Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.05.1936
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- 1936-05-22
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- 22.05.1936
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Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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schliffpapiers in allen Phasen, zeigte die riesigen Papiermaschinen in Betrieb und ließ auch Sonderarbeiten der Papierverarbeitung sehen, wie z. B. Prägen, Satinieren usw. Zur Papierprüfung gab Herr Studienrat Friese einige Hinweise, indem er die verschiedenen Mög lichkeiten der Holzprobe, der Zellstoffprobe und die Berechnung der Reißlänge praktisch vorfllhrte. Eine Großbuchbinderei, wie sie bei der Firma Fritzsche- Hager-Sieke gezeigt wurde, hat zu ihren Arbeiten wohl den vielseitigsten Maschinenapparat zur Verfügung: denn fast sämtlich« Arbeiten werden maschinell vorgenommen. Neben dem Maschinen band konnten auch Arbeiten einer Handbindeabteilung gezeigt werden. Neben den rejn büchgewerblichen Besichtigungen galt eine Füh rung auch einem gemischten Betrieb, dem Bibliographischen Institut. Hier wurde die kartographische Abteilung gezeigt und ihre Verwendung im modernen Verlagsbetrieb erläutert. In einer Ansprache ging Herr vr. Bücking auf die wirtschaftliche Seite des Gemischtbetriebcs ein. Auf Grund statistischer Angaben wies er die Möglichkeit einer rentablen Geschäftsführung nach, die den besonderen Verhältnissen dieser Art des Betriebes angepaßt ist. Ein Besuch in der Lexikonredaktion beschloß diese Führung. Ein Muster der Organi sation eines Verlags zeigte die Besichtigung der Firma Johann Ambrosius Barth, wo die Teilnehmer einen Einblick in die Herstellungs-, in die Werbeabteilung und in das Verlagsarchiv er hielten. Einen richtigen Einblick in den »Verkehr über Leipzig« gab ein Besuch bei der Firma Koehler L Volckmar A. -G. L Co., wo Organisation und Betrieb des Kommissionsgeschäftes, außerdem Einrichtungen der Deutschen Bücherei und besonders die Ab teilung -Künstlerische Drucke« wurden von Herrn vr. Rudenberg gezeigt. Einen besonders tiefen Eindruck gewannen die Teilnehmer von der mit schönem Erfolg arbeitenden Einrichtung der Blinden druckerei. In seinem Vortrag »Die Herstellungskosten im Rahmen der Ge- samtaufwcndungcn- des Verlags forderte Herr Professor vr. Menz eine genaue Kenntnis des Absatzmarktes jedes einzelnen Buches nicht nur für den Vcrtriebsleiter, sondern auch für den Hersteller. Der Vortrag behandelte dann die einzelnen Posten der Kalkulation und die Ermittlung des Ladenpreises. — In einer Arbeitsgemeinschaft wurden noch einmal die Beziehungen zwischen »Herstellungskosten und Ladenpreis« erörtert, wobei Herr vr. Uhlig die verschiedenen Wege der Kalkulation durchrechncte: die Drittel-Kalkulation, die Berechnung vermittels eines feststehenden Multiplikators und die Methode einer prozentualen Anteilsberechnung. — Herr Dr. Heß schloß die Reihe der Vorträge ab mit einer Übersicht über die Grundlagen des Ur heber- und Verlagsrechts. Er gab einen Überblick über die verschie denen Definitionen, die dem besonderen Charakter des Urheberrechts gerecht werden wollen und grenzte dann seinen Bereich ab. So ist während des Kursus kein Teilgebiet aus dem großen Auf- gabenkomple; »Herstellung« unberücksichtigt geblieben, darüber hinaus sind viele den Buchhändler allgemein interessierende Fragen behandelt worden. Das Verständnis für die tätige Berufsarbeit wurde vertieft und damit das Ziel erreicht, dem Nutzen des Standes zu bienen. vr. Salloch. Wertvolles und Schönes aus dem Besitze der Staatlichen Kunstgewerbe- Bibliothek zu Dresden »Freuet Euch des wahren Scheins, Euch des ernsten Spieles: Kein Lebend'ges ist ein Eins, Immer ist's ein Vieles.« Anläßlich ihres sechzigjährigen Bestehens veranstaltet die Staat liche Kunstgewerbe-Bibliothek, Dresden-A. 1, Eliasstraße 341, bis einschließlich 7. Juni 1 936 eine Ausstellung von wertvollen und schönen Büchern und Blättern, deren Besichtigung nicht nur dem Künstler und Bibliophilen, sondern auch dem Kunstfreund, dessen Auge und Herz im beschaulichen Genießen seltener und prächtiger Bibliotheksschätze aus alter und neuester Zeit wahre Freude emp findet — und vor allem auch dem Buchhändler —, zu empfehlen ist. Sinn und Zweck dieser interessanten Jubiläumsschau der Biblio thek, die als zielbewusste Pflanz- und Pflcgstätte deutschen Kultur lebens und -schaffens ihre wertvollen Kulturgüter allen deutschen Volksgenossen nahebringen will (sie ist mit zur Zeit rund 31000 Bänden und 200 000 Einzelblättern die zweitgrößte Kunstgewerbe bibliothek Deutschlands) ist es, Beispiele von Ihren in reichem Maße vorhandenen Originalen aus der Geschichte der graphischen Techniken und des schönen Buches zu zeigen und damit die Öffent lichkeit anzuregen, von diesen ihr bisher wenig bekannten reichen und vielseitigen Schätzen künftig regen Gebrauch zu machen (die Be nutzung der Bibliothek im Lesesaal ist völlig unentgeltlich: geöffnet im Sommer Montags bis Freitags 8—18, im Winter 8—19 Uhr, Sonnabends 8—13 Uhr). Aus der Sammlung von Originalgraphik (Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen, Schabkunstblättcr, Farbstiche, Olair-obsour- Schnitte usw.) seien hier nur die Meister Dürer, Cranach, Lautcnsack, Watteau, Chodowiecki und Gravelot erwähnt. Wertvolle Stücke enthalten die Vitrinen »Modelbücher, Schreibvorlagen und Schreiblehrbücher des 16. bis 18. Jahrhunderts«. Von den Modelbüchern (Sammlungen von Mustern für Stickereien, Spitzen und ähnliche weibliche Hand arbeiten) ist das vom Jahre 1525 aus der berühmten Druckerei von Johannes Schönsperger in Augsburg besonders bemerkenswert. Unter den Zeichenschulen fallen die beiden seltenen Originalausgaben der »Unterweisung der Messung« (1525) und »Symmetrie der mensch lichen Körper« (1532) von Albrecht Dürer auf. In der Abteilung »Buchkunst des 18. bis 20. Jahr hunderts« bemerkt man eine vielfältige Auswahl vorbildlich aus- gcstatteter Werke von Illustratoren vom Range eines Johannot, Grandville, Menzel, Ludwig Richter, Speckter, Klinger, Sattler, Kaul- bach, Kolb, Beardsley, Ludwig von Hofmann, Slevogt usw. Die in Schrankvitrinen ausgestellten Bucheinbände namhafter Meister machen den Betrachter mit der Entwicklung des schönen hand- gebundenen Buches vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart bekannt. Im Vorraum der Ausstellung fesselt im Nahmen alter Stadt ansichten von Dresden vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahr Hunderts eine originelle Sammlung von Gelegenheitsgraphik, Lieb- habcrkünsten und Basteleien aus der Biedermeierzeit (Glück- wunschkarten, Scherenschnitte, Buntpapier-Modeldrncke usw.), Zeug nisse aus der recht besinnlichen Zeit, »als der Großvater die Groß mutter nahm«. Die kleine Schau o st a s i a t i s ch e r Kunst (chinesische und japanische Malereien auf Rcispapier, Tuschzcichnungen und Farben- holzschnitte), Blätter von Shigcnobu, Harunobu, Pcizan, Utamaro, Toyokuni, Kunisada, Hokusai, Hiroshige u. a., betonen auch nach einer anderen Seite hin die Mannigfaltigkeit der Sammlungen der Knnst- geiverbebibliothek. Die durch Färbcrschablonen, Stoff- und Tapetcn- muster vertretene japanische Werkkunst vermag manchem Ta peten- und Teppichzeichner wertvolle Anregung zu geben. Die Ausstellung ist bis einschließlich 7. Juni 1936 bei freiem Eintritt geöffnet: Montags bis Freitags 8—18, Sonnabends 8—13, Sonntags 10—13 Uhr. Auf Wunsch werden für geschlossene Gruppen während und außerhalb der Öffnungszeiten Führungen veran staltet (Teilnahme unentgeltlich). W. Schh. Fachschaft der Angestellten im Bund Reichsdeutscher Buchhändler Ortsgruppe Dessau Nachdem nun auch in Dessau die Voraussetzungen zur Bildung einer Ortsgruppe gegeben sind, ist vom Reichsfachschaftsleiter Pg. Thulke-Berlin der Berufskamerad Emil W e tz zur Bildung und Lei tung der Ortsgruppe Dessau beauftragt worden. Die erste Zusammen kunft und Gründungsversammlung findet am Dienstag, dem 26. Mai, 20.30 Uhr in Dessau statt. Lokal: »Zur Wolfsschlucht«, Askanische Straße 35. Der Besuch dieser Versammlung ist für die Fachschafts mitglieder Pflicht. Die Orte Köthen und Zerbst werden von Dessau aus betreut, sodaß auch von hier die Fachschaflsmitglieder zu er scheinen haben. Ebenfalls ergeht an die Herren Chefs die Einladung, diese erste Zusammenkunft zu besuchen. Gaufachschaftsberater Paul Neichelt-Magdeburg wirb ebenfalls anwesend sein. Verlag: Der Börse „verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Anschrift der 2christlcit»ng sach 274/75. — Druck: Ernst Hedrich Nachf., Leipzig 6 1, Hospitalstrasic II» 13. DA. 8000/IV. *) Zur Zeit ist Preisliste Nr. 8 gültig I 460
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