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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.06.1840
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1840-06-05
- Erscheinungsdatum
- 05.06.1840
- Sprache
- Deutsch
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1247 1248 SS eines Standes gerechtfertigt werden könne, dafür wissen wir in der Thal die richtigen Motive nicht aufzufinden. Rechne: man nun zu den schon aufgeführten Harten, welche der Bücherzoll involvirt, noch den Umstand, daß viele Bücher, ohne verkauft worden zu sein, einem zweifachen Zolle unterworfen werden , einmal wenn sie in das Ausland, z. B. nach Oesterreich versendet, und dann, wenn sie nach Jahres frist unverkauft remittirt werden, so wird man eingcstehen müssen, daß den Geschäftsmann nicht leicht eine lästigere, unbilligere Abgabe treffen kann. Wenn jedoch der in den Zollvcrcinsstaaten auf dem Bü cherverkehr haftende Zoll schon lästig erscheint, um wie viel mehr muß dieß nicht mit dem siebenfach höheren österreichischen Büchcrzolle der Fall sein? Der österreichische Buchhandel ist dem deutschen so innig einver leibt, daß alle so eben für das Fühlbare der im Zollvereine auf den Büchern lastenden Abgabe angeführten Gründe auch auf den österreichischen Büchcrzoll und zwar um so mehr An wendung leiden, je höher der letztere im Verhältniß zu dem unsrigen ist. Nach dem bisher Gesagten enthält der vielfach gehörte und hier dringend wiederholte Wunsch gewiß des Bcherzi- gungswerthen unendlich viel: es möge die Zeit nicht mehr ferne liegen, wo der österreichische Bücherzoll, vor der Hand wenigstens, bis auf den im Zollvereine bestehenden Abgaben- satz ermäßigt werde, bis endlich der Büchcrverkehr durch ganz Deutschland völliger Freiheit sich erfreue. Wollte man uns dagegen erwiedcrn, daß auch Frankreich und England ihre Bücherzölle und zwar höhere, als dieß bei uns der Fall, erheben, so diene hierauf zur Entgegnung, daß diese von uns aus den obenangcführtcnGründen ebenfalls nicht gebilligte Abgabe in den genannten Ländern doch um deswillen den Buchhandel weniger hart trifft, weil sie dort, nicht wie bei uns Gewerbe-, sondern Eonsumtionssteucr ist; da cs dem englischen und französischen Buchhändler nach den dort bestehenden Verhältnissen gestattet ist, die vom Auslande bezogenen Bücher gleich jedem andern Waarenartikel zu behan deln, und darauf ohne Berücksichtigung des festgestellten Ladenpreises die gehabten Verlage zu schlagen , was dem deut schen Buchhändler — den österreichischen nicht ausgenom men — zufolge des in Deutschland zur festen Norm ausge- bildetcn Geschäftsverkehrs, wie schon gedacht, geradezu un möglich gemacht ist. So erscheint dort dem einzelnen Eon- sumenten der Büchcrzoll kaum der Beachtung werth, wäh rend er hier in Deutschland allein den Buchhändler trifft und somit alljährlich eine für ihn namhafte Summe in Anspruch nimmt. Indem wir uns für dießmal damit begnügen, diesen hier in allgemeinen Umrissen angedcutetcn, gewiß der Beachtung werthen, Gegenstand in Anregung gebracht zu haben. und uns ein specielleres Eingehen darauf künftig Vorbehalten, schließen wir diesen Aufsatz mit dem Wunsche, daß cs in der nächsten Zukunft der Regierung Oesterreichs gefallen möge, den dort bestehenden Bücherzoll, wenn dessen völliges Aus geber: noch nicht statthaft erscheinen sollte, wenigstens auf den Tarif des deutschen Zollvereins zu beschränken. Wünsche. Allen Verlegern erlaubt sich der Einsender den Vor schlag zu machen, von ihren neu erscheinenden Schriften sofort, wie das Werk die Presse verläßt, pr. Post ein Ex. an die Redaktion der Bibliographie (Blockhaus), sowie an die Hinrichs'sche B. zur Aufnahme in das halbj. Verzeichnis und das Börsenblatt einzusenden. Auf diese Weise würde das Wäh len von Neuigkeiten, welches im Interesse der Verleger sowohl als der Soctimentshandlungen ist, sehr befördert und die kleine Porto-Ausgabe lohnte sich bestimmt. Bei größeren Werken würde auch die Einsendung des Titclbogcns nebst Bogen- und Preisangabe genügen. Einsender dieses, der in einer Entfernung von 80 Meilen von Leipzig wohnt, bezieht die Bibliographie pr. Briefpost, und dennoch ist ec fast durchaus früher im Besitz der darin angezeigtcn Schriften, welche ihm zur Fuhre zugehen, woraus sich ergiebt, wie diesem Blatte ein früherer Besitz der Nova sehr Noth thut. Die Anzahl der Handlungen, welche selbst wählen und keine unverlangten Zusendungen annehmen, mehrt sich täglich und für solche würde mein Vorschlag besonders erheblich sein. A. Es ist schon früher einmal der Wunsch in diesem Blatte ausgesprochen worden, es möchten sich doch die Herren Ver leger möglichst dahin vereinigen, zu bestimmten Zeiten und in gleichem Formate ihre Verlags-Kataloge drucken zu lassen. Einsender dieser Zeilen möchte diesen Vorschlag hiermit wieder in Anregung bringen und erlaubt sich, die sämmtlichen Ver lagsbuchhändler zu bitten, in diesem Jahre, im Jahre der Säcularfeicr der Buchdruckcrkunst, neue Verlags-Kataloge herauszugeben und dabei ein mäßiges groß Octav zu adoptircn. -st. Correspondenz-Nachrichten. London. Der Zoll für im Auslande gedruckte Bücher ist abermals erhöht worden und zwar um 5,'s. Vom 18. Mai an wird demnach für ausländische Bücher in lebenden Sprachen für den Eenmer 18^ -/si, für Bücher in tobten und der englischen Sprache 37 und für Bücher, die vor 1800 gedruckt worden sind, 9 6 Zoll erhoben werden. B.— Halle. Der „ festordnende Eomite" hat unterm 23. Mai das Festprogramm des Vereins halleschcr Buchdrucker und Buchhändler zur Begehung der vierten typographischen Säcularfeir am 18. Juni 1840 veröffentlicht. N^chdE in diesem Programme erwähnt worden, daß die Idee zu einer Feier allgemein Anklang gesunden und daß in Halle die Sä- cularfeier vor 100 Jahren unter der Regierung Friedcich's des Großen besonders glänzend begangen worden, heißt es ferner: „Damit jedoch dieser Feier eine möglichst umfassende Theil- nahme auch auswärtiger willkommener Gäste gesichert werde, ist zu derselben nicht der Johannistag, sondern der Acht zehnte Juni gewählt worden, ein Tag, dessen Vigilieschon durch das auf den 17. Juni fallende Stiftungsfest des biblio- philisch berühmten Roxburgh-Elubs eine glückhafte Vorbedeu tung in Anspruch nimmt, und welcher selbst durch die Erinne-
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