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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.02.1871
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1871-02-10
- Erscheinungsdatum
- 10.02.1871
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- Deutsch
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über literarisches Eigenthum, die allerorts auseinander gingen und zu ungleichem Recht führten. Bei der Eröffnungsfeier war der Leip ziger Buchhandel, auf Einladung des Präsidenten des Bundeskanz leramts durch drei Deputirte vertreten. Wir haben auch zweier 50jähriger Jubiläen zu erwähnen von Männern, die zwar nicht zu unserem Verein, selbst nicht zu unserem Stand gehören, deren hervorragende Verdienste aber Ihre Deputir- ten bestimmten, die Ehrentage derselben nicht vorübergehen zu lassen, ohne ihnen ein Zeichen unserer Hochschätzung zu geben. Am 24. No vember feierte sein 50jähriges Jubiläum Herr Oberpostmeister Röntsch hier. Es wird wohl kaum einer unter Ihnen sein, der nicht mit diesem Ehrenmanne, der von jeher ein warmer Vertreter der Interessen der hiesigen Geschäftswelt im Allgemeinen, speciell der Buchhändlerwelt in seinem Fache war, in nähere Beziehung ge kommen wäre, dabei Beweise dieses Interesses und jener liebens würdigen Humanität und Gefälligkeit gefunden hätte, die den Nestor unseres hiesigen Postwesens allezeit auszeichnete. Ihre Deputation glaubte deshalb auch in Ihrem Sinne zu handeln, wenn sie, gleich wie der hiesige Handelsstand, dem Jubilar nicht nur Glückwünsche, sondern auch ein sichtbares Zeichen unserer Anerkennung in Ihrem Namen darbrachte. Am 8. Januar aber brachten wir unsere und Ihre Glückwünsche dem Jubilar, Herrn Professor Ernst Heinrich Weber, dem Ehrenbürger unserer Stadt, der Zierde der Universität, der er sein ganzes Leben widmete; dem Manne, der heute noch in jugendlicher Kraft an der Spitze der Wissenschaft vorschreitet, in dem sich Geist, Wissen und menschlich schönes Wesen in ihrer höchsten Potenz ver einigen. Wir nennen uns die Träger der Wissenschaft, wir durften bei solchem Fest der Wissenschaft nicht fehlen. Der Buchhändler-Gehilfenverein will auch in diesem Winter, wie im vorigen, eine Reihe von Vorlesungen von ausgezeichneten Mitgliedern unserer gelehrten Welt sich halten lassen, und darin Gelegenheit zu seiner Fortbildung suchen. Wir haben ihm dazu wiederum die Summe von 50 Thalern ausgesetzt, ein Capital, das sicher gute Zinsen trägt. Ehe wir nun zu den Personalveränderungcn in unserem Verein selbst übergehen, sei noch zweier in diesem Jahre Verstorbener gedacht, die, wenn auch schon früher aus demselben geschieden, doch noch mit aller Liebe an ihm hingen, und denen Sie gewiß allezeit ein freund liches und ehrendes Andenken bewahren werden. Es sind dies die Herren Philipp Mainoni und Otto Wigand. Der Erstere stand uns lange Jahre, namentlich bei der Revision unseres Rechnungswertes, zur Seite; wir schulden ihm manchen Dank; und der Name Otto Wigand ist für den deutschen Buch handel geradezu ein historischer, unvergeßlicher, wie der brave und tüchtige, allezeit liebe und biedere Mann und Freund es uns stets bleiben wird. Wie er aber in seiner Presse rüstig und unerschrocken für die heiligsten Interessen der Menschheit, für echte Freiheit auf trat, seine eigene Herzensmeinung dabei ehrlich und aufrichtig ver tretend, wie er auch in der Oeffentlichkeit ebenso aufrichtig und un erschrocken dieselbe kundthat und gegen alles ritterlich und wacker ankämpfte, was nach Finsterniß und Bevormundung schmeckte: so hat er auch in unserer Verwaltung lange Jahre fleißig und treu mit gearbeitet, und so gebührt ihm auf jedem Felde seiner Thätigkeit unser Dank, unsere Anerkennung, unser Andenken. Von unseren Mitgliedern verstarben in diesem Jahre: Herr Arthur Hermann Felix, Rudolph Friedrich Hentschel, Adolph Moritz Hofmeister, August Heinrich Liebeskind, Heinrich August Ludolf Eduard Wengl er. Wegen Aufgabe des Geschäftes gehören nach §. 9. der neuen Vereinsstatuten dem Vereine nicht mehr an: Herr Alexander Magnus Colditz, Georg Hartmann Fried lein, vr. Johann Gotthelf Adolph Fritzsche, Günther Christoph Orthaus, Julius Enoch Richter; seinen freiwilligen Austritt hat angezeigt: Herr Christian Bernhard Freiherr vonTauchnitz. Erloschen sind die Firmen: Hans Barth, Ludwig Denicke, Gustav Thenau, August Whistling. Als neue Mitglieder sind dagegen in den Verein ausgenommen worden folgende 21: Herr Mar Abraham (Firma: C. F. Peters, Rursau äs musiyus), vr. Andreas Andresen (Firma: Rudolph Weigel's Kunsthandlung), Christian Adolph Peter Borndrück (Fir ma: C. A. P. BorndrüL), Wilhelm Paul Fr ohberg (Firma: Paul Frohberg), Carl Friedrich Eduard Haasenstein (Firma: Haasen- stein L Vogler), August Theodor Heinz e (Firma: Heinze L Voigt), Friedrich August Otto Klasing (Firma: Daheim - Erpedition), Felix August Matthaeus Liebeskind (Firma: A. G. Liebeskind), Ferdinand Jacob Matzerath (Firma: Ferd. Matzerath), Johann Carl Traugott Pech (Firma: Schmaler <L Pech), Wilhelm Leopold Constantin Sander (Firma: F. E. C. Leuckart), Heinrich Theodor Schröter (Firma: Theodor Schröter), Carl August Schulze (Firma: Ernst Fleischer), Johann Martin Seiler (Firma: Martin Seiler), Frau Amalie Serbe, geb. Krieger (Firma: Serbe'sche Verlagsbuchhandlung), Herr Siegfried Simmel (Firma Simmel<k Co.), Carl Franz Gustav Sin Hub er (Firma: G. Sinhuber's Ver lagshandlung), Carl Gotthelf August Julius Stehmann (Firma: I. Stehmann), Gustav Hermann Vogel (Firma: Rudolph Weigel's Buchhandlung), Christian Julius Hermann Webel (Firma: I. H. Webel), August Bruno Zechel (Firma: Bruno Zechel). Die Zahl der Vereinsmitglieder beträgt jetzt 228 und es re- präsentiren dieselben 222 Firmen. Nach Vortrag des Geschäftsberichtes wurde von der Versamm lung die Rechnung über das Jahr 1870 und das Budget für 1871 erledigt. Zu weiteren Verhandlungen lag kein Stoff vor. Die er folgten Wahlen sind bereits im Börsenblatt publicirt. Berliner Verleger-Verein. Bei den bevorstehenden Meßarbeiten bringen wir die nach stehenden Geschäftsnormen und Bedingungen, unter denen die Mitglieder des genannten Berliner Verleger-Vereins Credit ge währen, in Erinnerung: 1. Alles im Laufe eines Kalenderjahres Bezogene, oder aus früherer Rechnung disponirt Uebertragene muß, soweit es nicht anderweitig ausgeglichen ist, in der darauf folgenden Ostermesse bezahlt werden. 2. Das Disponiren uirabgesehter und das Remittiren festbe zogener Artikel kann nur mit Bewilligung des Verlegers statt finden. 3. Wer in der Ostermesse die vorjährige Rechnung nicht erledigt, verliert sofort den Anspruch, das bereits in neuer Rechnung Bezogene bis zur nächsten Ostermesse creditirt zu erhalten. Der Verleger ist vielmehr in diesem Falle berechtigt, die Ausglei chung des neuen Guthabens zu jeder Zeit zu verlangen. 4. Artikel, welche eine Handlung in der Ostermesse zurückzusenden berechtigt war, ist der Verleger nach Pfingsten zurückzunehmen, resp. sich anrechnen zu lissen, nicht mehr verpflichtet. 5. Der Verleger hat die Befugniß, ihm zur Disposition gestellte Artikel durch directe vier im Buchhändler-Börsenblatt ver öffentlichte Aufforderung zurückzuverlangen, und ist später als zwei Monate nach Erlaß dieser Aufforderung zur Rück-
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