x° S6, 7. März 1935. Fertige Bücher. Bijrlcnblatt s. d.Dtschil.Buchhandrt. 1009 (I Keuerschetnung Jörg Moülmagr Anöreas Roman L?s Seiten. GanzlcinwanS RM 4.50, kartoniert RM 5.52 Ein Urteil: „Ich kenne keinen Roman der jungen deutschen Literatur, ln welchem das stille dörfliche Wachstum einer Knabensecle so bildhaft und gewissermaßen an allen geistigen Sinnen fühlbar dargestellt wäre. Der junge Jörg Modlmayr hat es zustande gebracht, durch die dauernde und immer neu erschütternde Erzählung der Jahreszeiten, der großen Feste und der kleinen bäuerlichen Erlebnisse uns magisch in sein Dorf hineinzubannen. Mit göttlicher Unmerklichkeit wächst der Knabe heran. Sein Leben, ohne gewaltsame und dramatische Einschnitte, gleicht völlig einem Baum ohne Jahresringe: scheinbar ziellos steht er plötzlich vor uns, und was mich besonders ergriff, war die seclenhaste Durchleuchtung alles Gegenständlichen und die dämonische Bildhaftigkeit der dichterischen Sprache. Wie der Dichter Gewitter beschreibt oder den Fluß oder das Moor, wie er mit immer neuen Wendungen blitzartig auch den überrascht, dem die Dinge des Landes von Geburt an vertraut sind, und wie er in großen, innigen und dichterischen Jahresliturgkcn das Leben des Knaben, seines Hauses und seines Dorfes aufbaut, bis sich ihm die weite Welt öffnet, das hat kein Beispiel ln der uns umgebenden Literatur." Josef Magnus Mehner war es, Ser öiese Worte über MoölmagrS Such schrieb. Ihnen braucht Üer Verlag Wohl keine waschzettelanpreisungen hinzuzufügen. unrh.c;c»^rl.Koir>i veki./<c; klresi./<u Börsenblatt f. d Deutschen Buchhandel. 102. Jahrgang. 136