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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 19.04.1844
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1844-04-19
- Erscheinungsdatum
- 19.04.1844
- Sprache
- Deutsch
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1077 32 1078 doch nachher, mich vielleicht verhört zu haben und glaube, daß der Preis 7^ SA sei. — Ich versende die Kalender, bekomme sie jedoch sogleich wieder mit dem Bemerken, mich beim Auszeichnen wohl versehen zu habe», retour. — Ich zeige meinen Kunden die Factur, die es, gleich mir, jetzt noch nicht begreifen können, wie ein Prediger ein und denselben Kalender für 5 SA verkaufen und ich ihn zu 6 SA 3^ ein kaufen kann, geben mir daher den freund schaftlichen Rath, die Herren Pastoren künftig als Eommis- sionaire anzusehen und von ihnen die Kalender zu 5 SA zu entnehmen, wobei ich ja nicht allein pro Exemplar ISA 3^, sondern auch noch die Fracht ersparen würde. Mag nun die Anstalt noch so fromme Zwecke, die ich nicht kenne, hierbei haben, so sollte sie doch wenigstens die Buchhändler, deren Beruf es ist, jedes literarische Erzeug- niß zu verbreiten, in den Stand setzen, mit jenen geistlichen Kalenderverkäufern, deren Beruf wohl eher die Kanzel sein sollte, concurriren zu können. — Freundlich und dankend erkenne ich es hingegen an, daß Seitens der Herren Verleger in meinem Wirkungs kreise keine derartigen Mißgriffe und Eingriffe in meinen Erwerb seit langer Zeit mehr stattgefunden haben, die mir das Geschäft von dieser Seite verleidet und zu einem Tröd ler-Geschäft gemacht hätten. Anclam, 26/2. 1844. W. Dietzc. Ehrenmclduug. In einer Zeit, in welcher mitleidsloser, kalter Egois mus herrscht, in welcher rücksichtslose Gier und Habsucht immer insolenter hervortrcten; in einer Zeit, in welcher man sich aller bessern Gefühle entschlägt und sich gegen alles Hochherzige und Edle stemmt und bis an den Hals zuknöpft, muß sich der Menschenfreund freuen, wenn ein mal etwas Gutes und Wackeres hervortritt. Eine solche Freude empfand ich vorgestern, als ich das Börsenblatt No. 26 las, in welchem Herr Earl Winicker in Brünn seinen dortigen College» Herrn Traßler empfiehlt und bei dessen zurückgekommcnen Vcrmögensumständen die Mittel angiebt, durch welche dem jetzt gedrückten Manne wieder aufgeholfen werden könne. Das sind wahrlich achtbare Gesinnungen, wenn man seinen Neben-Collegen aufrichten, nicht aber herzlos her- untcrkommen lassen will, und ich zweifle nicht, daß diese Gesinnungen bei den deutschen Collegen zur Hülfe des Herrn Traßler gewiß Eingang finden werden; denn die Zahl recht licher Männer unter den deutschen Buchhändlern, die solche ehrenwerthe Handlungen zu schätzen wissen, ist immer nach groß genug. Herrn Carl Winicker in Brünn würde ich, wenn die Eisenbahn fertig wäre, persönlich meine Dankbarkeit für die Freude, die er mir dadurch gemacht hat, bezeugen; da dieses jedoch nicht der Fall ist, so sei Ihm — meinem wackern Lehrling — diese Ehrenmeldung in das Bör senblatt gesetzt von seinem alten Prinzipal. Weimar, d. 2-April 1844. Todesfälle. Am 4. April starb am Nervenfieber im 51. Lebensjahre Herr Joseph Coppenrath, Miteigenthümer der Eop- penrath'schen Buch- und Kunsthandlung in Münster. * 4 * Berlin. Am 24 März starb hier der Buchhandlungs- gehülfe Wilhelm Schmidt aus Magdeburg, seit 6 Jah ren in der Buchhandlung des Herrn Dümmler beschäftigt. Schon auf dem Wege der Genesung von einer schweren Krankheit, ward er durch einen plötzlichen Rückfall in der Wohnung einer befreundeten Familie vom Tode überrascht. Er war hochgeschätzt von seinem Prinzipal, — geliebt und geachtet von Allen, die ihn kannten. Seine hiesigen Freunde ehrten sein Andenken durch eine zahlreiche Theilnahme an seinem Leichenbegängniß und durch eine gemeinschaftliche Vereinigung zur Errichtung eines Denkmals auf dem Grabe des Verstorbenen. W e im a r , 22. März. Eine auffallende und für den Buch handel verderbliche Erscheinung sind die in neuester Zeit immer mehr überhandnchmendcn Bü cher vc rstci g eru n gen , bei welchen oft die gediegensten Werke zu wahren Spottpreisen losgescklagen werden. Auch hier werden dergleichen Auktionen alljährlich zweimal veranstaltet, wobei nicht selten Bücher in rohem Zustande noch weit unter dem Makulaturwerth erstanden werden, bei andern wieder wird kaum der Einband bezahlt. Ein solches Schicksal haben namentlich die gelehrten streng wis senschaftlichen Werke, während Romane von bekannten Schrift stellern in der Regel mehr Liebhaber finden, und zu verhältnis mäßig hohen Preisen gekauft werden. (Franks. J.> In Baiern wurde verboten: Der Lhurmbau zu Kbln und was damit zusammcnhängt. Don einem Süddeutschen. Hamburg, Hoffmann L Campe. 1844. Notiz. In Folge eines Kvnigl. Sächs. hohen Ministcrial-Erlaffes, ä. <1. Dresden am 9. Febr. u. c., sind sowohl „Kdrn er's Orgelfreund", als auch dessen „ Prä l u d i cn b u ch" nicht allein allen vaterländischen Seminaristen, Schullehrern, Orga nisten und Cantorcn angelegentlichst empfohlen, sondern auch deren Ankauf für die Seminarien zur Benutzung beim Unter richte im Orgelspiele angcordnet worden. Aufforderung. Ter Herr Einsender der „bescheidenen Anfrage" in No. IS d. Bl. wurde in No. 22 von der Firma Heyer's Verlag aufgefordert, seine Behauptung hinsichtlich der Verschleuderung don „Feuerbach'S peinl. Recht" näher zu bewahrheiten, hat aber bis jetzt nicht für gut befunden, darauf einzugehen. Der Redaclion sind ebensowenig Beweise vorgelegt worden. Wir finden uns deshalb zu der Erklärung veranlaßt, daß wir den Herrn Einsender nach Verlauf von 1^ Tagen öffentlich nennen werden, wenn derselbe der an ihn ergangenen ge. rechten Anforderung bi» dahin nicht entsprechen sollte. d. N. Wilh. Hoffmann. Verantwortlicher Redacteur: I. de Marle. 75 *
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