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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.04.1843
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1843-04-25
- Erscheinungsdatum
- 25.04.1843
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Saxonica
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- SLUB Dresden
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- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18430425
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1075 33 1076 zeihen, wenn Sie auf meine auch an Sie in No. 108 des vo rigen Jahrganges des B.-Bl. ergangene Aufforderung in No. 3 sub nn. 148 dieses Jahrganges erklären, daß nicht Sie mir, son dern ich Ihnen schulde, und ich fordere Sie hiermit auf, Ihre Behauptung nun auch öffentlich zu beweisen, nament lich darzutbun, wofür Sie 2 von mir reclamiren. Allerdings beträgt der Saldo nur 1 1 g-f, den Sie mir seit Ostcr-Messe 1840 schulden, aber die Größe des Saldo kann Sic weder entschuldigen, noch mich beschuldigen, um so ! weniger, als ich Sie wenigstens lOmal privatim höflich, und später unter Bedrohung einer öffentlichen Aufforderung ersuchte, Ihr Conto zu ordnen, ohne Antwort von Ihnen zu erhalten, ein Verfahren, welches eine öffentliche Rüge verdient.! Wenn der Reiche 50 bis 100 Posten von 1 bis 5 im Werthe streicht (doch zweifle ich daran) und streichen kann, so kann und darf cs der Aermere nicht, da er nähere und dringendere Verpflichtungen gegen sich und seine Familie zu er füllen hat, und ist er dennoch leichtsinnig und gewissenlos ge nug, nicht von jedem ihm zu Gebote stehenden rechtlichen Mittel Gebrauch zu machen, um zu seinem Guthaben zu gelan gen, so muß er, eher oder später, fallit werden, oder, wie es jetzt nur zu oft geschieht, ebenfalls den Credit mißbrauchen, der ihm gegeben wird, ohne jemals zu bezahlen, blxcmpls sunt oüiosa! — Grimma, den 20. Januar 1643. I. M. Gebhardt. Kurz darauf erscheint auch sNr. 435) iu Nr. 7 des B.- Bl. von der Kesselringschcn Hofbuchh. in Hildburg- Hausen unter der Ueberschrist: „Zur Bcurthcilung " ein Aufsatz gegen mich, welcher außer einer Verdrehung der Wahrheit auch eine Verdächtigung meiner Handlungsweise > enthalt. Deßhalb sende ich ebenfalls für den 2. Thcil des! B.-Bl. folgende Antwort ein: Der löbl. K c s se l rin g'schcn Hofbuchh. in Hildburghauscn. Da Sic in Nr. 7 sNr. 435j dieses Blattes mich durch Ver drehung der Wahrheit zu verunglimpfen suchen, so sehe ich mich gcndthigt, hiermit nur so viel zu erklären, daß jener Saldo von 20-^ 2M nicht etwa aus Rechnung 1841, sondern aus den Rechnungen 1838, 39 und 40 herrschet, auf welchen ich nach wiederholten Erinnerungen unter Androhung einer öffentlichen! Aufforderung O.-M. 42 endlich 15 ch abschläglich erhielt. —> Jener Saldo-Nest von 5 2 g-s nebst den verfallenen Zinsen ! ist mir bis heute noch nicht zugekommen. Die Verdächtigung meiner Handlungsweise mögen Sie vor Ihrem eigenen Gewissen rechtfertigen, ich selbst bedarf der Recht fertigung nicht! Grimma, de» 30. Januar 1843. I. M. Gebhardt. Nach langem vergeblichen Harren frage ich endlich bei meinen Commissionairs in Leipzig an, wie cs denn mit den beiden gegen Hrn. Dresch und die Kcsselringsche Hofbuchh. an die Expedition des B.-Bl. gesandten Entgegnungen stehe und erhalte nun von meinem Bruder die beiden In serate mit dem Bemerken zurück, daß dieselben an die zur Begutachtung gewählte Commission eingeschickt werden müß ten, da sie die Leipziger Deputation nicht habe passiren lassen. Dem zufolge sende ich nun unterm 15. Februar beide Entgegnungen an Hrn. Frommann in Jena, Präses dieser Commission zur Begutachtung ein, und erhalte alsbald den 25. Februar von Herrn Frommann folgendes zur Nachricht: „Um keine Zeit zu verlieren, habe ich beide Artikel so gleich den Herren llr. Bran und Walz sen., welche mir „zur Bcurtheilung beanstandeter Einsendungen für das „Börsenblatt beigeordnet sind, vorgelegt, und wir alle „drei sind einstimmig der Meinung, daß sie ausgenommen „werden müssen. Sofort gehn also Ihre Insertionen an „die Leipziger Deputation mit der Weisung, dieselben un gesäumt aufzunehmen." Frommann. Trotz dem vergehen mehre Wochen, ohne daß meine bei den Entgegnungen im Börscnblatte erscheinen. Deßhalb frage ich unterm 17. März bei Hrn. Frohberger an, warum der Abdruck jener beiden Entgegnungen im Börsenblatte noch nicht erfolgt sei, und sende zugleich eine kurze Erwie derung gegen die Rittcr'schc Buchst, in Wiesbaden, welche ebenfalls gegen mich unterdessen aufgetreten war, nebst einer Notiz ein, in welcher letzter» ich die Verweigerung des imprimatur von Seilen der Leipziger Deputation als Grund angebe, warum die Hrn. Dresch und Kesselring bis jetzt ohne Antwort auf ihre Erwiederungen blieben. Hierauf endlich erhalte ich von Hrn. Fcohbergcc unterm 27. März folgenden Brief: „Im Auftrag der Deputation der hiesigen Buchhändler „habe ich Ihne» die eine der fürs Börsenblatt cingesandten „Anzeigen (nämlich jene Notiz) mit dem Bemerke» zu „übergeben, daß selbe im B.-Bl. nicht abgedruckt werdcn „könne, sich auch dadurch erledige, daß die in der Anzeige „(sc. Notiz) erwähnten Inserate bereits an Hrn. From- „munn zurückgcgcben seien, da über die Aufnahme in den „bezahlten Thcil des Börsenblattes dem Statute ge- „mäß nur die Leipziger Deputation zu entscheiden habe." „Die Anzeige gegen Ritter wird im nächsten B--Bl. ab- „gcdruckt." A. Frohberg er. Es fragt sich nun, cpm jure die Leipziger Deputation In seraten, die weder beleidigend noch unanständig sind, einem Börsenmitgliede ohne Angabe des Grundes das impri matur verweigern kann und mit welcher Paragraph? des Sta tutes dieselbe nachzuweisen vermag, daß sic allein nur über die Aufnahme von Anzeigen im zweiten Theile des Börsenblattes zu entscheiden habe. Darüber mehr in nächster Cantate-Versammlung. Grimma, den 14. April 1843. I. M. Gebhardt. Ucbcr Gegenstände zur Besprechung in der bevor stehenden Ostcrmcsse. Es ist nicht zu verkennen, daß die verändernden Zeit- umständs auch auf den Buchhandel ihren Einfluß geübt ha ben und ferner üben werden. Wie wir dieselben am besten benützen können und den durch sie herbeigeführtcn Nachtheil abwcnden, ist unsre Aufgabe und erfordert das Nachdenken und die Thal eines jeden Buchhändlers, der cs mit seinem Stande und sich selbst wohl meint. Durch das Band, das uns mehr wie bei andern Stän den zusammen verbindet, haben wir den großen Vortheil, großes auszuführen, wenn wir nur wollen. Es hängt lediglich von uns ab, die Schäden, die an unferm Marke zehren, auSzuscheidcn und zu heilen, wenn wir einig sind. Das ist das einfache und große Mittel, das, indem es den Vortheil des ganzen herbeiführt, den eignen fördert.
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