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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.04.1932
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1932-04-12
- Erscheinungsdatum
- 12.04.1932
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1932
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^ 84, 12. April 1932. Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. Börsenblatt f. d.Dtschn Buchhandel. Goethe-Ausstellung der »Frankfurter Vibliophilen-Gcscllschaft«. — Die Jahres-Ausstellung der »Frankfurter Bibliophilen-Gesell- schaft« mußte naturuotwendig Goethe gewidmet werden. Lag es da nicht besonders nahe, das; eine auch auf Förderung der modernen Bi bliophilie und Druckgestaltung bedachte Gesellschaft einmal dein Wan del der äußeren Gestalt von Goethes Schriften im Laufe der Zeiten bis heute ihr Interesse zulenkte und an Hand des in Frankfurt am Main in überreichlicher Fülle vorhandenen Materials eine Ausstel lung unter diesem Gesichtspunkte zeigt. In 40 sorgfältigst bezeichnten Vitrinen der »Lincl-Sammlung für Buch und Schrift« (Knnstgewerbc-Musenm) sind etwa 500 Goethe-Erst ausgaben, illustrierte Ausgaben, moderne Pressendrucke, Faust- Literatur, Biographien und Bibliographien zur Schau ge stellt. Man sieht dank der freundlichen Leihgabcn-Unter- stützung der maßgebenden Sammlerstätten der Goethe-Literatur, wie Goethe-Museum Frankfurt, Goethe-Schiller-Archiv Weimar, Schloß bücherei Mannheim u. a. sowie privater Sammlerkreise manche kost baren Seltenheiten, bibliophilen Schätze usw., wie sie sonst in einer solchen Zusammenstellung und Reichhaltigkeit nicht leicht wieder so mit Muse betrachtet werden können. Die Anordnung folgt chronolo gisch dem Leben und Schassen Goethes, wobei die im Laufe der 163 Fahre jeweils entstandenen Nen-Ausgaben zur vergleichenden Be trachtung über den Wandel der Buchgestaltung angereiht sind. Die Ansstellung wurde durch einen interessanten Vortrag des Mitin habers der Firma Joseph Bacr L Co. Herrn M. Sondheiin er öffnet, der in fesselnder Weise über Goethes Beziehungen zu seinen Verlegern und Druckern zu berichten wußte. Sie stellt eiuen neuen Markstein in der Reihe der schönen Ausstellungen dar, die die »Frank furter Bibliophilen-Gesellschaft« zur Förderung der Sammler-Tätig keit und des guten Geschmackes schlechthin in dankenswerter Weise einem zahlreichen Publikum zugänglich macht. Alfred Schmidt -Wiesbaden. Ausstellung französischer Druckerzeugnisse. — Im Berliner Buch gewerbesaal (Dreibundstraßc 6) ist vor einigen Tagen eine Aus stellung eröffnet worden, die »Typographie und Druck in Frank reich« zeigt. Es sind Titel, Umschläge, Kleinplakate und Buchillu strationen ausgestellt, die aus den letzten zwei Jahren stammen. Die Farbendrucke sind in Buchdruck, Offset- und Tiefdruck ausge führt. Die Ausstellung dauert bis Mitte Mai und ist bei freiem Eintritt täglich von 9 bis 16, Sonnabends von 9 bis 14 Uhr ge öffnet. Kg. Das Meisterphoto, eine Propaganda-Ausstellung für das photo graphische Urheberrecht. — Als im Jahre 1901 die Beratungen für das Urheberrecht in Aussicht standen, veranstaltete der NechtSschutz- verband deutscher Photographen im Kuppelsaal des Reichstages eine Ausstellung, die den Abgeordneten und Vertretern der Negierung zeigen sollte, welche Spitzenleistungen die deutsche Photographie schon damals aufzuweisen hatte und wie dringend nötig deshalb ein weit gehender Schutz der Urheber von Werken der Photographie >st. Des halb ist es nur zu natürlich, daß jetzt, wo wiederum eine Beratung von Änderungen des Urheberrechtes in Aussicht steht, der Gedanke auftauchte, besonders hochstehende Arbeiten deutscher Berufsphoto graphen und Amateure in einer Ausstellung zu vereinigen, um Zeugnis abzulegen von der Bedeutung der Photographie der Gegen wart. Diese vom Central-Verband deutscher Photographen-Vereine und -Innungen und vom Verband deutscher Amateurphotographen- vereine veranstaltete Ausstellung wird nun in der Zeit vom 16. April bis 1. Mai unter dem Zeichen »Das Meisterphoto« im Hause der »Juryfreien« in Berlin, Am Platz der Republik, stattfindcn. Von einer Kommission, unter Vorsitz von Franz Grainer-Mlinchen, ist unter den angeforderten Einsendungen eine Anzahl von etwa 300 Bildern ausgcwählt worden. Die Ausstellung wird auch für die Fach- und Amateurphotographen sowie für das große Publikum ge öffnet sein, um alle Kreise davon zu überzeugen, daß die Photo graphie in ihren höchsten Leistungen ein Kulturgut ist, das ebenso wie jedes Werk der bildenden Kunst Anspruch darauf erheben kann, seinen Urhebern in weitestgehenden! Maße geschützt zu werden. Fritz Hansen, Berlin. ?ersonalnackrrickterr. Auszeichnung. — Herr Max Manicke, Gesellschafter und Mit inhaber der Firmen Buchhandlung Karl Schmelzer und I. Detten hausen in Wien ist vom österreichischen Bundespräsidenten zum Kommerzialrat ernannt worden. Professor Otto Dorfner, der bekannte Kunstbuchblnder und In haber der Fachschule für Buchbinderei in Weimar, wurde zum Di rektor der Staatlichen Schule für Handwerk und angewandte Kunst in Weima r ernannt. SpreckrsacU Gegen die Bezeichnung „Börsenverein". Die in Nr. 78 veröffentlichte Einsendung des Kollegen Otto Carius entspricht sicher der Meinung unserer meisten Mitglieder. Unser Verband hat mit der Börse wirklich nichts gemein, ganz abge sehen davon, daß die fremdländische Bezeichnung »Börse«, sofern sie auf den großen Versager »Geldmarkt« angewandt wird, für deutsch empfindende Menschen einen schlechten Beigeschmack erhalten hat. »Verein der deutschen Buchhändler« klingt entschieden angebrachter und würdiger als »Börsenverein«. Geradezu abwegig erscheint die Bezeichnung »Börsenblatt«. — Es wird Zeit, endlich die notwendig gewordene Änderung vorzunchmen! Hannover. Prof. Oppermann i. Fa. Theodor Oppermann Verlag. Nochmals: Scheinfirmen im Buchhandel. Im Anschluß an den Artikel des Leiters der »Märkischen Buch handlung«, Scheinfirma im D.H.V., im Börsenblatt Nr. 78 vom 5. April 1932 möchte ich nicht versäumen, darauf aufmerksam zu machen, daß auch der G.D.A. Scheinfirmen unterhält. Es sind 800 Firmen im In- und Ausland, z. B. in Frankreich, England, Spanten und in Ubersee, mit denen in der jeweiligen Landessprache korre spondiert wird, sodaß auch Fortbildungsmöglichkeit in fremden Sprachen möglich ist. Eine Buchhandlungsscheinfirma besteht bereits in Leipzig unter dem Namen »Bücherwurm, Kommissions- und Versandbuchhandlung- und in Paris, außerdem sind verschiedene Druckereien mit ange schlossenem Verlag vorhanden. In Berlin wird augenblicklich eine Buchhandlung gegründet: --»Feierabend, Verlags- und Sortiments buchhandlung«, sodaß gerade jetzt ein Eintritt zu empfehlen ist, be sonders da Mitgliedschaft des G.D.A. nicht voraus gesetzt wird. Gerade die Gründuugsarbciten, wie Eintraguug zum Handelsregister (im Schein-Amtsgericht geführt), Prokuraertei lung, Einrichtung von Bank- und Postscheckkonto, Eröffnungsbilanz, Werbebriefe und vieles andere, geben viel Stoff zum Lerneu. Es sind die beiden Abteilungen, Sortiment und Verlag, gewählt worden, um den im Sortiment angestellten Lehrlingen das Verlagswesen zu zeigen und umgekehrt. Auskunft auf alle Fragen, auch für andere Städte, gibt gern der Unterzeichnete, der Leiter der neuen Scheiu- Buchhandlung. Ich bitte die Herren Buchhändler, ihre Lehrlinge auf diese prak tische Einrichtung aufmerksam zu machen, denn es wird durch die Teilnahme nicht nur das Interesse geweckt, sondern den Herren Lehrchefs die Ausbildungsarbcit erleichtert. Die Angestellten der »Verlags- und Sortimentsbuchhandluug Feierabend« werden keine Augst vor einer evtl. Lehrlings- (oder besser Gehilfen-) Prüfung haben, denn sie werden eine solche mit »gut« ablegen, gleichgültig ob cs sich dabei um buchhanöels- und buch haltungstechnische oder um andere Fragen handelt. Berlin-Zehlendorf, Berliner Straße 52. Robert Degen. Inhaltsverzeichnis. Bekanntmachungen : Arbeitgeber - Verband Leipzig betr. Hauptversammlung. S. 301 / Vereinigung der Großbuchhändler Deutschlands betr. Jahresversammlung. S. 301. Artikel: Geschäftsbericht des Vorstandes des Börsenvereins über das Vereinsjahr 1931. S. 285. Internationale Statistik der Geistesarbeit im Jahre 1930. S. 801. Kleine Mitteilungen S. 308/304: Kantate-Festmahl / Hauptversammlung der Bnchhä'udler-Sterbekasse / »Literarische Parallelen« / F. Bruckmann A.-G., München / Vertagung der Manteltarifverhandlnngen im Buchdruckgewerbe / Goethe-Aus stellung der Franks. Bibliophilen-Ges. / Ausstellung französischer Druckerzeugnisse / Das Meisterphoto. Pe r so n al n a ch r i ch t e n S. 304: Auszeichnung M. Manicke, Wien / Prof. Otto Dorfner. Sprechsaal S. 304: Gegen die Bezeichnung: »Börsenvercln« / Nochmals: Scheinfirmen im Buchhandel. Verantwort!. Schriftleiter: Franz Wagner — Verlag: Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches BuchhändlcrhauS. Druck: E. Hedrich Nachf. Sämtl. in Leipzig. — Anschrift d. Schriftleitung u. Expedition: Leipzig, GcrichtswegW lBuchhändlerhauß), PostschlicßfachS7i/76. 304
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