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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.11.1837
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1837-11-17
- Erscheinungsdatum
- 17.11.1837
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- Deutsch
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2203 92 2204 mit wirklich bewunderungswürdigem Fleiße gearbeitet. Da mit wollen wir zwar nicht sagen, daß man nicht hier und da Fehler finden werde; aber wie sollte cs auch möglich sein, diese bei einer solchen Arbeit gänzlich zu vermeiden! Daß sie wenigstens selten sind, macht die Arbeit schon zu einer außerordentlich guten, — und das glauben wir nach einiger Prüfung versichern und die von Hrn. Enslin in der Vorrede gemachte Bemerkung unterschreiben zu dürfen, daß ohne Anmaßung behauptet werden dürfe, es würde kei nem Literaten, der nicht zugleich Buchhändler ist, gelin gen, eine so große Anzahl zuverlässiger Notizen zusammen zu bringen, als hier nothwendig waren. Wie bei den vor hin erwähnten beiden andern Katalogen, die Herr Engel mann bereits neu bearbeitet hat, findet sich hier wieder die genaueste Angabe des Inhalts aller einzelnen Theile größe rer Werke und, was bei dem mechanisch-technischen gerühmt und bei dem schönwissenschaftlichen mit Bedauern vermißt worden ist, wiederum ein sehr ausführliches Materienre gister, ein wahrer Schah für den Sortimentshändler, dem ja so unendlich oft unrichtige und unleserliche Titel angege ben werden, mit denen er sich ohne ein solches Hülfsmittel stundenlang herumquälen muß. Für den Gelehrten, dem dieser Katalog eben so gute Dienste leisten wird wie dem Buchhändler, wären vielleicht ähnliche Nachweisungen über den Inhalt wichtiger Journale, wie sie das mechanisch-tech nische Verzeichniß enthält, wünschenswerth gewesen, aber sie würden freilich den ohnehin sehr bedeutenden Umfang zu sehr vergrößert haben, was auch gewiß die Ursache ist, aus der sie weggelassen sind. Die besondere Abtheilung der Chemie und Pharmacie ist für die Chemiker und Apotheker allein zu haben. Nies, Fr. (Schriftgießer und Buchdrucker in Leipzig), Addrcßbuch für Papiermacher, Schriftgießer, Buchdru cker u. Buchhändler (auch Steindruckcr). gr. 8. Leipzig, Barth. (84 S.) Jedenfalls möchte wohl das Unternehmen, die Firmas der sämmtlichen Mitglieder der auf dem Titel genannten Geschäftszweige in Deutschland zusammenzustellen, ein dan- kenswerthes genannt werden müssen, wenn auch das vor liegende Werkchen, wegen großer Mangelhaftigkeit, keine Ansprüche auf bedeutende Brauchbarkeit machen kann. Der Verfasser giebt dies selbst in dem Vorworte zu, indem er über die Ungefälligkeit der meisten unserer Geschäftsge nossen klagt, von der sich auch ihm, wie Allen, welche Aehnliches unternommen, die Ueberzeugung aufgedrängt hat, und bemerkt, daß er den Druck lediglich deshalb unternommen, um, »ach der einmal gemachten An kündigung, nicht wortbrüchig zu erscheinen, ein Grund, der ihm nur zur Ehre gereicht. Ohne Nutzen wird übri gens das Unternehmen auch so gewiß nicht bleiben, denn es kann nicht fehlen, daß sich hier und da Gefällige finden, die Notizen zur Ergänzung gefundener Mängel einsendcn und daß so noch eine hinlänglich vollständige und brauch bare Arbeit daraus entsteht. Diese in der Vorrede ausge sprochene Hoffnung ist auch wohl der Grund, aus dem Herr Nies seinem Werkchen das Ansehen noch größerer Unvoll ständigkeit gegeben hat, als woran es selbst leidet. Er hat es nämlich nach den Staaten Deutschlands (diese unter sich alphabetisch) geordnet, und bei jedem derselben alle kleinen Städtchen, ja selbst Flecken, von deren vielen wir sicher wissen, daß sie keine Druckerei w. enthalten, aufgeführt, ^ offenbar nur als Anfrage, ob dort keine existiren und um ! Raum zum Nachtrage zu gestatten, von dem wir wünschen, daß er recht fleißig benutzt werden möge. M i s c e l l e. G rün - Br a un th a l'sch e r Streit. Die neueste Nummer von Beurmann's Telegraphen enthält in dieser Angelegenheit einen überaus animosen Correspondenzarti- kel gegen Hrn. Braun von Braunthal. Wir haben schon bemerkt, daß wir das Verfahren desselben durchaus mißbil ligen müssen, möchten aber Behauptungen wie der, daß er die oft besprochenen Gedichte mit dem Namen A. Grün, von denen er öffentlich erklärt, daß sie ihm mit einer Stadtgelcgenheit zugckonnncn, selbstgeschrieben habe, doch nicht Glauben schenken. Die Schlußbcmer- kung, welcher gewiß Jeder beistimmt, ist: „Wenn es j dem Löwen auch erlaubt sein mag, sich in eine andere Livree zu kleiden, wie solches einmal von einem Schrift- ! steiler mit Elauren geschah, so soll doch nie der um gekehrte Fall eintreten. Was das Ausland betrifft, so sind (wir der Meinung, daß der Schrei des Unwillens über Braunthal's Verfahren hier eben so laut und unisono ge wesen sein wird, wie in Oesterreich." vr. Menzel. Die Allgem. Zeitung erklärt, das durch mehrere Zeitungen verbreitete Gerücht, vr. Menzel werde Stuttgart verlassen, sei völlig grundlos. Noch unbekannte Oper Mozart's. Dem „Bairischen Landboten" zufolge hat man eine bisher noch unbekannt gebliebene Oper Mozart's, unter dem Titel ,/Za>de", welche die Andre'sche Musikalienhandlung zu Of fenbach acht Jahre nach Mozart's Tode käuflich an sich gebracht, aufgefunden. Dieselbe soll jetzt zum Vesten des in Salzburg zu errichtenden Monuments Mozart's auf Subscciption herausge geben werden. Am 11. Novbr. wurde zu demselben Zwecke im Königl. Opernhause in Berlin „Don Juan" bei völlig besetztem ! Hause aufgeführt. Das Prager Mozartscomite behacrt fest dabei, sich dem j Salzburger Vereine nicht anzuschließen. Nach der Prager ! Zeitung wird das Denkmal aus einer kolossalen Büste des ! Tondichters und einer completen Sammlung seiner Parti turen bestehen, welche beide in der kaiserlichen Bibliothek aufgestellt werden, und von dem Ueberschusse der eingehen den Summen sollen von Zeit zu Zeit Compositionspreise für ! Böhmische Tonsetzer unter dem Namen „Mozartspreis" aus gesetzt werden.
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