babe der zu gelten, der maßgebenden Einfluß auf die Zusammen stellung des Blattes ausübe, der die meisten Artikel schreibe rc., so komme man damit ins Nebelhafte. Ein Plenarbeschluß über die Streitfrage sei jetzt nicht erforderlich, da die thatsächliche Fest stellung, daß Mannigel verantwortlicher Redakteur sei, nicht be anstandet werden könne. DaS Reichsgericht verwarf beide Revisionen, indem cs sich in der Hauptsache den Ausführungen des Oberreichsanwalts anschloß. Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. LLport-lourvs.I. Intern utionalsr Xnrsi^sr kür Laobbanäsl unä Üuebgewsibs, llsxisriuäustris, 8Lbrsibvvarsn unä llsbrwittsl. Nr. 123. Vol. Xl, 3. (8sxtswbor 1897.) LI. 4«. 8. 33-48. Vsrlsx von 6. Hecks Isr in llsiprig. Inbait: Heus LrsoksinunKSn. — Latalogo.— Nittsiluuqsn aus Xonstantinopsl. — 2oIIäucksrungsu. — Oesstre über llrbsbsr- rsobt. — NittsiluvKSn aus Hamburg. — krsisIistsn-Lingängs. — bbrmsn-Vsrrsiebnis. — Xlsius Nittsilungsn. lisiobs-Neäioiual-tlnesigsr. XXII. labrgang. Nr. 20. (1. Oktober 1897.) Nit bittsratur-llsbsrsiobt. 4". 8. 309—324. Verlag von 8. Xonsgsn in llsiprig. Berliner Volksbibliotheken. — Ueber die städtischen Volksbibliotheken Berlins enthält, wie die Nationalzeitung meldet, der demnächst zur Ausgabe gelangende Verwaltungsbericht die nach folgenden Angaben. -Unsere Thätigkeit-, heißt es da, »ist uns im Berichtsjahre mit recht schönen Erfolgen gelohnt worden. Erfreulich ist vor allem die fast überall gestiegene Frequenz der Bibliotheken. Unsere 27 VolkSbibliothekcn verleihen jetzt 200000 Bände mehr als vor iünf Jahren, wo wir mit der Ausmerzung des unbrauchbaren Bücher materials und der Neuausstattung der Bibliotheken vorgingen. Im letzten Jahre allein ist die Benutzungsziffer um mehr als 80010 Bände gestiegen, und während sie sich früher meist um die Ziffern 330-bis 370 <00 bewegte, hat sie im verflossenen Jahre eine halbe Million überschritten.« Auch die öffentlichen Lesehallen, wie die in der Schönhauser Straße, weisen erfreulicherweise einen von Jahr zu Jahr steigenden Besuch auf. Ein altes Buchhändlerhaus. — Berliner Blättern ent nehmen wir folgende Le kalvotiz: Das Hau» Brüderstraße Nr. 2, eines jener alten Gebäude, in dem sich ein Stück Berliner Geschichte abgespielt hat, wird in den nächsten Tagen niedergeriffen, um einem Neubau Platz zu machen. Einst war dieses Haus die Resi denz des gefürchteten Statthalters Grafen Adam von Schwartzen berg, der von hier aus die Geschicke der Marken lenkte. Im 17. Jahrhundert gehörte das Haus der Familie von Schwerin, die es als Burglehen vom Kursürst Friedrich III. erhalten hatte. Letz terer wohnte mit seinem gesamten Hofstaate in diesem Hause 1696 der Hochzeitsfeier der Tochter des Wirklichen Geheimen Staalsrats Otto von Schwerin bei. Von 1698-1735 tagte in demselben Ge bäude das Kammergericht. In diesem Jahrhundert ist das Haus jedem älteren Berliner durch den Theaterverlag Eduard Bloch bekannt geworden, der dort über ein halbes Jahrhundert sein Heim hatte und nunmehr in seine neuen eleganten Geschäftsräume, Leipzigerstraße 34, I, übersiedelt ist. Preisausschreiben. — Um die gründliche Behandlung einer Frage, die auf allgemeine Bedeutung Anspruch erheben kann, an zuregen, schreibt die Wochenschrift -Die Umschau« in Frank furt a. M. (H. Bechholds Verlag) eine Preiskonkurrenz aus über das Thema: Was ist Bildung? Ausgesetzt sind drei Preise: zu 100, 75 und 50 Preisrichter sind die Herren Professor Ur. Friedrich Ratzel in Leipzig, Professor vr. Alwin Schultz in Prag, Professor vr. Max Verworn in Jena. Die zur Konkurrenz bestimmten Arbeiten dürfen den Umsang von 4 Druckseiten der Umschau nicht überschreiten und müssen in deutscher Sprache abgesaßt sein. Die Manuskripte müssen lesbar ge schrieben sein und sind bis zum 15. November d. I. an die Redak tion der Umschau, Frankfurt a. M-, Neue Krame 19/21, einzusenden. Der Name des Verfassers darf aus dem Manuskript selbst nicht an gegeben sein, sondern ist auf einem besonderen Zettel in ver schlossenem Kuvert anzubringen; Manuskript und Kuvert müssen mit einem gleichen Kennwort bezeichnet sein. Die preisgekrönten Arbeiten gelten als zum Abdruck in der Umschau erworben und gelangen am Anfang des Jahres 1898 zur Veröffentlichung. Zur Rücksendung von Manuskripten wird nur soweit Verpflichtung über nommen, als das Porto dafür beiliegt. Das Ergebnis der Preis konkurrenz, sowie die Verfasser der preisgekrönten Arbeiten werden in der ersten Nummer des II. Jahrgangs der Umschau vom 1. Januar 1898 mitgeteilt. Gemälde-Auktion. — Am 4. Oktober findet in München die Versteigerung des Nachlasses P. Kaesers statt, jenes bekannten Verlegers, der als Kunstkenner eines besonders guten Rufes genoß. So enthält denn auch die Sammlung eine ganze Reihe Perlen der verschiedensten deutschen und fremden Meister, wie H. v. Bartels, Brandt, Diez, Echtler, Defregger, Flüggen, Kunz, Liezenmayer, I. Marack, Piglhein, Ed. Schleich seo., Treidler, Vinea, Th. Weber, Weiser, Wopfner u. a., die jeder Galerie zur Ehre gereichen wür den, oder, wie die Zeichnungen Maracks, besonders selten geworden sind. Kaeser war ein so feiner Kenner, daß er Schlechtes oder auch nur Mittelmäßiges überhaupt nie erwarb. (Allg. Ztg.) Buchhandlungsgehilfenverein zu Leipzig. — Der Buch- handlungsgehilsenverein zu Leipzig wird den sür den 19. September geplant gewesenen Herrenausflug, der wegen des nassen Wetters verschoben werden mußte, nun morgen, am 3. Oktober, machen. Der Ausflug geht nach Dornreichenbach, Wermsdorf, Hubcrtusburg, Eollmberg, Dahlen. — Das 64. Stiftungsfest des Vereins ist aus den 14. November festgesetzt und wird in der gewohnten Weise durch Festtafel und Ball im Deutschen Buchhändlerhause gefeiert werden. Anzeigeblatt. EinIragirirM iu das Haudrlsreaister. Mitgeteilt von der Geschäftsstelle des Börsenvereins Berlin, den 18. September 1897. August Gramsch Nchfl. Die Firma ist ge löscht worden, ebenso die Prokura des August Gramsch. — den 20. September 1897. Keller L Reiner. Die Gesellschafter der offe nen Handelsgesellschaft sind Martin Keller und Carl Rudolph Reiner. Verlag der Arbeiter-Versorgung A. Troschel. Inhaberin der Firma ist Amalie Troschel geb. Bleske zu Charlottenburg. Berlin, den 20. September 1897. Verlag der Heiteren Welt, A.-G. Die Ge sellschaft ist aufgelöst. Liquidator ist Kaufmann Alexander Fehling. — den 21. September 1897. Aktiengesell schaft Pionier. — Wilhelm Richter ist aus dem Vorstande ausgeschieden. Deutsches Druck- und Verlagshaus, Gesellschaft mit beschränkterHaftung. Die Vollmacht des Geschäftsführers Hermann Schade ist beendet. — den 23. September 1897. Neuer Ver lag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gegenstand des Unter nehmens ist der Betrieb von Verlags und verwandten Geschäften. Das Stammkapital beträgt 60000 Geschäftsführer sind Emil Kauf mann, Franz Lande, Arthur Brehmer. Berlin, den 23. September 1897. Volksrund schau, Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Liquidator vr. jur. Paul Hempel ist gestorben. Gustav Hempel zu Charlottenburg ist Liqui dator geworden. — den 24. September 1897. Deutscher Schriftenverlag, Gesellschaft mit be schränkter Haftung. Gegenstand des Unternehmens ist der Verlag von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowie die Vornahme aller hierauf bezügl. Geschäfte. Das Stamm kapital beträgt 90000 Geschäfts führer ist der Direktor Felix Teige und stellvertr. Geschäftsführer Georg Büxenstem.
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