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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.07.1841
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1841-07-23
- Erscheinungsdatum
- 23.07.1841
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- Deutsch
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1499 67 1500 Herr G. Wi-,a»i> 1 Schwabe, die Erfindung der Buchdruckcrkunst und ihre Folgen. Eine Vorbcreitungsschrist zur 4. Säcularfcier. 8. 1840. geb. 1 Jur Erinnerung an die Gutenbergsfeicr zu Lachen, 25. Juli 1840. 8. - Klinkicht L Loh» 1 Itrvz'ssig sc lliller, Hlsmoriam Io. Outonborxii I.ips. guarluin instsursls. 4. 1 Rudolph, kurze Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst. Eine Vorbereitungsschrift für Schule und Haus. 8. geh. L.W. Kraus-sche Bnchhdl. in Berlin 1 Birchpfeiffcr, Johannes Gutenberg. Orig.-Schauspicl. Mit Ansichten u. Zugaben. 12. geh. 1 Beschreibung der Feier des 4. Säcularfestes in der Offizin von L. W. Krause in Berlin. Denkschrift. 12. geh. Herr Naiimai», in DrcSdcn 1 Delitzsch, Flügel des Engels. Eine Stimme aus der Wüste im 4. Jubelfest-Jahre rc. gr. 8. 1840. geh. 1 Gutcnbcrgs Ir Druck, oder Faksimile der ln Seite des ln in der Welt gedruckten Buches, herausg. von O. F. Wehrhan. gr. Fol. - Jirqcs 1 Ottlkpp, Gedicht zum Gutenbergsfeste. Drr Borstand dcr Prnslons.Lnstnlt 1 Weimars Album zur 4. Säcularfcier der Buchdruckcrkunst 1840. Weimar, Albrecht's für Buchdruckrr in Wcimar. Hofbuchdruckerei. Herr Jul. Wunder 1 Ritsch! von Hartenbach, neues System, gcograph. Charten zugleich mit ihrem Colorit auf der ^ Buchdruckerpresse herzustellen. - Hurst in Nordhanscii 1 Fritsch, Fr., Geschichte der Buchdruckerkunst. Ein kl. Denkmal. Eingegangen bis zum 30. Juni 1841. A Aost, d. I. Secr. d. B.-V. Literatur. Die bedingte Preßfreiheit, historisch-kritisch entwickelt und beleuchtet von Theodor Heinsius. Berlin, Dunckcr und Humblot- 1841. Vl. u. 75 S. gr. 8. geh. (Fortsetzung.) Nachdem der Hr. Vers, im folgenden Abschnitte erwähnt hat, wie die Betrachtung des Mißbrauchs cs sei, welche von jeher die besten und freisinnigsten Regierungen Deutschlands bestimmt habe, die Aushebung des Preßzwangs zu verzögern, daß aber auch absolute Freiheit überhaupt ein Unding sei, geht er über zu dem, was sich für die von ihm selbst ge wünschte b e din g tc P re fi freih e it sagen läßt, und bemerkt unter Anderem, die Presse sei die Vermittlerin unserer Gei- stesthätigkeit, welche so lange ungehindert fortwirken dürfe, als sie nicht fremdes Recht und die demselben entsprechende Pflicht verletze. „In dem Rechte Anoerer (Staat, Kirche, Person) findet sie ihre Schranken. Sie aufhebcn wollen, würde also heißen, ein Menschenrecht aufheben; sie mehr beschränken, als die Pflicht gegen die Rechte anderer noth- wendig macht, ein selbstständiges Wesen in der freien Aus übung seines Rechts ohne Grund hemmen." Der Zweck aller Preßfreiheit sei nun, Beförderung der Wahrheit in Wi sse lisch a ft und Le b cnund dieser könne nur durch „ein ununterbrochenes Prüfen, Sichten und Berichtigen des sen, was uns bisher als vermeintlich reiner Erkcnntnißschatz gegolten" erreicht werden, und daher sei cs Pflicht des Staats, als der „ersten großen Rechls-Ecziehungsanstalt der Mensch heit," die geforderte Bewegung um so mehrzu begünstigen, als sie sein eigenes Wohlsein befördere. DieRegierung müsse in der Preßfreiheit die sicherste Bürgschaft „für die Erforschung der Wahrheit überden Zustand des Landes und die Stimmung des Volks" finden, und die freie Presse sei „das sicherste Or gan, durch welches die Stimme des Volks zum Throne dringen, und der redliche Mann und Denker, der dem Be herrscher des Landes fern steht, dem Ohre desselben mit bescheidener Rede sich nähern kann." Der Hr. Verf. ge denkt nun der berühmten Eabinetsordre des Königs von Preußen vom 4. Febr. 1804 *), und wünscht die Zeit herbei, wo der darin ausgesprochene Grundsatz „kräftig lebend in die Praxis cingehen möge," was sich gegenwärtig um so mehr erwarten lasse, da sich mit der höhern Reife des Volks die günstigstenZeitumstände verbinden und von den Deutschen überhaupt ein Mißbrauch der Erweiterung ihrer bürgerlichen Freiheit nicht zu fürchten sei. Dann wird weiter aus- gcführt, wie die heutige Censur „ein unzureichendes, will- kührlichcs und für die Wahrheit gefährliches Vorbeugungs mittel" sei, und obschon man dem Staate das, wohl auch auf andere als bisherige Weise auszuübende, Recht zugeste hen müsse, das Feld der Politik nach seinen Grundsätzen anzubauen und zu überwachen, so seien doch die Gebiete der Sprach- und Fakultätswisscnschaften dem freien Anbau der Vernunft und des Verstandes allein zu überlassen. Eine nähere Zergliederung der Schriststellcrei als Tugend, Kunst, Handwerk, Tagelöhnere!, Ausschwei fung, In fa mie, zeigt dann, wie die beiden ersten Gat tungen der Ueberwachung der Censur nicht bedürfen, daß aber diejenige, welche als Handwerk betrieben wird, und wel cher die über den innern Werth nicht zu entscheiden habende Censur ohnehin nichts anhaben kann, so lange sie sich in den Schranken gesetzlicher Ordnung hält, vordem Richterstuhle der Kritik stets ihr verdammendes Urtheil finden werde. Die vierte Gattung der Schriftstellerei, die Tagelöhneret, welche sich in fliegenden Blättern und Wochenschriften für *) Diese Eabinetsordre erschien bei Gelegenheit einer beim Könige geführten Beschwerde des Herausgebers des wcstphäli- schen Anzeigers, Reg.-Raths Mallinckrodt in Dortmund, über Willkübrlichkcitcn der Censurbehdrde, und es heißt darin: „wollte man eine gewisse und schickliche Art von Oeffentlichkcit ganz verweigern, so würde kein Mittel übrig bleiben, die Nachlässig keit oder Treulosigkeit öffentlich angestelltcr Staatsdiencr zu entdecken. Hingegen bleibt diese Oeffentlichkcit das sicherste Mittel, sowohl für die Regierung selbst, als auch für das Publi kum, gegen die Sorglosigkeit oder die unlauter» Absichten der Behörden, und sie verdient daher befördert und in Schutz ge nommen zu werden."
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