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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.10.1843
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1843-10-10
- Erscheinungsdatum
- 10.10.1843
- Sprache
- Deutsch
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3011 89 3012 und ihnen die Ueberzeugung beigebracht haben, daß durch diese persönlichen Besprechungen es möglich werden wird, Mißverhältnisse zu beseitigen oder auszugleichen, wenn auch nicht sofort Umwälzungen der bisherigen Verhältnisse weder erreicht noch bezweckt werden könnten. Möge dieser Stand punkt von dem rheinisch-westph. Lokal-Verein fcstgchalten werden, daß sich die Folgen des Vereins nur nach und nach gestalten und wohlthätig wirken können und so glau ben wir ihnen für die nächste Jahres-Versammlung manchen erfreulichen Beweis von dem nützlichen Zusammenwirken der Buchhändler versprechen zu dürfen. K. lieber Biichhaiidlcr-KrciS-Dcrrine und den rsicinisch- westphalischc» Krcisverci» insbesondere. Herr Fr. Frommann in Jena hat vor Kurzem in die sen Blättern eine Idee in Anregung gebracht, die in ihrer Ausführung von Einfluß sein muß auf die fernere Gestal tung des deutschen Buchhandels, die einige von den unzähli gen frommen Wünschen, die fortwährend einen großen Thcil des Börsenblattes füllen, vielleicht realisircn wird. Ich meine die Aufforderung zur Bildung von Kreis- Vereinen. Wie in dem großen Verbände, dem Staate, auch bei der besten Organisation nicht Alles erreicht werden kann, weder durch Repräsentation (bei konstitutioneller und republikanischer Verfassung), noch durch Oberhaupt und Re gierung allein (in reinmonarchischen Staaten), sondern dem einzelnen Staatsbürger oder der Vereinigung Einzelner je nach ihrem Wirkungskreise Vieles zu thun überlassen bleibt; — so möchte auch, in anderer Weise, in unseren Verbände nicht Alles vom Vorstande erwartet werden dürfen; ist ja noch neuerdings der so zweckmäßig angelegte Usancen-Co- dex gescheitert an den vielen sich widerstrebenden Interessen innerhalb unsres Vereins. Aber wenn Vereine Gleichgesinnter zu jcdcrZcit bei ernstem Willen und zeitgemäßem Streben bedeutende Erfolge erzielten, so scheint mir gerade unsere Zeit vornehmlich dazu reif zu sein. Es ist keine Zeit so fruchtbar gewesen an Vereinen als die gegenwärtige, nach allen Richtungen hin strebt man die sich zersplitternden Kräfte zu vereinigen und dem allgemeinen Wohlc oder doch dem Wohlc einer Gemeinschaft dienstbar zu machen; unzählbare Vereine der verschiedensten Art bilden sich und treten in Wirksamkeit; da dürfen die Träger und Pfleger der Idee nicht Zurückbleiben, da müssen auch wir fördernd cingrcifen und wirken so viel an uns ist; und um vereint und kräftig wirken zu können, müssen wir uns vereinigen und kräfti gen, von uns ausschließen und fern halten alles Unlau tere und Egoistische, alles Gemeine! — Und dahin kommen wir durch die vorgcschlagcncn engeren Kreis-Vereine, deren bereits einige sich gebildet haben. Von dem durch Herrn Frommann in Thüringen vor bereiteten und jetzt bereits ins Leben getretenen Verein ist dem Referenten noch zu wenig bekannt geworden. Dagegen lie gen mir von dem am 4. Scptbr. in Eöln entstandenen Kreis-Verein der rhcinisch-westphäli sehen Buchhandlungen gedruckte und von 34 Buchhändlern Unterzeichnete Statu ten vor, auf welche hier aufmerksam zu machen, ich für meine Pflicht erachte. In Folge einer Einladung mehrer Eölner Buchhändler vom 4. August, die durch Circular vom 26. wiederholt wurde, und der Herr Bagel in Wesel und Herr Eramcr in Crefeld noch eine besondere Einladung beizufügen sich be wogen fanden, versammelten sich am 3. Septbr. in Eöln 34 Eollegen von nahe und fern, um das Wohl der rhci- nisch-westphälischcn Buchhändler zu berathen. Nach viel fachen Berathungen bildeten diese am 4. einen Verein, wähl ten einen Vorstand, aus den Herren Bachem, Du Mont, Hölscher, Kohncn und Theissing bestehend, und setzten die Statuten als für sämmtlichc Glieder bindend fest. Zugleich wurde ein Vorschlag zur Bildung eines Speditions-Stapel platzes in Eöln gemacht und angenommen, und wurde für das Jahr 1844 Düsseldorf zum Versammlungsorte der Mitglieder des Vereins bestimmt- Das Princip des Vereins, wie es in den Statuten ausgesprochen, ist „das Beste des Geschäfts zu wahren und zu fördern." Die einzelnen Pa ragraphen der Statuten werden uns zeigen, welche Mittel der Verein für die zweckmäßigsten erkannt hat, sie werden Zeugniß geben von dem Geiste des Vereins. In der Vor aussetzung, daß solche nach der Publikation auch im B.- Börsenblatt werden mitgetheilt sein*), beschränke ich mich hier auf eine auszugsweise Mittheilung, und erlaube mir nur meine Privatansicht in einzelnen Anmerkungen beizufügen. §. 1. Bonden Preisen. (Die Bedingung der Fest haltung der Ladenpreise ist gut, obwohl hiergegen am selten sten gesündigt wird:) tz. 2. V on dem Rabatt; a) für Buchhändler: min destens 25 o/o von Verlags- und Sortiments-Artikeln an Vereinsmitglieder, von Partiepreisen 10 I Nutzen (netto 10 o/o?!); von Sortiments-Artikeln lOUO/o resp. IV/s"/«. 1>) für Nichtbuchhändler: bei Beträgen über 1-/^ nur 10o/o vom Ordinär, „eine Erhöhung auf 15 resp. 10o/o ist zulässig für Rechnungen mit Buchbindern, Schulvorste hern und Kunden, die einen Jahresbedars von mindestens 100 »/? haben; bei dem Bedarf eines einzelnen Kunden von 500 bleiben die Rabattverhältnisse ganz freigcstellt." Anm. Au unbestimmt! — Jeder Buchbinder be zieht von unfern Buchhandlungen, von dem einen mehr, vom Andern weniger als für 100 jährlich! —Und wenn einmal eine Vereinbarung über Rabatt stattfand, wie durfte man diesem Krebsübel des deutschen Buchhandels solche Rechte cinräumen, ja ibm neue Nahrung geben?! — H. 3. Von dem Vcrhältniß zu den demVereine nicht ungehörigen Buch Han dl ungen derRhein- landc und Westphalens. (Diese erhalten vom Ver lage höchstens 25 o/o, vom Sortiment 10"/o Rabatt). A n m. Damit dürfte der längst gefürchtete erste Schritt zu einer allgemeinen Idletto-Rechnung gethan sein, denn vice versa werden diejenigen Handlungen, welche mit den Principien des Vereins nicht übercinstimmen und deshalb nicht beitreten, dieselben Bedingungen den Vereinsgliedccn gegenüber stellen. §.4. Von den Maßregeln gegen Schleuderer. Es soll gemeinschaftlich alle Verbindung mit solchen aufge- *) S. No. 88. d. R.
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