Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.01.1928
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- 1928-01-12
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x° 10, 12. Januar 1928. Rsdakbioneller Teil. Börsenblatt f.d.Dtschn. Buchhandel. Herr Navarro Salvador hat für uns liebenswürdigerweise das statistische Jahrbuch Niederländisch Ostindiens durchgesehen. Hiernach besaßen diese Gebiete im Jahre 1926 317 periodische Veröffentlichungen, wovon in der Hauptstadt Batavia 73 erschienen. In Niederländisch Guyana gab es nach Herrn Navarro Salvador im Jahre 1926 ebenfalls 11 periodische Ver öffentlichungen. Norwegen. Wir verdanken der Liebenswürdigkeit des Herrn W. P. Sommerfeldt, ersten Bibliothekars der Universitätsbibliothek Oslo, die nachstehenden statistischen Angaben über die literarische Pro duktion Norwegens in den Jahren 1925 und 1926. Bemerkt sei, daß die Universitätsbibliothek Oslo ihre Statistik nach der durch das Gesetz vom 20. Juni 1882 eingeführten Abgabe von Pflichtexemplaren aufstellt. In Norwegen erschienene Bücher. 1925 1926 1. Literaturgeschichte, Bibliographie, Buchhandel 39 31 (— 8) 2. Allgemeine und gemischte Werke 1 1 3. Philosophie, Theosophie 13 5 (—8) 4. Theologie, Erbauungsschriften 70 88 (ft- 18) 5. Mathemalik 51 44 (—7) 6. Naturwissenschaften 63 61 (— A 7. Medizin 26 19 (—7) 8. Philologie 64 93 (ft- 29) 9. Geschichte, Politik, Volkswirtschaft, Statistik 225 200 (- 25) 10. Erdkunde, Reisen, Topographie, Landkarten 72 72 11. Recht 34 33 <— 1) 12. Technologie, Fischerei, Handel, Industrie, Architektur 123 122 l— 1) 13. Kriegskunst 7 4 (— 3) 14. Pädagogik, Schulbücher 12 17 (ft- 5) 15. Turnkunst, Sport, Spiel 22 16 (— 6) 16. Schöne Literatur und Künste, Musik . . 320 326 (ft- 6) 17. Jugendschristen 86 72 <— 14) Insgesamt: 1228 1204 (—24) Nach der im Jahre 1925 erreichten Höhe ist die literarische Produktion Norwegens in leichter Abnahme begriffen. Die Ge samtzahl von 1926 ist immerhin sehr zufriedenstellend, wie die nachstehende, zehnjährige Übersicht beweist. 1917: 924 1922: 1061 1918: 1074 1923: 1159 1919: 757 1924: 1160 1920: 949 1926: 1228 1921: 1033 1926: 1204 Wenn man die Ergebnisse von 1925 mit denen von 1926 vergleicht, so findet man, daß vier Klassen in Zunahme und elf in Abnahme sind. Die Klassen 2 und 10 bleiben unverändert. Zu bemerken wäre noch der Zuwachs der Klasse 8 (Philologie) und der Rückgang der Klasse 9 (Geschichte, Politik usw). Nach Herrn Navarro Salvador wurden im Jahre 1926 in Norwegen 801 Zeitschriften und Gemeindeberichte und 325 Zei tungen gezählt. Österreich. Österreich hat nie großen Wert darauf gelegt, die Statistik seiner literarischen Produktion aufzustellen. Das Evangelium der Herren Navarro Salvador und Ludwig Schönrock ist dort nicht bekannt und wird noch viel weniger ausgeübt. Trotzdem gibt es in Wien einen verdienstvollen Statistiker, Herrn Carl Junker, der im »Zeitungsverleger« vom März 1927 einen sehr gründlichen Aufsatz über die österreichische Presse veröffentlicht hat. Nach Herrn Junker erschienen im Jahre 1926 auf dem Gebiet der Republik Österreich etwa 1800 periodische Veröffent lichungen. Am 1. Januar 1926 hatte die Stadt Wien 34 perio dische Veröffentlichungen, die täglich; 90, die mehrmals in der Woche, aber nicht täglich; 157, die wöchentlich; 263, die zwei- bis dreimal im Monat, und 614, die monatlich erschienen. Außer dem gab es noch 164, die weniger als zwölfmal im Jahr, und 73, die sporadisch erschienen. Die Gesamtzahl für W'en war 1395. In dieser Zahl sind gleichwohl viele Vereinsberichte und andere Schriftstücke von geringerem Wert inbegriffen. Die poli tischen Tageszeitungen waren 23 an der Zahl. 42 Die Einteilung nach Sprachen gibt folgende Übersicht: Periodische Veröffentlichungen in deutscher Sprache 1246 k, „ französischer „ 26 »» „ „ tschechischer 18 „ „ „ englischer 12 „ „ anderen Sprachen 20 Insgesamt: 1322 (die sporadischen nicht mit gerechnet). Im übrigen Lande zählte man am 1. Januar 1926 etwa 400 periodische Veröffentlichungen, wovon 300 der politischen oder der Fachpresse angehörten. Die Tageszeitungen der Pro vinz bezifferten sich auf 24, sodaß es in ganz Österreich nur 47 politische Tageszeitungen gab — sehr wenig für ein Land von 6*/r Millionen Einwohnern. Die älteste Zeitung Österreichs ist die im Jahre 1677 ge gründete »Linzer Zeitung«, die heute nur noch ein amtliches Wochenblatt ist. Die »Wiener Zeitung« datiert von 1703. Die »Klagenfurter Zeitung« ist über 150 Jahre alt. Die Wiener Universitätsbibliothek, die im Mai 1927 ihr 150jähriges Jubiläum feierte, beherbergte 1 057 000 Bände im Jahre 1925 *). Von den Universitätsbibliotheken der Länder deutscher Zunge ist keine so bedeutend. Sie enthält eine große Anzahl alter österreichischer Werke, die ihr von verschie denen adeligen Familien geschenkt wurden. Portugal. Herr Navarro Salvador übermittelt uns folgende Zahlen: Bei der L an d e s b i b l i o t h e k abgelieferte Werke: 1925 1926 Bücher 596 622 (ft- 26) Broschüren 760 757 (- 3) Musikstücke 64 4 (- 60) Kunstblätter 33 7 (— 26) Landkarten 22 8 <- 14) Andere Veröffentlichungen . 546 217 (- 329) Zeitungen 205 (ft- 205) Insgesamt: 2021 1820 (-201) Eintragung r lit erarischen Eigentum srech 1917: 248 1922: 501 1918: 92 1923: 506 1919: 21 1924: 528 1920: 159 1925: 765 1921: 347 1926: 743 Periodische Veröffentlichungen: 1925 1926 Zeitungen 488 592 (4- 104) Zeitschriften 120 138 (4- 18) Gesamtsumme für das ganze Land: 608 730 (ft- 122) In Lissabon erscheinende Zeitungen 94 123 (4- 29) ,, „ „ Zeitschriften 71 86 (ft- 15) Gesamtsumme für Lissabon: 165 209 (ft- 44) Rußland. Die »Prager Presse« vom 4. November 1927 enthält nach einem von Herrn Jv. Starcev in dem Mitteilungsblatt des russischen Staatsverlages veröffentlichten Aufsatz recht lehrreiche Mitteilungen über die Art und Weise, wie in Rußland die Über setzungen der Werke der ausländischen Schriftsteller ausgebeutet werden. Zunächst übersetzen die Russen außerordentlich stark/ Im Jahre 1925 waren von 862 im Bereiche der Schönen Litera tur erschienenen Werken 488, nämlich 56,6?L, Übersetzungen. Im Jahre 1926 fällt das Verhältnis auf 465L, aber die absolute Zahl der Übersetzungen steigt noch (602 auf 1306). Im Laufe der vier ersten Monate von 1927 werden 125 Übersetzungen auf 475 veröffentlichte Werke gezählt, nämlich 26,3?L. Dürfte dieses schon etwas normalere Verhältnis bis zum Ende des Jahres Bestand haben? Auch scheint die Herausgabe ausländischer belletristischer Werke eine so gewinnbringende Sache zu sein, daß dasselbe Werk manchmal gleichzeitig von mehreren Verlegern unter verschie denen Titeln veröffentlicht wird. Es versteht sich, daß der Ori ginalautor nicht gefragt wird. *) Siehe Bbl. vom 18. Juni 1927.
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