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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.08.1835
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1835-08-07
- Erscheinungsdatum
- 07.08.1835
- Sprache
- Deutsch
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851 852 Dagegen hat dieselbe hohe Behörde die unter dem 6. Nov. 1821 ertheilte Debitserlaubniß für die Schrift: „Das Herz des Menschen ein Tempel Gottes oder eine Werkstätte des Satans" wieder zurückgcnommen. Berlin den 26- Juli 1835. Der Vorsteher des Börsenvcrcins Lnolin. Cassel, am 13. Juli 1835. Mit Bezugnahme auf frühere Verordnungen wurden heute die hiesigen Buchhandlungen durch Verfügung kurfürst licher Residenz-Polizei - Direktion wegen des untersagten De bits der „Bibliothek der deutschen Klassiker" gewarnt, welche Bi bliothek, nach einer Ankündigung der zu Münster erscheinenden westphälischen Zeitung No. 63, bei den Gebrüdern Dicdrichs in Amsterdam herauskommcn und mit Goethe's und Jean Paul's Werken beginnen soll. Buch!) a n d e l. Uebcr das Lexikon sämmtl ich er Buchhänd ler und Buchdrucker von Erfindung der Buch druckerkunst a n. (Zweiter Bericht.) Es ist Jahresfrist, seit ich zum ersten Male öffentliche Mit theilung über dieses Unternehmen mir erlaubte, das, beinahe von meinem Eintritte in den Buchhandel an, mich beschäf tigt hat und dem ich seit mehrcrn Jahren jede gcschäftsfreie Stunde widme. — Da dies Unternehmen nur durch allsei tige Theilnahme zur gewünschten Vollkommenheit gedei hen kann, so halte ich mich zu einem abermaligen Bericht für verpflichtet, damit eincstheils die Freunde, deren sich die ses Unternehmen bereits erfreut, demselben erhalten werden, wenn sic sehen, daß der Eifer des Unternehmers nicht erkal tete, seine Lust und Ausdauer nicht geschwächt sind, und da mit andrerseits, wer demselben seine Theilnahme noch nicht schenkte, für dasselbe gewonnen werde. Da ich mich bereits in No. 34 des ersten Jahrganges die ses Blattes im allgemeinen über Tendenz und Einrichtung, über den Mangel, das Bedürfnis und den Nutzen eines solchen Werks und über anderes hierauf Bezughabendes aussprach — so bin ich der Mühe überhoben, auf alles dieses hier von neuem einzugehen. Warme Liebe zu dem erwählten Geschäft und der Wunsch, von der Entstehung und allmäligcn Gestaltung desselben, so wie von den Männern nähere Kunde zu erhalten, die ihm gleichfalls angehörten; — die betrübende Erfahrung, daß die meisten jener trefflichen Männner, die so mächtig auf ihre Zeit und auf die Literatur cinwirkten, von deren mühevollen Bestrebungen wir noch jetzt die Früchte genießen und deren Verdienste wir dankbar ehren sollten, von ihren Nachkommen nicht mehr gekannt sind; — der Wunsch, neben den vielen ephemeren Geschäftsarbeiten auch eine Arbeit von daucrnderm Werthe zu liefern; durch dieselbe die eigenen Kenntnisse zu erweitern; und durch die schönen Vorbilder den Willen zum Guten, zum Streben nach größerer Vollkommenheit in mir, vielleicht auch in Andern zu kräftigen und rege zu erhalten, so wie überhaupt die Aussicht, dadurch im weitern Kreise nützen zu können und endlich die gewonnene feste Uebeczeugung, daß die Buchhändler und Buchdrucker nicht minder, oder viel mehr mit größerm Rechte als Maler, Tonkünstler, Holz schneider, Kupferstecher rc. rc. cs verdienen, in einem beson der,! Werke zusammengestellt zu werden: das waren die Mo tive, welche mich veranlaßten, ein Werk zu beginnen , dessen Umfang und Größe der erste Blick, dessen Schwierigkeit das fortgesetzte Streben und Forschen mich klarer erkennen ließen. Ich weiß, welche schwierige Ausgabe ich mir im kecken Ju- gendmuthe gestellt, und ich bezeichnet dieselbe, schon in mei nem ersten Berichte, als Lebensaufgabe. Mein Plan ist, wie der Titel ihn ausspricht, folgender: ich führe zunächst sämmtliche Buchdrucker und Buchhändler, vor allen aber die des Vaterlandes in alphabetischer Folge, aber nicht in trockner Registcrform auf und liefere nicht bloße Namensverzeichnisse, sondern eine möglichst vollständige Ge schichte der verschiedenen Handlungen und Ofsicinen von ihrer Gründung an, bis auf die jetzige Zeit, oder bis zu ihrem Er löschen , in Verbindung mit möglichst vollständiger Biogra phie ihrer Gründer und spätem Besitzer (in ihrer Beziehung zum Geschäft) so wie mit vollständigem, oder nach Umstän den auszugsweiscm Verzeichnisse ihrer Unternehmungen. Von den Buchhändlern und Buchdruckern der nicht deut schen Länder (der alten und neuen Welt, selbst Oceaniens) werden nur die ausgezeichnetem Männer, die bekanntesten Of- sicinen mit Ausführlichkeit behandelt, die minder ausgezeich neten — mit Ausnahme der des ersten Jahrhunderts nach Er findung der Vuchdruckerkunst — nur kurz berührt. Mein Hauptstrcben ist besonders darauf gerichtet, die alten Vorfah ren , die ehrwürdigen, wieder uns lebendig heraufzuführcn, ihr Leben und Weben, ihren Geschäftsbetrieb, ihren Einfluß auf die Literatur, ihren Verkehr mit den Gelehrten darzule gen, den Grund ihres Steigens, ihres Falles, ihres Ruh mes, ihres Vergessenseins zu erforschen, ihre geschäftlichen Unternehmungen kennen zu lernen und zu verzeichnen , so daß daraus Nutzen für die Literae- u. Gelehrtengeschichte erwachse. Wie schon angedeutet, habe ich in dieser Beziehung das erste Säculum der Typographie vorzüglich im Auge gehabt; hier nicht blos die Literatur des Vaterlands, sondern die des ganzen damals cultivirten Europas berücksichtigt. Ganz be sondere Aufmerksamkeit werde ich nun der deutschen Literatur des 16. u. 17. Jahrhunderts — welche daliegt im Argen, wenig gekannt und fast vergessen, sicher lange noch entbehrend der Meisterhand eines Hayn, oder eines fleißigen Panzer, oder eines kundigen Ebcrt — und besonders unserer Natio nalliteratur dieses Zeitraums widmen. An das Ganze schließt sich zuletzt eine, nach den Ländern und Städten geordnete u. chronologisch gearbeitete, Zusammen stellung an, die, in innigster Verbindung mit der ersten Ab theilung des Werkes stehend, zugleich als Schlüssel für dieselbe u. als Sammlung der Elemente zu einer Buchdrucker- u.Buch- handclsgeschichte eines jeden Landes und jeder einzelnen Stadt angesehen werden darf. Niemand kann das Schwierige dieses Unternehmens, wie schon bemerkt, bereitwilliger anerkennen, Niemand mehr cs fühlen, als ich, daß zur Bearbeitung die ses Weckes bei den geringen Vorarbeiten die Kräfte eines Einzelnen (zumal bei bloßer Hinweilung auf die Mußestunden) nicht ganz zureichen, wenn ihm nicht allseitige, thätige Un-
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