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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.05.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-05-22
- Erscheinungsdatum
- 22.05.1936
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1936
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BSrs-nila» sttr bin D-Utslhrn vuchhandil Aufn.: F. A. Stenzel Gemeinsame Tagung des BörsenocreinS und des Bundes. Von links nach rechts! Schatzmeister Anton Hicrsemanu, Vorsteher Wilhelm Baur, Stellvertreter des Vorstehers Martin Wülfing, Geschästssührer Dr. A. Hetz. verständlich. Die Anwendung des von der Reichsschrifttums kammer unterm 3. Juni 1935 angeordneten Normalvcrtrags, der sich auf den Erfahrungen der Praxis aufbaut, ist nirgends auf nennenswerte Schwierigkeiten gestoßen. Die A r b e i t s g em e i n s ch a f t der mit demReise - buchhandel arbeitenden Verleger kann weitere Umsatzsteigerungen bis zu 10 und 15°/« verzeichnen. Der Rcisc- buchhandcl hat tatsächlich »das Buch zum Volk gebracht-, indem er die einzelnen Volksgenossen teils in ihren Wohnungen, teils in den Betrieben aufsucht und zur Anschaffung von Büchern ver anlaßt. Der Vertrieb unerwünschter Prachlwerke ist erfreulicher weise merklich zurückgegangen, was wohl hauptsächlich auf das Durchgreifen der Beobachtungsstelle sür den Reisebuchhandel zurückzuführen ist. Durch 8 2 Ziffer K der Verkehrsordnung ist zwischen Sortiment und Reisebuchhandel eine gewisse Befriedung eingetreten, da die sogen. Alleinvertriebsobjekte verschwunden sind und grundsätzlich jeder Sortimenter dem Publikum jedes Werl liefern kann. Die Haupttätigkeit der Arbeitsgemeinschaft der Verleger von Volksliteratur bestand in der Abwehr weiterer Beschneidungen der Absatzsläche. Die ihr angcschlossene Beratungsstelle hat die Prüfung der Manuskripte gewissenhaft durchgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft der Schulbuchver leger konnte erreichen, daß rechtzeitig eindeutige Verfügungen über die Weiterbenutzung sämtlicher Lernmittel für Ostern 1936 ergingen. Für das Volksschul-Lcsebuch wurden für alle Lesebuch- Verleger geltende genaue Richtlinien aufgestellt. Die Lieferung von Volksschulbüchern ist mit Genehinigung des Börsenvereins neu geregelt worden. Nach dem Bericht der Arbeitsgemeinschaft der Lehrmittelverleger ist die Lage des graphischen Lehr mittelverlags nach wie vor äußerst schwierig. Trotzdem hat der Lehrmittclverlag seiner Ausgabe, neue, für die Bedürfnisse der nationalsozialistischen Schule bestimmte Lehrmittel zu schaffen, weitgehend entsprochen. Der Zusammenschluß der Kurzschrift Verleger in eine Arbeitsgemeinschaft hat sich zum Vorteil dieser Verlags gruppe ausgewirkt. Die Mehrzahl der Selbstverlcgcr ist verschwun den oder ihre Werke wurden von anderen Verlagen übernommen. Für die Fachgruppe Jugendbuchverlag stand im Vordergrund die Auchbuchhaudelsfrage und damit vor allem die Frage des Verkaufs von Jugendbüchern durch Spielwarengeschäfte, die als Fachgeschäfte für den Verkauf von Jugendschristcn bis zur Altersgrenze von 11 Jahren anerkannt wurden. Für den Bil derbuch-Verlag ist cs wesentlich, daß Bilderbücher, aus die die Bcgrisssbcstimmuug »ein Buch sür Kinder, dessen Inhalt durch Bilder vermittelt wird- zutrifft, sreigegebcn sind. Zusammenfassend sür den Verlag ist hervorzuheben, daß die Zahl der Neuerscheinungen im Berichtsjahr um 11°/« gegenüber dem Vorjahre gestiegen ist. Ein erfreuliches Anzeichen >der Festi gung ist die Tatsache, daß die Zusammenbrüche in Verlag und Sortiment wiederum um 20°/« gegen das Vorjahr zurückgiugen. Im Kampfe um die Bedeutung des Auchbuchhandels stießen Wünsche und nüchterne Wirklichkeit oft hart gegeneinander. Auch hier war es möglich, manchen Ausgleich herbeizuführen. Die Haupttätigkeit der Fachschaft Handel bestand in Maßnahmen gegen die Beeinträchtigung des gesamten vertrei benden Buchhandels, insbesondere gegen den Wettbewerb der öffentlichen Hand. Beim Reise- und Versandbuchhandel wächst sich ' ,e außerordentliche Zunahme von neuen Unternehmen zu einer großen Gefahr für den Berufsstand aus, sodaß die Fachgruppe schon öfter für eine Ausnahmespcrre eingetreten ist. Die Fachgruppe Sortiment betont immer wieder, daß sich die Wettbewerbslage des Sortiments nicht — wie öfter behauptet — infolge von Untätigkeit und Untüchtigkeit der Sorti menter ungünstig gestaltet. Auch hier sind cs die unorganisch ge wachsenen Kräfte, die sich in früherer Zeit frei entwickeln konnten und den Wettbewerb, wie überall, stören. Wesentlich ist, daß 8 6 der Vcrkchrsordnung in der Praxis lebendig und nicht am Buch staben herumgedeutelt wird. Die Fachgruppe weist eindringlich auf die Gefahren hin, die eine allzu große Ausdehnung des Auch buchhandels für den berussständischen Sortimentsbuchhandel mit sich bringt. Der Absatz des politischen Schrifttums hat nachgelassen. An die Schaffung der neuen Schulbücher wird seit 1935'planmäßig und mit größter Sorgfalt hcrangegangen. Das wissenschaftliche Buch ist aus dem Sortiment in beträchtlichem Maße abgcivandcrt. 455
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