3792 ncilMicn Zwischen Grenzen Zeiten koman. S4S Leiten. In deinen 7. so lVlIr. Erscheint am 10. September 1936 vciri.^6 ^i.vkiri l.^6c^i 37Sg rill // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // // Der neue große Roman von Heinrich Zillich stellt den Leser vor eine Frage, die ihn sofort kcstig in Anspruch nimmt und die fortan in seinem Bewußtsein hasten wird, weil sie eine der großen deutschen Schicksalsfragen ist: Wie erging es den zwölf Millionen deutschen Menschen im alten Österreich unter der habsburgischen Staatsführung zwischen und neben den anderen Völkern der österreichisch-ungarischen Dop pelmonarchie? Was ist im Weltkrieg und nach dem Zusammenbruch Österreichs aus ihnen geworden, die - mitten in dem bunten Bölkergemisch ansäßig sind und deren Voreltern im Laufe der Jahrhunderte in jenen Ländern vorbildliche Kulturleistungen geschaffen haben? Und - was wird das Schicksal dieser Millionen Menschen sein, die in der steten Berührung mit fremden Völkern ein besonders starkes und bewußtes Deutsch tum geschaffen haben, die zu vvlkhafl-deulschen Menschen im besten Sinne geworden sind? Dieser politische Gehalt des Romans, der den Leser zuliefst ergreift, wird lebendig in der farbigen Schil derung eines Kreises von Menschen und deren Erlebnissen: In der Idylle einer Fabriksiedlung bei Kronstadt beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts mit der Geburt des kleinen Lutz Rheindt die Handlung. Seine Kindheit und Jugend ist von einem bunten Erleben erfüllt. Denn in dem kleinen Lcbenskreis arbeiten Deutsche neben Ungarn, Rumänen und Juden, und schon auf die Kinder fällt manchmal der Schalten der Völkcrverschicdcnheit. Er verstärkt sich, als die Spielkameraden zum Besuch der verschiedenen Schulen nach Kronstadt übersiedeln. Zwar, Spiele und Freundschaften, frohe und bittere Erlebnisse, Schülerschlachten und primanerlieben spielen ihre Rolle wie in jeder gesunden Jugend, hier aber erhält alles seine besondere Färbung durch die Verschiedenheit der Völker und Rassen, die früb und immer drängender den Heranwachsenden bewußt wird, und durch die eigenen völkischen Notwendigkeiten. Mit dem Ausbruch des Weltkrieges, der großen Bewährungsprobe, den die Nationalitäten der Monarchie - jede in ihrer Weise und jede mit anderen Hoffnungen - erleben, winkt die Erlösung aus allen Spannungen und Bedrängnissen, die aber freilich nach dem Zusammenbruch Österreichs für die Deutschen nicht eintrilt. Die deutsche Schicksalsfrage steht wieder am Ende des Buches. ! Wie das Leben des Menschen und zumal der Jugend dadurch gewinnt und sich steigert, daß in das I persönliche Dasein, über die Sorgen der Familie, der Schule und der Arbeit hinaus, die großen politischen Fragen der Volksexistenz Hineinspielen, das ist - neben der geschichtlichen Erzählung und Fragestellung - die I sinnbildliche und überzeitliche Aussage und die große künstlerische Leistung dieses Romans. I Ls gibt wenig Bücher, die mit solcher Leidenschaft um den Bestand deutschen Wesens ringen wie Zillichs Roman »Zwischen Grenzen und Zeiten". Dem Buch vom »Volk ohne Raum" hat sich ein milkämpfendes zugesellt, aus einer anderen Richtung kommend, aber stark und männlich wie dieses und an alle Deutschen I gerichtet mit dem mahnenden Ruf: »Ls lebt ein großes deutsches Volk..." kin neues Werk des in niedreren demlcken krräkler- wettbewerben preisgekrönten Vickters, däs den stärksten Einsatz verdient und sicker loknen wird. Wcrbematerial (^) Vorzugsangebot xoirs jucii-Lkir ä »