Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.01.1928
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- 1928-01-12
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- 12.01.1928
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X- 10. 12. Januar 1928. Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Börsenblatts, b. Dtschn. Buchhande». ?ersorra1nackrickterr. 70. Geburtstag. — Am 12. Januar d. I. erreicht Herr Nein- hold Rall, Teilhaber der Firma Stachle L Friede! in Stutt gart, das 70. Lebensjahr. Er hatte sich zuerst dem Jngenieur- beruf gewidmet und übernahm am 1. Juni 1888 mit seinem Ver wandten Eugen Rieger die Papierwaren- und Kartonnagenfabrik Stachle iL Friede! in Stuttgart, die heute gegen 500 Angestellte und Arbeiter beschäftigt. Zu ihrem Arbeitsgebiet gehört auch ein umfang reicher Zeitschriftenverlag. An dieser erfreulichen Entwicklung der Firma Stachle L Friede! hat der Jubilar getreulichen Anteil, und mit Befriedigung kann er aus seine Lebensarbeit zurückblicken. Gestorben: am 9. Januar an den Folgen eines Schlaganfalles der Verlags buchhändler und Ständerat Herr Rudolf Huber-Al- brecht, Geschäftsführeuder Gesellschaster der altangesehenen Verlagshandlung Huber L Co. in Frauenfeld. Der Verstorbene war ein Sohn Jacques Hubers, der die 1809 gegründete Firma durch 50 Jahre zu Erfolg und Ansehen geführt hatte. Seine beiden Söhne Arnold und Rudolf wurden 1905 mit der Leitung des Unternehmens bettaut, nachdem sie mehrere Jahre vor her schon als Mitarbeiter im Hause tätig gewesen waren. Arnold Huber starb jedoch schon 1910. Seitdem stand Herr Rudolf Huber, der zugleich Redakteur der -»Thurgauer Zeitung« war, an der Spitze der Firma. Er hat es verstanden, das Ansehen, das der Vater dem Hause erworben hatte, zu erhalten und es mit sicherer zielbewußter Hand ln vorwärts schreitender Entwicklung zu immer größerer Aus dehnung zu bringen. Todesnachrichten aus Wissenschaft, Literatur und Kunst. — Am 30. Dezember 1927 ist in Prag Professor vr. Oskar Bail, Vorstand des Hygienischen Instituts der deutschen Universität, im Alter von 57 Jahren verstorben; in Leningrad am 24. Dezember im Alter von 09 Jahren der berühmte Psychiater Professor Wladimir Bechterew; am 8. Januar vr. Karl Diener, Professor für Paläontologie an der Universität Wien; in Hannover Geh. Negievungsrat Professor vr. Konrad Hartmann im 75. Lebensjahre, der seit 1902 als Senatspräsident im Reichsversiche rungsamt gewirkt hat; im Alter von 73 Jahren der klassische Philo loge I. L. Helberg, Professor an der Universität Kopenhagen; in Köln der Dombaumeister Geheimrat Bernhard Hertel im Alter von 05 Jahren; am 9. Januar die Schriftstellerin Charlotte Homcyer in Berlin; in Breslau Professor vr. Ludwig Milch, Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts der Universität; in Frankfurt a. M. Professor vr. Bernhard Müller, der Leiter des Städtischen Historischen Museums, im Alter von 57 Jahren; im 81. Lebensjahre Hofrat Professor Or. Richard Pribram, Kurator des technischen Museums siir In dustrie und Gewerbe in Wien; am 7. Januar im Alter von 70 Jahren Wirkl. Geheimer Rat vr. E i l h. Wiede mann, Professor der Physik an der Universität Erlangen; am 5. Januar der Staats und Völkerrechtslehrer Geh. Justizrat Professor vr. Philipp Zorn im Alter von 77 Jahren. Sprecksaal (Ohne Verantwortung der Cchriftlcitung: jedoch unterliegen alle Einsendungen den Bestimmungen über die Verwaltung des Börsenblatts.! Mißbrauch der Diicherzettel. Neuerdings tauchen häufig Versuche von Vereinigungen, Insti tuten u. dgl. auf, durch buchhändlerischen Bücherzetteln nachgebildete Bestellzettel Buchhändler- und Vermittler-Rabatte herauszuschlagen, auf die sie keinen Anspruch haben. Ein solcher Fall lag kürzlich von einem Universitäts-Institut vor. Der erste Bücherzettel mußte den Eindruck erwecken, daß es sich um einen selbständigen Verlag handle. Erst die «ingetrofsene Auftragsbestätigung zeigte, daß dies nicht der Fall war. Es dürfte zweckmäßig sein, die Ausliefcrer zu genauer Nach prüfung anzuhalten. 8. Ein neuer Feind? Es scheint fast, als ob dem Sortimentsbuchhandel ein neuer Feind erstände, der aus den eigenen Reihen hervorgeht. Noch in keinem Jahre unserer 30jährigen Tätigkeit am hiesigen Orte ist es uns so wie bei dem letzten Weihnachtsgeschäft ausgefallen, wie oft ein Teil des Publikums durch befreundete Angestellte des Buch handels zu Nettopreisen bezieht. Von vielen derartigen Einkäufen erfährt der Sortimenter natürlich nichts, cs gibt aber auch eine An zahl Personen, die sich mit diesen Käufen nicht nur ihren Bekannten, sondern auch dem Sortimenter gegenüber rühmen. So sagte uns z. B. die Frau eines Arztes aus unserer Umgegend, die seit Jahren eine gute Kundin ist, als sie in unserer Papierabteilung einkauste, wir sollten uns über ihre geringen Anschaffungen in diesem Jahre nicht wundern, aber bei den so ungeheuer hohen Preisen im Buch handel habe sie z. B. einen dreibändigen Roman durch eine Bekannte, die in einem großen Berliner Verlagshause angestellt sei, statt für 28 »für nur 18 Mark und wenige Pfennige« bezogen. Ein höherer Offizier sagte ganz offen in Gegenwart anderer Kunden, -er bezöge Bücher durch einen ihm befreundeten Stuttgarter Buchhandlungs angestellten für zwei Drittel des Ladenpreises. Ein Dritter wollte ein größeres Werk in Berlin mit 40 Prozent erworben haben usw. Wenn man dem betreffenden Kunden die Antwort nun auch nicht schuldig zu bleiben braucht, so führt das doch nur zu Reibereien zwischen Käufern und Verkäufern, und der Schaden, den das Sorti ment-dadurch erleidet, wird nur immer größer. Wäre es nicht ratsam, von seiten der Geschäftsinhaber energisch gegen ein derartiges Ge baren gedankenloser Angestellter vorzugehen, die gar nicht bedenken, daß sie durch solche »Gefälligkeiten« unfern ganzen Stand schädigen und sich selbst dazu? Landsberg lWarthe). F r. S ch a e f s e r L C o. „Westdeutsches Heimatbuch." Der Verlag »Westdeutsches Heimatbuch« in Weidenau bietet seit Jahresfrist sein Westdeutsches Heimatbuch allen Schulen zur An schaffung an mit dem Bemerken: Direkt zu beziehen vom Verlag. Nunmehr geht der Verlag dazu über, auch Buchhandlungen mit dem Buche bekannt zu machen und um Bestellungen anzngchen. Den Anschriften an buchhändlerische Firmen liegt ein Prospekt bei, wonach die Herren Kollegen vom Schulamt jder Verlagsinhabcr ist offen bar Lehrer) gebeten werden, bei größeren Aufträgen wegen Ver günstigung sich direkt an den Verlag zu wenden. Ansichtsstücke wer den ebenfalls direkt vom Verlag gesandt. Den Herren Kollegen in Rheinland und Westfalen dieses zur Kenntnisnahme. Herford. Ravensbergische Buchhandlung Erich Otto. Appell an die Derlagsauslieferer! Das Weihnachtsgeschäft ist vorüber und mit ihm eine gute Arbeit vollbracht. Bestellbuchsührer und Ausliefcrer haben abermals ihr Können bewiesen und zu einer glatten Abwicklung des Weihnachts geschäfts wohl glänzend beigetragen. Allerdings war ein gewisser Ärger damit verbunden, und viele Bestellbuchführer dürften manchen Fluch hinuntergedrückt haben. Warum? Weil es der Auslieferer unterlassen hat, die Bestellnummern, die doch auffällig auf den Bll- cherzetteln angebracht werden, aus den Fakturen wiederzugeben. Jä sogar die Angabe des Bestelldntums fehlte größtenteils. So mußte viel kostbare Zeit mit dem Suchen der Nummern im Bestellblock oder Bestellbuch geradezu verschwendet werden. Daß dies keine geringe Arbeit ist, x Seiten des Bestellblocks oder Bestellbuches durchzusehen, um endlich die Aufträge zu finden, -für welche fragst Werke bestimmt waren, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden. Also Ihr Aus lieferer: denkt zukünftig bei Erledigung der Aufträge an die Bestell- buchführcr, dann kommen derartige wenn auch kleine Fehler nicht mehr vor. Ihr erspart dem Bestellbuchsührer vielen Arger und er leichtert ihm zuguterletzt ganz bedeutend die Arbeit. Eine Mehr arbeit für Euch kommt dadurch doch sicher nicht in Frage. Ansbach. HansWurmthaler i. H. Michael Prügel. Verantwort!. Schristlciier: sz r a n z Wagner. — Vertag: DerBSrsenvercin der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Buchhändlerhaus. Druck: E. HcdrtchNachf. Sämtl. in Leipzig. — Anschrtst d. Schrtftieitung u. Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 28 iBuchhändlcrhauS), Postschlicbsach 274/7S. 48
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