Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.03.1839
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1839-03-15
- Erscheinungsdatum
- 15.03.1839
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18390315
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-183903156
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18390315
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1839
- Monat1839-03
- Tag1839-03-15
- Monat1839-03
- Jahr1839
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
507 22 508 nicht gar zu langer Zeit ein umgekehrtes Vcrhältfliß der Originalwerke zu den Übersetzungen Statt fand. Im Jahr 1837 betrug die Summe der literarischen Erzeugnisse Rußlands 987, worunter 450 Uebersetzungcn; unter den im Jahr 1835 erschienenen 708 Schriften be stand weit über die Hälfte derselben aus Uebersetzungen. Man sicht hieraus, welche Fortschritte die nationale Rus sische Literatur macht. An Schriftstellertalcntcn fehlt es gerade nicht, aber die Vortheile, welche die Thcilnahmc an der periodischen Presse denselben gewahrt, entziehen sic den ernstem Studien und den Arbeiten von größerem Umfange. Die Fortschritte, welche diese kurze Uebersicht zeigt, sind jedoch um so bcach- tenswerther, als ihr Princip verhältnißmäßig um so viel mehr Energie und Leben erfordert, je mehr Hemmungen seiner Federkraft entgegen stehen. Die ersichtliche Vorliebe der Russischen Nation für das Studium der Geschichte ist erfreulich und wird gute Früchte tragen, nicht allein für Rußland selbst, sondern für ganz Europa. Einen Uebcrblick der periodischen Presse Rußlands, welche nicht weniger fortwährend an Ausdehnung gewinnt und einen noch sicherem Maßstab für die Fortschritte in der geistigen Cultur der Bewohner liefert, werden wir in einer der folgenden Nummern des BBl. beginnen, und dürfte die vorstehende Skizze zu ergänzen geeignet sein. Der Verein zur Unterstützung hülfsbedürf- tiger Buchhändler in Deutschland. In Nr. 107 d. Bl. vom vorigen Jahre ist nicht nur das an sämmtliche Deutsche Buchhandlungen erlassene Cir cular in Betreff des oben genannten Vereins, der bereits in der Jub.-Mcssc 1836 durch Herrn George Gropius angeregt wurde und zahlreiche Zustimmung fand, im Sep tember 1838 aber sich formell constituirtc und seine regelmä ßigen Sitzungen begann, sondern auch dessen Statut mit- gethcilt worden. Diese Mitthcilung hatte die höchst erfreuliche Folge, daß neuerdings viele der Herren Eollegcn dem Institut nicht nur ihren Beifall bezeigten, sondern auch, und mehrere da von stimmt ihrem Handlungs-Pcrsonalc, ihre thätige Un terstützung schenkten, theils durch Geldgaben und Geschenke an Verlag ein für allemal, theils durch Zusicherung jähr licher Beiträge. Auf diese Weise ist bereits ein ansehnliches Capital zu sammen gekommen und das Bestehen des Vereins gesichert, von welchem man sich mit Recht eine segensreiche Wirksam keit versprechen kann, wenn die Theilnahme der Beitragen den auch ferner nicht erkaltet, und man darf sich der Hoff nung hingeben, daß manche im Stillen geweinte Thränr durch seine Hülfe getrocknet, manchem unverschuldet Ver unglückten wieder aufgeholfcn werde, und selbst Kinder in Armuth verstorbener, geachteter und rechtschaffner College», indem der Verein für die Mittel zu ihrer Erziehung sorgt, zu nützlichen Bürgern des Staates und achtbaren Gliedern der menschlichen Gesellschaft herangebildet werden können, die sonst vielleicht in ihrem Elend untcrgehcn würden. Eben diese umfassende Idee — zum Theil auf die des Bü rger-Rettungs-Jnstituts in Berlin gegrün det — ist es, welche von dem Verein eine ausgedehntere Wirksamkeit und einen nachhaltigem Erfolg erwarten lassen, als diejenigen Unterstützungen gewähren können, welche durch eine, alljährlich neu zu votirende, Summe von dem Böcsenverein vertheilt werden, die zwar manches Elend mildern, ihrer Natur nach aber immer nur temporär sein können, und deren Fortdauer durch diesen Verein keines wegs überflüssig gemacht werden soll, denn der Unglücklichen giebt es Viele l Die Casse des Vereins, zu dessen Vorsitz der Unterzeich nete durch das Vertrauen der übrigen Glieder des Vorstan des berufen worden ist, befindet sich bereits in einem so günstigen Zustande, daß sie, außer dem schon Geleisteten, jetzt weitere Unterstützungen gewähren kann, und daß den Hülfsbedürftigcn zngerufen werden darf: „Suchet, so wer det ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgethan!" So sei denn diese Sache durch diese wenigen Worte der erneuerten Beachtung der Herren Eollegcn, derer aber insbesondere, welche eine Theilnahme noch nicht kund gegeben haben, oder ihr wohl gar bis jetzt ungeneigt gewesen sind, neuerdings aufs Herzlichste empfohlen. Berlin, den 5. März 1839. LilSlin. Verantwortlicher Redacteur: G. Wuttig. Gekannt Gerichtliche Bekanntinaehungen. s1'-47.j Mit Beziehung auf die von dem hiesige» Stadtge richt unter dem 15. October v. I. erlassene öffentliche Be kanntmachung wegen Versteigerung der Verlagsbuchhandlung des allhicr verstorbenen Herrn Geh. Legationsrathes Hen nings wird hiermit nunmehr der 6. April d. I., wird sein der Sonnabend nach dem Osterfeste, zum Vcrsteigerungstermin der gedachten Buchhandlung bestimmt. Kauflustige mögen daher an diesem Tage Vormittags 1l Uhr in Person oder auch durch gehörig Bevollmächtigte an hiesiger Stadtgerichtsstelle erscheinen und nach Angabe ihrer a ch u n g e n. dießfallsigen Gebote erwarten, daß mit demjenigen von ihnen, welcher bis nach 12 Uhr Mittags das annehmlichste Gebot ge- than haben wird, der Kauf über die fragliche Buchhandlung unter den !m Termin selbst noch anzugebenden Bedingungen abgeschlossen werden wird. Uebrigens wird nochmals bemerkt, daß Kauflustige die gedruckte Inventur der Hcnnings'schen Vcrlagswerke in jeder Buchhandlung unentgeltlich erhalten können. Gotha, den 6. März 1839. Das Stadtgericht daselbst. L 8. 1v. Drosch.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder