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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.01.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-01-28
- Erscheinungsdatum
- 28.01.1936
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- Deutsch
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Nummer 28, 28, Januar 1986 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Unfälle. Während es jedoch bei den eigentlichen Betriebsunfällen nicht möglich ist, dem Verletzten den Schadenersatz wegen seines fahrlässigen Verhaltens ganz oder teilweise zu versagen, »kann« bas die B e r u f s g e n o s s e n s ch a f t auf Grund der 4. Notverord nung vom 8. Dezember 1931 bei Wegen n fällen tun, wenn an ihrem Zustandekommen ein Verschulden des Betrof fenen (z. B. Nichtbeachten der Verkehrsvorschristen, Außerachtlassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt) mitgewirkt hat. Diese Grundsätze für das Anerkenntnis eines Betriebsunfalles sollen auch das Wesen der berufsgenossenschaftlichen Arbeit verdeut lichen, Als Treuhänderin der ihr anvertrauten Vermögenswerte darf die Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel ihre Mittel nur für die gesetzlich vorgeschriebe nen oder zugelassenen Zwecke verwenden. Sie ist nicht berechtigt, den Versicherungsschutz von sich aus auf uichtver- sicherte Tätigkeiten auszuüehnen und neues Recht zu schaffen. Auch sind Betriebsunfälle, Wegeunfälle usw. seitens der Berufsgenossen schaft nur dann zu entschädigen, wenn sie sich bei versiche rn n g s p f l i ch t ig e n Betrieben ereignen. Der Bersicherungspflicht bei der Berufsgenossenschaft fiir den Einzelhandel jBerlin NW 7, Neue Wilhelm-Straße 2) unter liegen alle Ei nzelhanbelsbet riebe, die min destens zwei kaufmännische oder eine ge iv er bliche Person ständig beschäftigen. Der künstlerische Buchumschlag In der Preußischen Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin zeigt die Reichsschrifttumsstelle beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zusammen mit der Leitung der Akademie die vom Deutschen Buchgewerbcverein in Leipzig zusam mengestellte Schau »Der künstlerische Buchumschlag«. Die Ausstellung wurde bis jetzt gezeigt in Leipzig und Dresden und wird nach dem Abschluß in Berlin noch in andere deutsche Städte kommen. Die Eröffnung fand in der vergangenen Woche im Beisein von Vertretern verschiedener Ministerien und Parteidienststellen statt. In seiner Eröffnungsansprache betonte der Leiter der Neichsschrift- tumsstelle, Curt Reinhard D i e tz, daß die Forderung nach der würdi gen äußeren Form keine Verlagerung des Gewichtes vom Geistigen ans das Äußerliche bedeute, sondern daß diese Forderung erst die Einheit schaffe zwischen Inhalt und Ausstattung, und daß sie deshalb an das ganze deutsche Buchgewerbe gestellt werden müßte. Die Ausstellung selbst zeigt, wie sich gerade seit Jahren nam hafte Künstler mit der Gestaltung des Buchumschlages befaßt haben und ihnen hervorragende Blätter gelungen sind. So bedeutet die Gestaltung eines Buchumschlages für den schaffenden Künstler auch keine Arbeit zweiten Ranges, die er nur im äußersten Notfälle er füllt. Diesen Gedanken unterstrich auch der Stellvertretende Präsident der Akademie, Prof, Schumann, in seiner kurzen Eröffnungs ansprache. Gerade die Tatsache, daß die Schau in der Preußischen Akademie veranstaltet worden sei, möge die Einheit des Werkes von Dichter und Künstler zum Ausdruck bringen, Walter Hofmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Buch gewerbevereins, der die Ausstellung zustanöegebracht hat, betonte in seinen Ausführungen, daß der Buchumschlag nicht nur Schutz dar stelle, sondern durch seine künstlerische Haltung Mittler zum Inhalt sei. Er sprach von der grundsätzlichen Wandlung, die wir in der Ge staltung des Buchumschlages als Verpackungsmittel zum wirklichen wertvollen Bestandteil des Buches burchgemacht haben. Die Aus stellung selbst stellt diese Wandlung unter Beweis. Es ist erfreulich, daß jeder verantwortungsbewußte Verleger erkannt hat, daß es nicht gleichgültig ist, wer sein Buch schmückt. Hinzukommt, daß gerade der deutsche Buchkäufer mehr als der Buchkäufer anderer Länder Wert auf gute Ausstattung legt. Die Ausstellung selbst zeigt in drei Abteilungen die verschiedenen Möglichkeiten des Buchumschlagcs: der graphische Umschlag, bestimmt durch den Inhalt des Buches, der dekorative Umschlag besonders für bas Jugendbuch, der typographische Umschlag. — Die Ausstellung erfreut sich besonderen Interesses und hat auch in der Presse ein sehr beachtenswertes Echo gefunden, sodaß die Annahme, durch die Schau auch für das Buch zu werben, berechtigt ist. Sie ist täglich von 10 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen. L—er. Gehilfenprüfungen Frühjahr 1936 Für diejenigen, die ihre Meldung zur Gehilfenprüfung Früh jahr 1936 einzureicheit haben, wird an die Bekanntmachungen der einzelnen Gaue mit der Aufforderung zur Meldung erinnert. Eine Sammelveröffentlichung findet sich im Börsenblatt Nr. 13 vom 16. Januar, Nachträge dazu in den Nrn. 15, 17 und 19 vom 18., 21. und 23. Januar. Es wird darauf hingewiesen, daß einige Fristen in diesen Tagen ablaufen bzw. schon abgelaufen sind und daß nachträgliche Anmeldungen nicht berücksichtigt zu werden brauchen. Internationaler Autorenkongres, in Berlin Ende Mai 1936 findet in Berlin der 11. Kongreß der Oonköäs- ration Intsrnstionals äs Looiötös ä'^ntsurg st Oompositsurs statt. Bei diesem Kongreß werden maßgebende dramatische Autoren, Kompo nisten, Schriftsteller und Verleger aus 27 verschiedenen Staaten an wesend sein. Die Vorbereitung des Kongresses liegt in den Händen des Ver bandes Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten und der Stagma, Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musi kalischer Urheberrechte. Der Verband ist Mitglied der 1. Föderation sBühnenaufführungsrechte), die Stagma Mitglied der 2. und 3. Föde ration lkonzertmäßige Aufführungsrechte bzw. mechanisch-musikalische Vervielfältigungsrechte). Besondere Bedeutung gewinnt dieser Kongreß angesichts der im Herbst 1936 stattfindendcn Konferenz der Berner Konventionsstaaten in Brüssel, bei der eine Revision der Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken der Literatur und Kunst erfolgen soll. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat sein Einverständnis mit der Wahl Berlins als Kongrcßort erklärt. Es ist beabsichtigt, den Abschluß des Kongresses nach München zu verlegen, uni auf diese Weise den ausländischen Kongreßteilnehmern Gelegenheit zu geben, sowohl die Reichshauptstaöt wie die Hauptstadt der Bewegung kennen-ulernen. 90 Rücksendung d. vorgedruckten Karten f. Besprechungsstücke Der Reichsverband der deutschen Zeitungsverleger und der Reichsvekbanb der Deutschen Presse veröffentlichen in ihren Zeit schriften den nachstehenden bzw. einen ähnlichen Hinweis: Unter Bezugnahme ans die gemeinsame Anordnung der Herren Präsidenten der Neichsschrifttumskammer und der Reichspresse kammer über die Regelung des Buchbesprechungswesens weise ich be sonders darauf hin, daß nach § 2 dieser Anordnung jedem Buch besprechungsstück eine vom einsendenöen Buchverlag freigemachte, einheitlich vorgedrnckte Karte beizuliegen hat, die innerhalb eines Monats nach Eingang des Buches an den Buchverlag zurück- zuscnden ist. Bei der Reichspressekammer häufen sich die Klagen, daß diese Bestimmung der Anordnung nicht genügend beachtet wird. Ich ersuche daher auf diesem Wege alle Berufskameraden, dieser Bestimmung zukünftig ohne Verzögerung nachzukommen. Ehrung für Karl Alexander von Müller Der Reichsminister fiir Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat ans Grund eines Beschlusses des Preußischen Staatsministeriums dem Münchener Historiker Professor Karl Alexander von Müller für sein Werk »Deutsche Geschichte und deutscher Charakter« den Verdun-Preis verliehen. Der Verdun-Preis wurde im Jahre 1843 von König Friedrich Wilhelm IV. geschaffen zur Erinnerung an den Vertrag von Verdun im Jahre 843, in dem sich zum erstenmal die deutsche Hälfte des Frankcnreiches von der romanischen Hälfte schied. Der Preis sollte in Abständen von fünf Jahren das jeweils beste Buch über deutsche Geschichte krönen. Seit 1914 war der Preis nicht mehr zur Verleihung gelangt. Wenn der Reichswissenschaftsminister jetzt den alten Brauch wieder ausgenommen hat, so zeigt sich auch darin, welch hohe Bedeutung der nationalsozialistische Staat der Ge schichtswissenschaft zumißt. Das preisgekrönte Werk »Deutsche Ge schichte und deutscher Charakter« ist 1925 erschienen. Es stellt eine Auswahl historisch-politischer Aufsätze dar, in denen sich Karl Alexander von Müller mit dem großen Ereignis des Zusammen bruchs von 1918 auseinandersetzt.
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