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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 26.04.1844
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1844-04-26
- Erscheinungsdatum
- 26.04.1844
- Sprache
- Deutsch
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1139 34 1140 geeignet ist, einen bei der Verwaltungsbehörde angebrachten Antrag an die Gerichte zu verweisen, welches um so mehr dann anzunehmen sein würde, wenn, was jedoch zur Zeit nicht aktenkundig gemacht ist, diese Angelegenheit wirklich schon zur Cognition hierländischer Justizbehörden gelangt wäre; wiewohl schon der wirklich vorliegende Grad von Zweifelhaftigkeit hinreicht, obige Entscheidung zu recht- fertigen." sein sollte, im Angesicht des Publikums eine gegenseitige Verdächtigung, eine Herabwürdigung des Geschäfts und verdient Tadel. Möchte sich doch eine derjenigen Handlungen, die das Wörtchen stets im Munde führen, die Mühe geben und in wenig Worten andcuten, was sie sich, wenn sie es ge braucht, darunter denkt; mehr noch aber, was sie dadurch bezweckt. A. K- Das Rabnttgeben an Privatleute betreffend. Seit einiger Zeit ist man in verschiedenen Gegenden Deutschlands bemüht, das Rabattgeben an Privatleute zu beschränken oder wenn möglich ganz aufzuheben, und errich tet zu diesem Zwecke sogar Vereine. — Alle in dieser Be ziehung geschehenen Schritte werden aber fruchtlos sein, so lange das übermäßige Rabattgcben von Leipzig aus nicht aufhört. Vor Kurzem ist mir ein Factum dieser Art vorgekom men , das zu veröffentlichen ich nicht unterlassen kann. Die Herren BreitkopfLHärtelin L. sandten mir als Beischluß ein Paquct an einen hies. Musiklehrer, dem sie laut Factura von Musikalien ihres Verlags 50o/g, von Musikalien - Sortiment 40"/o und von Büchern, als: „Paukenschläger's Naturgeschichte d. Musikanten" u. „Ort- lepp's Jnstrumental-Concert" nebst Prämie: die „Volks harfe", 25o/o Rabatt bewilligen. — Besagter Musiklehrcr verkauft nun die Musikalicn wieder mit 25 "/g oder 33*/z, wie es ihm eben paßt. — Von einer so geachteten alten Handlung, wie die der Herren Br. se H. sollte man wahrlich nicht erwarten, daß sie auswärtigen kleineren Sortimentshandlungen ihren müh samen Verdienst auf diese Weise zu schmälern suchte und dazu beitrüge, die Reellität unseres so ehrenwerthen Ge schäfts zu untergraben! Ueberhaupt finde ich es von den Leipziger Herren Colle- gen doppelt ungerecht, wenn sie dazu beitragen, das Ge schäft durch hohes Rabattgeben heruntcrzubringen, da gerade sie durch die auswärtigen College» großen Nutzen, teil weise sogar ihre Existenz haben. Meine Herren College», die zur Messe in Leipzig an wesend sind und denen das Wohl des Buchhandels am Her zen liegt, erlaube ich mir, hierdurch aufzufordern, mit ein ander Rücksprache zu nehmen, ob dem Unwesen hinsichtlich des Rabattgebens von Seiten mancher LcipzigecHandlungen nicht Schranken zu setzen sind. Minden, im April 1844. Ferd. Freytag. „Nnd in allen soliden Buchhandlungen zu haben (namentlich in der Unterzeichneten)." Wann dürfte denn wohl diese gar nichts bezweckende Redensart in den Ruhestand versetzt werden? Jene An zeigen, bei denen sie gebraucht wird, sind doch für das Publikum bestimmt; welchen Zweck nun soll sie bei diesem erreichen? Kennt denn das Publikum die soliden und unsoliden Handlungen, und wird denn selbst nicht die aller unsolideste Buchhandlung das besagte Werk zu liefern ver mögen? — Die Sache bleibt da, wo sie es am wenigsten Zur Rabattfrage. Kleine Bemerkung auf Hrn. de Marte'S Anmerkung in No. 13. d. BI. Wenn die HH. Sortimenter an Privat-Kunden Ra batt geben können, so ist es augenscheinlich, daß sie von den Verlegern mehr Begünstigungen erhalten, als sie zu ihrer Existenz für nöthig erachten und stimmt Schreiber dieses mit Hrn. de M. Ansicht ganz überein, wenn er den übermäßigen Rabatt als Wurzel des Uebels ansieht; ehe man aber zur Ausrottung dieser Wurzel schreitet ist es wohl auch noch sehr nöthig zu untersuchen, ob dieselbe nicht auch den Lebenssaft zum soliden altherkömmlichen Bestand eines sehr großen Thciles der deutschen Sortimentsbuchhandlun- gcn enthält. Jeder Verleger wird aus der Börse in Leipzig mit aus nehmendem Vergnügen die Saldi der Wiener, Prager, Pesther, Lcmberger ic. u-, und überhaupt beinahe aller öster reichischen Buchhändler, einstceichen und zu der Bemer kung geneigt sein, daß es doch angenehm ist ein Land mit 33,000,000 Einwohnern, welche in vielen Fächern der Li teratur gar nichts produciren dürfen, mit Büchern zu ver sorgen, hauptsächlich wenn dieselben, wie bekannt, so pünktlich bezahlt werden. Wer nun den Einfluß des österreichischen, im Verhält- niß zum übrigen Deutschland beinahe nur Sortiments buchhandels auf den Vertrieb deutscher Bücher zugiebt, wird es wohl auch der Mühe werth halten, zu berechnen, ob diese meist so sehr entfernten Handlungen mit einem noch geringeren als jetzt schon zu häufig cingeführten ^ Ra batt zu bestehen im Stande sind, wenn sie die Bücher zu den in allen Bibliographien angezeigten Preisen verkau fen wollen, was doch bis jetzt überall geschieht- Wäre in ganz Oesterreich die Möglichkeit vorhanden, an Privaten Rabatt zu geben, so wäre bis jetzt gewiß schon von Mehrern der Versuch gemacht worden, sich Kunden um jeden Preis zu verschaffen. Glaubt man daher den überhandgenommenen Schleude- reien im deutschen Buchhandel durch Erniedrigung des Ra batts entgegen zu kommen, so wäre es wohl sehr gerathen, dieses Mittclnur aufDeutschland mitAusnahmeOesterreichs, welches doch bei den meisten Gelegenheiten als Ausland da steht und dem wirklichen Auslande, anzuwendcn, da es doch keine Möglichkeit ist, z. B. Lemberg und Halle in eine Parallele zu stellen, und wäre es doch höchst ungerecht, durch das Mißverstehen eigener Interessen der deutschen Buchhändler den bereits so sehr geschmälerten Gewinn der ausländischen College» noch mehr zu verringern. Verantwortlicher Redacteur: I. de Marte. »» »
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