5SS2 bl° 264, 13. November 1938. Fertige Bücher. Börsenblatt f. d.Dtschn. Buchhandel. D/e E /l/.' rri/>^ L«r/ e/-re /Ä'^e-r^e Lo//s E Ds M/>t/ I/'KLK Me^o// ^//r.' Im „öL'^s^- /^-^/" t/e-- öL^^s/r^/r//r§ / ö/>^Es-r«, t/si' «A-^ s/Ke Frr/r^ rio/r Aom^-r ,,L//^« A«t/ X/-rr/e^" »Dieser neue deutsche Damilienroman eines noch völlig unbekannten Autors gebürt 2u den stärk sten Dindrücken des Jahres. Iin 8chv/ar2v»ald und in DIsab-Dotbringen spielend, reicht er von den Lusklängen der napoleoniscben Dpocbe über die 6ründerreit bis 2ur 2aberner Lila re. Din herbes 6escblecht scbrveigsam-verschlossener 8cbvar2rvaldbauern nächst ru europäischen Kaudeuten grükten 8tils empor: durch treues Zusammenhalten von rvenigen Damilien, durch kluge ruchtvolle hlab- naümen und strenge Lindung an die einlacbe 8chrvar2rvald-Heimat. 8päter aber lübrt eine schein hur berechtige Dockerung mehr und mehr rum Verlud. Die Handlung ist reich an romanhalten Oeschebnissen. Lber alles rvirkt lebensecht, hlit grökter 8icherheit — und in erstaunlich sorglälrigei bpracbe — sind die Dreignisse gelormt. Vieler Drnst und trockener Humor v/cchseln ab, 8arire, Ironie, rveltmännische Orurie, erschütternde öildcr und historisch reirvolle Dpisoden. In jeder Dinrelheir scheint das Ounre mit du 2u sein. Die optische Deutlichkeit ist auls höchste gesteigert. hl an „ist" in den wimmern, man „sieht" die hlcnschcn. Ja Oeruch und 6eschmack scheinen mitbeteiligt. Din Luderimmer mit den Lbemikalien der lrühen Dbotographie, eine Küche, eine Lechtsanrvalts-Draxis, eine Hotel-Hochrein, ein 8terberimmer: im mer umläng uns rvirklicber Daum mit 2 bringender blühe. V^ie im Deben bricht die Handlung olt und olr scheinbar ab. ändere 8to§schichten drängen sich vor. Lber später, olt sehr viel später, enthüllt das Drübere seinen ergehenden 8inn. Diesem Dichter ist das Deben heilig Dr hornigere es nicht, Luch nicht aus Kücksicbt aul den Deser. hlaoches hat die 8cbärle Ibscnscher Vragikomädien. hlanches tut v/eü — rvie im Deben. Das Luch hat ein überleines Oervissen. Das Zarteste rvird gevögen, registriert, blichts, so vird uns bedeutet, vird im Deben dem Vlenscben gscbenht. Ds scheint ihm erlaubt, ein- oder rv/eimal sein 8cbichsal ru versuchen, Ja vielleicht ist es notwendig, ein-, rveimal lür ein 2iel sich gan2 einruserren, rüch-sichts-los auch gegen andere. Lber dann gilt es vorsichtig sein: der Vülle des Dinrelnen vird von gröberem willen überschattet . . , Dinmal vird von einer Dhe gesagt: sie sei gut, scbver und notwendig gewesen, blotvendig-schver und notvendig-gut ist das Deben selber. HI an mub mit ibm lertig vcrden. Das Luch ist ein sehr rvahrer 8piegel. Dnd: ein schüplerischer, der nickt nur einlach 2urüch- srrahlr. Dr har Dnergie in sich selbst.« DL. ^4D0DD llLDXDD, ^DLiVLDL6 4«8 8I I I I V « rVAI I IVNV «HI « 8«, 4 L« Oe8et2t aus der Lreitlcopf-k'ralLtur