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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.01.1834
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1834-01-10
- Erscheinungsdatum
- 10.01.1834
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- Deutsch
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19 nach der Tagesliteratur, den indessen wie Unkraut auf geschossenen Zeitschriften, oder was sonst damit in Be rührung kam; gediegene wissenschaftliche Werke, das wahre Mark des Buchhandels, fanden weniger Nach frage. Auch die spater in Deutschland eintreffende Cho lera, welche fast überall das Panier der Vernichtung aufpflanzte, in der Wissenschaft nur allein umgekehrt verfuhr, indem von ihr eine solche Masse Schriften ins Leben gerufen wurde, daß sie fast eine eigene Literatur bilden, wirkte 1831 im allgemeinen ebenfalls nachtheilig auf den deutschen Buchhandel. Wurden auch durch sie einige sehr glückliche Spekulationen unternommen und durchgeführt, so gaben diese doch dem Ganzen keinen Ausschlag. Schon befriedigender war für den buch händlerischen Verkehr das Jahr 1832, wovon die ver- wichene leipziger Ostermesse die erfreulichsten Beweise lieferte. Halten sich 1832 auf der hiesigen Börse etwa 210 Buchhandlungen eingefunden, so waren dagegen 1833 über 260 zu bemerken. Zwar war auch dies mal mancher Centner Rcmittenden eingelaufen, woran aber nicht die Zeit, sondern größtentheils die Sachen oder das zu viele unbedachtsame Versenden, Schuld war. Die Geschäfte hatten im Verhältniß fast durch gängig angenehme Resultate herbeigeführt, und die Zah lungen gingen, bis auf die der Stereotypschuldner, ziemlich prompt ein. Ehe wir fortfahren, über die Meßangelegenheiten zu sprechen, müssen wir noch einer Begebenheit gedenken, welche namenrlich in der Geschichte des leipziger Buch handels einen bcsondern Abschnitt bildet und dies ist der Verein der Buchhändler zu Leipzig. Um dem Gange des leipziger Buchhandels eine geregeltere Form zu geben und um die Angelegenheiten des auswärtigen möglichst zu fördern, hatte im Jahre 1831 auf höhere Veranlassung die Gcsammlzahl der leipziger Buchhänd ler einen Ausschuß von 12 Mitgliedern, unter dem Vorsitz der zeitherigen Buchhandlungsdeputirten, zur Entwerfung geeigneter Statuten gewählt. Die so nach manchen Vorarbeiten und Berathungen unter Mitwirkung des königt. Regierungs-Commissairs zu Leipzig, Hof- und Justizrath v. Langenn, ausgearbeiteten Statuten er hielten am 10. Decbr. 1832 die Genehmigung der Negierung und dadurch Gesetzeskraft. Nach den Sta tuten besteht die Deputation jedesmal aus sieben männlichen Mitgliedern des Vereins, wovon sich eins mit dem Musikalienhandel beschäftigen muß. Die Wahl der Deputirlen dieses neu gegründeten Vereins wurde in einer Hauptversammlung unter der Leitung eines Abgeordneten des Stadtraths am 25. Februar 1833 , vorgenvmmen und dazu durch Stimmenmehrheit die Buchhändler: Rost (Hmrichssche Buchh.), L. Voß, Fr. Fleischer, Kirbach (Dvk'sche Buchh.), Mitt ler, Hcinr. Brockhaus und Musikalienhändler W- Härtel erwählt, nachdem die Buchhändler Barth, Vogel und Cnob loch die auf sie gefallene Wahl ab gelehnt hatten.*) H Diese leipz. Deputation hat vom 5. März bis 26. Deebr. 1833 , 32 Sitzungen gehalten. j 20 Der Zweck des Vereins wird in §. 1. der Sta» tuten folgendermaßen bestimmt: ,,Da der leipziger Buchhandel mit dem gesammten deutschen ein untrennbares Interesse hat, so folgt hier aus, daß der Zweck des Vereins — die Förderung der in Leipzig zu betreibenden Buchhändlergeschäfte — zugleich ein allgemeiner ist. Es soll daher durch ge genwärtige Statuten der Nutzen der auswärtigen, Hier selbst Geschäfte treibenden Buchhändler sowohl, als der der hiesigen, gleichmäßig gefördert werden." Eine besonders zweckmäßige Einrichtung des Vereins dürste aber die Vergleichsdeputation ftyn, welche die Dcputirten stets aus ihrer Mitte bilden, bei der alle Streitigkeiten den Buch -, Musikalien und Landkartenhandel betreffend, angebracht werden können, und die sie womög lich aus gütlichem Wege beizulegen sucht. Während der Jubilatemesse tritt die Vergleichsdeputation mit 3 Mit gliedern des Börsenvereins zusammen. Wie seither so hielt auch diesmal (d. 5. Mai 1833) der B örsenv e r e rn (gegründet d. 30. April 1825) eine (die 8.) Hauptversammlung zur gemein schaftlichen Berathung allgemeiner buchhändlerischer An gelegenheiten. Der derzeitige Vorsteher Barth eröff- nete sie auf übliche Weise mit einleitenden Worten. Hierauf schritt man zur Wahl eines Secrelairs, da die Zeit der Amtsführung des bisherigen abgelaufen war. Durch Stimmenmehrheit fiel sie auf F. I. Fromm ann für die nächsten drei Jahre, als Ersatzmann wurde W. Goedsche gewählt, beide nahmen diese Stellen an. Auch wurde beschlossen, der würtcmbergischen Regierung einen nochmaligen Antrag wegen Abstellung des Nach drucks zu machen. — Ueber zwei Jahrhunderte wird nun bereits die leipziger Ostermesse (früher auch die Micha elismesse) von den deutschen Buchhändlern, so wie von denen der angrenzenden Länder besucht, früher um wirk liche Geschäfte zu schließen, gegenwärtig fast ausschließ lich, um die jährlichen Rechnungs-und anderweitige An gelegenheiten in Ordnung zu bringen, aber noch war bis jetzt kein recht passendes Local vorhanden, wo Alles bequem abgemacht werden konnte. Um diesem, besonders in der jüngsten, an neuen Etablissements so fruchtbaren Zeit, ungemein fühlbaren Mangel entgegen zu kommen, hielt es der neugegründete Verein der leip ziger Buchhändler für eine seiner ersten Pflichten auf die Erbauung eines solchen Gebäudes, einer Buchhändler börse, zu denken, wo jeder die Messe Besuchende und dem allgemeinen Verein der Buchhändler Angehörende seine Geschäfte mit der nölhigen Ordnung betreiben könne. Um diesen Gedanken in Ausführung zu bringen, wurde der Versammlung der Plan dazu mitgetheilt, welchen der Buchhändler Fr. Fleischer mit näheren- Erläuterungen begleitete. Hierauf faßte man den Beschluß, einen Ausschuß von fünf auswärtigen nicht zu entfernt von Leipzig wohnenden Mitgliedern niederzusetzen, um in Verbindung mit zwei Deputirlen des Vereins der leip ziger Buchhändler jenen Plan zu prüfen und zu bera- then, was auch durch Abstimmung geschah-. Die nächste Hauptversammlung wurde zur nähern Erörterung fest-
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