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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.02.1842
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1842-02-22
- Erscheinungsdatum
- 22.02.1842
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- Deutsch
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389 15 390 Theil dessen Vorgesetzter war, und mit dem er noch heute inEiner Standes-Genossenschast lebt. Wir würden es mit Still schweigen übergehen, hätte der Verfasser sich bemüht, wirk liche Fehler und Thorheiten irgend Jemandes zur Schau zu stellen, und die Leser hieran ecrathen lasten, wer damit gemeint sein könne. Hier aber ist dem nicht so. Die natürlichsten Lebensumstände des angeblichen Selbstbiographen, sein Her kommen, sein Bildungsgang, seine Verwandtschaft, die ganze von ihm gemachte Carriere, lauter Dinge die ihm an sich nie und nirgend zur Unchre gereichen können, sind so hingc- stellt, daß hieraus die bestimmteste Persönlichkeit in so schar fen Umrissen hervortritt, daß es nicht möglich ist, sich eine andere, als gerade die Eine Person zu denken, die zu dem Bilde gesessen hat. An diese Erzählung sind aber überall solche hämische Bemerkungen geknüpft, daß die Absicht zu beleidigen ins grellste Licht tritt. Dem Angegriffenen kann, wenn er darum ansuchen sollte, die eclatantestc gesetzliche Genugthuung nicht wohl entgehen, wir jedoch können nicht umhin, außerdem Namens des ganzen Buchhändler-Standes Protest gegen solch unwürdiges Verfahren einzulegen, und dasselbe, verdienterweise, hiermit öffentlich zu brandmarken, wobei nicht ganz unerwähnt bleiben mag, daß es dem die Schrift debitirenden Commissionair im Allgemeinen sowohl als auch in diesem besonder» Falle sehr zu verdenken ist, sich damit abgegeben zu haben, da man leicht in Versuchung geräth zu glauben, daß noch andere Motive als die wenigen Prozente, welche der Debit abwirft, ihn zur Uebcrnahmc des selben bestimmt haben. Möge dies die letzte derartige Schrift sein, womit Leip zigs Buchhändler die Ehre und Würde ihres Standes schmä lern und seine Buchdrucker ihre Typen entweihen! Ein Buchhändler. Mannigfaltiges. Ein kbnigliches Alphabet. Für den Gebrauch des Prinzen von Wales und seiner Schwester, der königlichen Prin zessin, ist in London ein ABC-Buch erschienen, welches das Alphabet durch Bilder von Souveränen versinnlicht, indem für jeden Buchstaben ein König oder Kaiser, eine Königin oder Kaiserin ausgesucht ist, deren Namen denselben zum Anfangs buchstaben hat. Die Zusammenstellung ist natürlich etwas bunt ausgefallen, Alterthum und neue Zeit wechseln mit einander ab, indcß handelte cs sich ja nicht darum, ein Handbuch der Regenten- Geschichte zu verfertigen; es klingt also ziemlich pedantisch, wenn englische Blätter, in ihrem Bericht über jene Fibel, den Mangel an chronologischer Ordnung tadeln, und die Besorgniß äußern, der britische Thronfolger werde durch ein solches ABC- Buch verkehrte historische Vorstellungen bekommen, und sich am Ende einbilden, die große Zer.obia, Königin von Palmyra, sei eine jüngere Königin als seine Mutter und vielleicht eine Zeit genossin und Verbündete derselben, da sic den Beschluß der Reihe mache und ein paar Buchstaben hinter der Königin Vic toria folge; oder er werde glauben, Georg IV. sei ein König aus sehr alter Zeit, da derselbe so weit vorn zu stehen komme, Richard Löwenhcrz aber ein neuerer Herrscher; oder Napoleon habe früher gelebt als Oliver Cromwell, da er vor diesem stehe, der als Oberhaupt der englischen Republik auch in die Reihe der Souveräne ausgenommen ist und dergleichen mehr. Als ob ein Kind, welches die Buchstaben lernt, schon chronologische Combination machte. Eben so thöricht ist eine andere Einwen dung, nämlich daß man den königlichen Kindern durch ein sol ches ABC die Meinung beibringcn würde, cs gebe in der Welt nichts als gekrönte Häupter, und die Geschichte würde nur von den Monarchen gemacht. Die Kinder sollen ja nicht Geschichte aus dieser Fibel lernen, sondern die Buchstaben durch Beifü gung eines Bildes sich leichter ihnen cinprägen, wobei sie dann zugleich die Namen einiger Regenten behalten werden. Trifti ger ist der Tadel der Verse, die unter den Bildern stehen, und die allerdings nicht geschmackvoller und fehlerfreier sind, als ähnliche Machwerke in unfern deutschen Bilderfibeln. Man kann sich indcß damit trösten, daß diese Verse von den Kindern, die das ABC lernen, noch nicht gelesen werden und daß die Klei nen, wenn sie erst lesen können, wohl bessere Bücher in die Hände bekomme». (Humorist.) Polnische Literatur in Berlin. Die Erweiterungen des polnischen Litcraturkreises im Aus lande, welche seit einem Dccennium sichtbar geworden sind, haben sich neuerlich in Berlin zu einem erfreulichen Resultate gestaltet. Bei der bedeutenden Anzahl der dort zeitweilig ansässigen Fami lien und der der Studien wegen hier verweilenden, polnischen Jugend fand sich das Bedürfnis, sich fortgehcnd mit der heimi schen Literatur zu vermitteln, schon seit längerer Zeit ein; doch erst jetzt sind durch Anlegung einer polnischen Leihbibliothek (Athenäum) die Hindernisse, welche den Zugang zu den literari schen Produkten erschwerten, beseitigt worden. Die mit einer deutschen und französischen verbundene polnische Leihbibliothek wird außer den belletristischen auch die bewährtesten wissenschaft lichen und die eine friedliche Richtung verfolgenden Zeitschriften cinschlicßen- Berlin wird wegen der leichten Communication mit Polen eine wichtigere Colonie der polnischen Literatur abgcben können, als Paris, wo dieselbe sich nur Mange manifeststen kann, als die schriftstellerische Thätigkeit der Emigranten dauert. (Pilot.) Börse in Leipzig Kurze Siebt. 2 Monat. 3 Monat am 2l. Februar 1842. Im Vierzebnlhaler-Fuß. Ang. Gesucht. Ang. Gesucht. Ang. Gesucht. Amsterdam .... - 139- - 1391 Augsburg .... — 102'. Berlin - 99! Bremen - 1082 DreSlau 99js - Frankfurt a. M. . . - ioiz Hamburg . . . . - 1492 — 149 > London .... — — 6.22 - Paris ...... — — - 791 4>d- av v- I Wien — 104 — — LouiSd'or 8A, Holl. Duc. 5, Kais. Duc. b, Brest. Due. 5, Pass.-Duc.4z Conv.-SpecieS II.-Gulden Z2- Conv.-Zehn- u. .Ztvanjig-Kr. 3z. Verantwortlicher Redacteur: I. de Marlc.
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