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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.08.1850
- Strukturtyp
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- 1850-08-02
- Erscheinungsdatum
- 02.08.1850
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- Deutsch
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914 s^k 7t Pauli'schr Buwh. in Berlin. 4747. Krünitz's, I. G-, ökonomisch-technologische Encnklopädie. Fortgesetzt v. I. W. D. Korth u. L. Koßarski. 2V2. Thl. 8. ** 3 ^ Pfautscd Doß in Wien. 4748. Album österreichischer Dichter. S—12. Lsg. gr. 8. Geh. 24 Nenovanz in Rudolstadt. 4749. Schwartz, I. D-, unsere Zeit ».unsere Kinder. Dortrag. gr. 8. In Comm. Geh. * 2 DUinrider dt Co. in Berlin. 4750. Wernich, O. A., der Livländer Joh. Rcinh. v. Patkul u. seine Zeit genossen. I. Bd. gr. 8. 1849. Geh. * 2 ^ «Lcbr. Thost in Zivicka». 4751. Album v. Zwickau u. Umgegend.3. Lsg. qu. gr. 4. Geh- * Weigmann in Schweidniy. 4752. Niedenfuhr, M. C-, Resultate der Wasserkur. Programm. 8. Zn Comm. Geh. ^ 4753. Wallfahrter, neuer.'Andächtige Verehrung der allerscligsten Jungfrau Maria. 2. Aufl. I. Abth. 8. Geh. 3 O. Wigand in Leipzig. 4754. Sue's sämmtl. Werke. 92. Bd.: Die Geheimnisse d. Volkes. 4. Bd. 8. Geh. ^ ^ Nichtamtlicher Th eil. Johann Rynmann, Buchhändler in Augsburg. 1497 — 1522. Von Albrccht Kirchhofs. So viel Aufmerksamkeit auch in literarhistorischer und bibliogra phischer Beziehung der Geschichte der Buchdruckerkunst bisher zu Theil ge worden ist, so wenig Berücksichtigung hat doch die Geschichte des Buch hand els gefunden, namentlich die Geschichte seiner Entwickelung und Trennung vom reinen Buchdruck! Und doch ist seine Bedeutsamkeit nie verkannt worden, da ja eben erst die weitere Verbreitung der Erzeugnisse der Buchdruckerpressen den Segen und die Wirkungen der Erfindung Gu tenbergs sichtbar macht. Diese Vernachlässigung der Geschichte eines sc wichtigen Verkehrszweiges dürfte wohl eines Theils der erst später er folgenden durchgängigen Scheidung des Handels mit Büchern von der mechanischen Herstellung derselben, anderen Theils aber auch wohl dem Mangel an genügenden Notizen, die nur sehr vereinzelt zu finden sind, zuzuschreiben sein. Fast könnte aber dem Gelehrtenstande diese Vernach. lässigung seines nothwcndigsten Gehülfcn als Undank ausgelegt werden, denn das, was bis jetzt für die Geschichte des Buchhandels geschehen ist, ging fast ausschließlich aus dem Kreise seiner eigenen Mitglieder hervor. Auch der nachfolgende Aufsatz beabsichtigt, von dem Standpunkte des Buchhändlers aus, einen kleinen Beitrag zur Ergänzung einer Lücke in der deutschen Literargeschichte zu liefern, und mag diese Zusammenstellung von Notizen über Johann Rvnmann, der wohl berechtigt ist eine bedeutende Stelle neben Anton Koburger i» Nürnberg, dem bisher mit besonderer Vorliebe citirten älteren deutschen Buchhändler, cinzunchmcn, den Beweis führen, daß schon frühzeitig eine selbstständige Entwickelung des reinen Derlagsbuchhandels, unabhängig von dem Besitze einer Buchdruckerci, statt fand, ein Verhältniß, das bisher immer in spätere Zeiten hinausgcrückt wurde. Die Buchdruckerkunst fand bei ihrer Verpflanzung von Mainz aus nach anderen deurschen Städten ein weit ungünstigeres Terrain, weniger vortheilhafte Verhältnisse, als bei ihrer Einführung in Frankreich und Italien. In diesen Ländern, natürlich vorzugsweise in den Universitäts städten, existirten Korporationen von Handschriftcnhändlcrn (StationeerU, Illbr-erii), deren Geschäftsgcbräuchc und Verhältnisse durch Statuten in mehr oder weniger enggezogencn bestimmten Gienzen eine gewisse Ab rundung erhalten hatten*). Die Buchdrucker traten sofort in diese Kor porationen, in ihre Rechte und Pflichten ein, sie schlossen sich den Hand schriftenhändlern eng an, obwohl diese an manchen Orten nach Kräften dem Auftreten der neuen Kunst entgegen zu wirken suchten, wie z. B. in Rouen und Genua**). Trotz dem konnte aber ziemlich schnell die Ent wickelung eines selbstständigen Buchhandels erfolgen, sobald erst nur eine Aussöhnung der Handschrifcenhändler und der mit ihnen zusammenhän genden Abschreiber, Jlluminirer, Rubricatoren rc. mit den Buchdruckern stattgefunden hatte, sobald jene die Vortheile der neuen Erfindung einge sehen hatten. Es standen ihnen ja schon Erfahrungen in Bezug auf die Bedürfnisse ihrer Absatzkreise zu Gebote, die sie befähigten, die gebotenen Vvrtheile mit größerer pccuniärer Sicherheit für sich zur Geltung zu bringen, als dies die neu eingewanderten Buchdrucker vermochten. p3A. 37. 202 — 204. 278. 279. 321. 435. 462. — 8arti, de clari8 Lrclli^mnssii ko noniensiL seriptoribus. Vol. 1. ksr8 2. ^p^enrlix. 224. 225. '*) ?rore, 6e l'imprimerie et üe lü librririe ä kouen. psZ. 5. 6. — pelle- ^rini, prima orißine ckella «tampa in Veneria. paZ 40. 41. Anders verhielt es sich wie gesagt in Deutschland- Von de» bereits im fünfzehnten Jahrhunderte blühenden Universitäten hatte nur die Wie ner*) Bestimmungen über den Handschriftenhandel in ihre Statuten ausgenommen, doch widmete sic diesem Verkehr kcincswegcs die Auf merksamkeit, die ihm in Paris und Bologna zu Theil wurde. Diese ge ringere Berücksichtigung war aber gerade der freiere» und selbstständigeren Entwickelung des späteren eigentlichen Buchhandel« günstig. Der Hand schriftenhandel fand sich überdies in Deutschland nicht so ausschließlich auf Universitäten conccntrirt; mehrere Reichsstädte zeigen Spuren desselben, wie Nördlingcn, wo Johann Minner und Conrad Horn als Handschrifken- händler erwähnt werden, wie Augsburg, wo Ulrich Friese seinen Handel trieb**), endlich wie Hagenau, in welcher Stadt Diebolt Loubcr vor kommt*'*). Wo sich aber diese Grundlagen versanden, da gedieh der eigentliche Buchhandel, auch ohne daß ihm amtliche Normen vorgeschriebe» gewesen wären, denn gerade die erwähnten Städte, neben den ersten Pflanzstätten der Buchdruckcrkunst, sind cs, welche großen Einfluß auf den deutschen Buchhandel gehabt haben. Was Wien anbelangt, so dürfte bloß auf die große Zahl von Buchhändlern hinzudeutln sein, die daselbst beim Beginne des sechzehnten Jahrhunderts lhätig waren, vor Allen auf die Brüder Leonhard und Lucas Alantsee; für Augsburg und Hagenau ! wird die Schilderung Rvnmanns ein Beispiel bieten, und was Nördlingcn betrifft, so war sein Jahrmarkt eine kurze Zeit lang eine Concurrenz für die entstehende Frankfurter Buchhändlermesse. Der eigentliche Buchhandel tritt daselbst als unmittelbare Fortsetzung des bisherigen Handschriften handels auf-f). Allerdings möge» die Buchdrucker anfänglich den Absatz der Erzeug nisse ihrer Pressen selbst besorgt haben; doch kann dies wohl nur kurze Zeit möglich gewesen sein, da der Absatz einer, wenn auch nur kleinen Auflage unmittelbar an ihrem Wohnorte doch wohl nicht auszuführen war, sie selbst aber durch ihr Gewerbe behindert wurden Reisen zum Bchufe des Absatzes zu unternehmen, oder Messen und Jahrmärkte zu beziehen. Sie waren deshalb bald gendthigt sich zu dem Betriebe des merkantilischen Thciles ihres Geschäftes Gesellschafter anzunehmen, die nun bereits neben ihnen als Buchhändler dastchen. So wurde Conrad Hcnckis (Hanequis, Henlif) in Mainz nach Johann Fust's Tode Peter Schöffer's Gesell schafter-ff-), so Adolph Rusch von Ingweiler der von Johann Mcntel in Straßburg -fff). Reisen, Messen und Jahrmärkte gaben aber in der ersten Zeit fast die einzigen Quellen des buchhändlerischen Verkehres ab, da dieselben ja auch für den Handel im Allgemeinen von der größte» Wichtigkeit waren, indem sie den Iwischenverkehr zwischen den größeren Handelsplätzen, so wie den Kleinvcrkehr vermittelten. Das Erscheinen der Bücher auf diesen Vcrkehrsplätzcn, als einer neuen, oder doch bisher nur selten vorgekom- *) K3mli6ciu8. k0MM6litLriu8 llv bibliotliLOL Vinl1oboi,vn8i. kill. II. pag. 101. 112. 113. II7. 183. Beischlag, Versuch einer Kunstgeschichte von Nvrdlingen. I. Vdchn. "*) Hagen und Büsching, Grundriß zur Geschichte der deutschen Poesie. -j-) Beyschlag a. a. O. - Meusel, historisch.bibliographisches Magazin. Stück 7. 8. »,L8. 245. -j-j-) Schaab, Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst. >. Thl. i».ik. 519. — Allgemeiner literarischer Anzeiger. 1801. pr^. >^2. Häßler, Ulm'S Buchdruckergeschichte. pi»g. 193. — Wolck, Hlonumenta t^pogrspliics. I'om. II. pag. 389 — 393. — VVürätnoin, Uibllotl.ver» I>Iol;untii.L. P-8- —114. — kalam.o, -fss) Meuftl a. *a. O.'- ScliöpNin, Vinüiciae t>p»8r»9Uicr»e. P»8. 99.
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