Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.09.1843
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- 1843-09-15
- Erscheinungsdatum
- 15.09.1843
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- Deutsch
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2775 82 2776 I?76L.jI Oppeln, den 1. Sept. 1843- ?. ?. Ich beehre mich, Ihnen anzuzcigen, daß ich mich bewo gen gefunden, mit meiner seit 22 Jahren bestehenden und sich des besten Rufes cifrcucndcn N egi crun gs - B u ch dru ck cre i, Vcrlagshandlung und Papierhandlung eine Sortimcnto-Iluch-, Kunst- und M1usil>»lir»-Kan1>lung zu verbinden und solche heute mit Genehmigung der hiesigen Regierung unter der Firma F. Wcilshauscr eröffnet habe. Genügende Fonds und die nöthige Geschäftskenntniß, ver bunden mit Regsamkeit, Ordnungsliebe und genauer Bekannt schaft mit der hiesigen Lokalität, sowie die günstige Lage mei nes Hauses in der Nähe der Post und des Regierungsgebäudes, lassen mich einen günstigen Erfolg meines Unternehmens hoffen. Ich ersuche Sie demnach, mir gütig st ein Conto zu eröffnen und meinen Namen auf Ihre Ausliefcrungslistc setzen zu wollen. Sollten Sie nicht geneigt sein, mir ein Conto zu eröffnen, so wird Herr K- F. Köhlerin Leipzig, welcher die Güte gehabt, meine Commissionen zu übernehmen, Fest Verlangtes baar bezahlen. Ihre Neuigkeiten erbitte mir vorläufig in einfacher Zahl. Mehrbedarf werde ich nachbestcllcn. Wahlzcttel wer den mir stets willkommen sein. Schließlich erlaube ich mir noch, Ihnen meine Buchdru ckerei bestens zu empfehle», und bin ich, besonders durch An schaffung einer Schnellpresse, in den Stand gesetzt, alle Auf träge prompt und billig zu erfüllen. Ich werde nicht ermangeln, für das mir geschenkte Zu trauen durch thätige Verwendung für Ihren Verlag und stets gleich bleibende Pünktlichkeit mich möglichst erkenntlich zu zeigen und empfehle mich hochachtungsvoll und ergebenst F. Wcilshauscr. Ich kann meinen Herren College» Herrn K, Weils Häu ser als einen soliden und pünktlichen Mann empfehlen, dem es bei seiner Buchdruckerci und bisherigem Geschäfte, sowie bei den ihm außerdem zu Gebote stehenden Mittel» , leicht werden wird, sich in dem erweiterten Geschäftsbetriebe so pünktlich wie bisher im engeren Kreise zu bewähren. Leipzig, d. 7. Sept. 1843. K. F. Köhler. sü766.j Leipzig, d. 7. Scptbr. 1843. Statt Circulair. Der Unterzeichnete beehrt sich den deutschen Herren Verlegern anzuzcigcn, daß er von nun an mit ihnen in direkten Verkehr zu treten wünscht, und hofft daß die Verbindung dem beiderseitigen Interesse förderlich werden wird. Seit Iv Jahren in New-Pork als Bu-bhändler etabiirt, bezog ich schon seither öfters direkt oder durch Vermittlung deutsche Werke. Durch mchrjährige Erfah rung und ausgebreitcte Bekanntschaften, sowohl unter den Deutschen (ich bin selbst gcborner Deutscher) als auch mit den Bildungs-Anstalten der Union ists mir möglich, thätig für die bessere deutsche Literatur zu wirken, doch kann dies der Entfer nung und Localverhältniffen wegen nur in der Weise geschehen, daß Sie mich mit Anzeigen und Plakaten neuer Werke oder Catalogen namentlich auch herabgesetzter Werke versehen, — Bestellungen werde ich jederzeit nur fest gegen baar machen, spreche dabei der bedeutenden Unkosten wegen aber einen etwas höher» als den gewöhnlichen Rabatt an- — Dankbar werde ich cs anerkennen, wenn man mich durch Probehefte auf größere Werke, oder solche, die sich besonders für die Deutschen in America eignen, aufmerksam macht. Meine Geschäfte für Deutschland werde ich durch Herrn K. F. Köhler in Leipzig abmachcn, der alles Eingehende für mich annchmen und Be stellungen zahlen wird. Hochachtend zeichnet Willi«,n Badde aus New-Uork. sv767.j Erklärung. Herr 1>r. Clamor Marquart in Bonn sagt in einer War nung vor Nachdruck (Börsenblatt Nr. 69) vom 18. Juli d.J.: „Es ist so eben bei E. Leibrock in Braunschweig erschie nen: Lehrbuch der Pharmacie zum Selbstunterricht für ange hende Pharmaccutc» und zur Repetition für Acrzte von llr. Eduard Silier, Apotheker in St. Petersburg ,c. Erste Hälfte, welche die pharmaccutischc Naturgeschichte und Waa- rcnkundc enthält. Beim ersten Durchblättcrn dieses Buches mußte ich mich überzeugen, daß mein Werk über denselben Gegenstand dabei fleißig benutzt worden ist; bei näherer Durch sicht fand ich sogar zu meinem Erstaunen, daß kein Arti kel im Buche vorhanden, der nicht aus meinem Lehr buche der Pharmacie, Band I, Mainz, bei C. G. Kunze 1842 wörtlich abgcdruckt worden wäre. Ja sogar sinnentstellende Druck- und Schreibfehler meines Lehrbuches sind wörtlich in das Sillecsche Werk mit ausgenommen worden. Der ganze wesentliche Unterschied des Sillcr'schen Plagiats von meinem Werke beruht in der Anord nung, in der Weglassung einzelner Zwischensätze oder Vertau schung einiger Adverbien. Was man von einem Manne zu denken hat, der sich erfrecht, mit fremden Federn angethan auf solche Weise öffentlich aufzutreten, überlasse ich dem Ur- theilc des Publikums. Meinem Herrn Verleger und mir glaube ich diese offene Erklärung schuldig zu sein." Welche Motive Herrn vr. Marquart zu einem so empö renden, seiner unwürdigen Schritte veranlaßt haben mögen, — ob die Besorgnis) verminderter Verbreitung seines Werkes durch das Erscheinen des mcinigen, oder ob andere, tiefer lie gende Ursachen, — muß dahin gestellt bleiben. Jedenfalls hat 1>i. M. durch jene Anzeige meine Ehre angegriffen und mich, so gern ich auch jeden Streit, zumal jeden öffentlichen, ver meide, zu deren Vertheidigung gezwungen. lieber die Veranlassung zur Herausgabe und über den Zweck meines Buches habe ich mich in der Vorrede zu demsel ben klar ausgesprochen. Keine Aussicht auf Gewinn reizte mich. Ich wollte den jungen Pharmaccutc», vorzüglich denen Ruß lands, das Nothwcndigc des Faches in gedrängter Kürze und in für sic passender Form geben. Daß ich hierbei weit entfernt war, fremdes Verdienst mir aneignen — mit fremden Federn angethan, auftretcn — zu wollen, geht wohl sehr unzweideu tig aus folgender Stelle der Vorrede hervor: „Wenn es sich beim Lesen dieser Schrift zeigen wird, daß ich mehrere der neuern Schriftsteller benutzt und aus ihnen ge schöpft habe, so glaube ich nicht, daß mir dies zum Vorwurfe gereichen kann, indem der Verfasser des Lehrbuches einer Erfah- rungswiffenschaft, die zwar täglich fortschrcitet, aber in ihren »Elementen fcststekt, wenig Originelles, höchstens nur in der Anordnung des Stoffes, liefern kann; sich vielmehr cs zur vor nehmsten Aufgabe machen muß, aus den vorhandenen reichen Quellen vorsichtig und zweckmäßig zu schöpfen und das richtig Gewählte systematisch zu ordnen und faßlich vorzutragen." Die Einleitung zum Werk, die pharmaceutischc Zoologie, nebst dem größten Lheile Materials zu dessen zweiter Hälfte lag fertig, als der erste Theil von Marquart's Werk mir zu Händen kam. Da ich bis dahin unter andern auch Gciger's Handbuch benutzt hatte und beim Durchlescn des Marquarl- schen Werkes mich überzeugte, daß cs meist aus derselben Quelle geschöpft worden, so diente cs mir, neben andern Wer ken, bei Bearbeitung des botanischen und mineralogischen Lhcils. Hätte also vr. M. es bei der Ucbcrzcugung bewenden las sen, daß auch lein Werk fleißig von mir benutzt worden sei, so würde ich dies gern zugcben und zwar um so eher, da er selbst zu seinem Werke die besten Hülssmittel benutzt und aus ihnen
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